(openPR) Gegenwärtig sind wir Zeugen globaler politischer und wirtschaftlicher Machtverschiebungen, des Untergangs alter Herrschaftssysteme und des Widerstands gegen neue Unterdrückung, vor allem durch wirtschaftliche Sonderinteressen, die das Allgemeinwohl mit Füßen treten.
Der Kapitalismus ist zu einem legal-kriminellen plutokratischen System degeneriert, das wenigen dazu dient immer mehr ihrer Mitmbücher und ebooenschen zwecks Profitsteigerung auszubeuten. Die Menschen sind nicht der Zweck des Wirtschaftens, sondern nur noch das Mittel dazu, entweder als der Ausbeutung anheim gegebene Arbeitskräfte oder – wenn sie „Glück“ haben und noch über ein gutes Einkommen verfügen – auch als Konsumenten, die dann gleich zweimal den politischen und ökonomischen Herrschern über das Produktivvermögen die Taschen füllen dürfen.
Drei Generationen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges befindet sich die Menschheit gegenwärtig wieder in einem Weltkrieg. Diesmal ist es ein Wirtschaftskrieg, der mit kriminellen Geschäften und Manipulationen großer Banken und hemmungsloser Schuldenmacherei von Regierungen begann und sich jetzt auf einen Kampf um die weltweite Währungsvormacht zuspitzt.
Der US-Dollar, von den Amerikanern jahrzehntelang mißbraucht, um sich auf Kosten der übrigen Welt Kredit zu verschaffen, der wegen seiner gigantischen Höhe niemals getilgt werden kann, steht vor dem Kollaps. Mit ihrer schrankenlosen Gier hat die plutokratische „Elite“ der Weltmacht USA ihre eigene Daseinsgrundlage zerstört und die Weltwirtschaft an den Abgrund getrieben. Ihre Mittel dazu waren einfallsreich und absurd zugleich: Billionenweise produzierte und von der FED durch Aufkauf sofort monetarisierte Anleihen haben die Geldmenge geradezu ungeheuerlich aufgebläht und weltweit zu Spekulationsblasen geführt, die – wenn sie platzen – die Weltwirtschaft stürzen lassen und den US-Dollar in wertloses Altpapier verwandeln werden.
Moralisch stehen die USA zudem in der Schmuddelecke. Eine globale Bespitzelungsorgie – auch der arglosesten Freunde – durch die NSA, Computerviren als Waffe, Angriffe auf souveräne Staaten, militärische Ausrüstung für Despoten und Massenmörder, genetisch manipulierte Nahrung, krankmachendes Fast Food … Alles das bringen sie offenbar mühelos zustande. Aber sichere auskömmliche Einkommen und eine menschenwürdige Sozialversorgung für ihre Bürgerinnen und Bürger? Fehlanzeige.
Angesichts der Vorgänge in der Ukraine lassen sie wieder die Muskeln spielen. Einmischung in die Angelegenheiten anderer Länder ist für sie selbstverständlich. Wenn es aber die Russen tun, ist das etwas anderes. Ohne das imperialistische Vorgehen der Russen beschönigen oder gar verteidigen zu wollen: Man sollte Schurkereien an objektiven Kriterien messen und sich nicht nur dann entrüsten, wenn eigene Macht und Beuteinteressen Interessen verletzt werden.
Politische und wirtschaftliche Sanktionen werden die Russen in diesem Fall wenig beeindrucken. Zwar werden ihre „Eliten“ sie als schmerzhafte Nadelstiche spüren und wirtschaftlich wird Rußland darunter erheblich leiden. Aber vor allem werden auch die europäischen Länder leiden, und für die USA dürfte sich der von Putin angekündigte Ausverkauf us-amerikanischer Staatsanleihen als Super GAU erweisen, wenn er trotz der hohen Kosten für Rußland selbst tatsächlich durchgeführt wird. Zusätzlich der zu erwartenden verheerenden weltwirtschaftlichen Auswirkungen dürfte damit das vorzeitige Ende der Weltleit- und Reservewährung US-Dollar herbeigeführt werden.
Also: Lieber noch einmal nachdenken und dann besonnen handeln, anstatt wahnmutig die Weltwirtschaftskrise einzuleiten (die wegen der nicht beseitigten Ursachen der Banken- und Staatsschuldenkrise ohnehin schon auf ihre Auslösung wartet) und den Dollar schnurstracks zu dem zu machen, was er eigentlich schon lange ist: die Weichwährung eines hoffnungslos verschuldeten Landes mit menschenunwürdigen Sozialstrukturen.
Die ganze Welt würde unter vorschnellen Aktionen leiden. Die Chinesen würden eine Eskalation vermutlich mit sehr gemischten Gefühlen sehen. Einerseits wären sie nach dem Sturz des US-Dollars einem goldgdeckten Renminbi als neuer Weltleit- und Reservewährung einen Riesenschritt näher. Andererseits würde sie eine Weltwirtschaftskrise hart treffen und die Lösung ihrer zahlreichen kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Probleme sehr erschweren. Die EU hätte im Falle einer Zuspitzung der Ukraine-Krise ein Riesenproblem mehr, das die Politiker sehr wahrscheinlich ebenso schlecht verwalten würden wie die schon chronische Banken- und Staatsschuldenkrise.
Aus einem verbissen geführten Machtkampf würden am Ende wohl außer besonnenen, langfristig denkenden wohlhabenden Chinesen, Gold(aktien)besitzern und Edelpensionären der sich selbst bedienenden Klasse nur Verlierer hervorgehen. Die sozialen und politischen Folgen wären unkalkulierbar.
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