(openPR) Die große Sommerausstellung in der Moholy-Nagy Galerie im .CHB
16. Juni – 26. August 2012 | Dorotheenstraße 12, 10117 Berlin-Mitte
Einladung zur Eröffnung: 15. Juni 2012, 20:00 mit u.a. STEPHEN KOVATS
Performance um 21:00 im Panoramasaal des .CHB
DER VERLIERER, TRIUMPH OF FAILURE, OXIGENENERGIZER, DAILY EXHAUSTION, CHESS-BOXING – alles deutet auf eine andere Perspektive auf den Sport hin, wenn Künstler sich darüber Gedanken machen. Die Ausstellung GENTLE WAR instrumentalisiert die Olympischen Spiele auf intermediale Weise und sorgt für eine Ausdehnung des Horizonts über das gewöhnliche Sportverständnis hinaus.
Die Leistungsorientierung im Sport hat den „homo ludens“ zum Großteil aus dem Sport verdrängt. Die Intermedialen Olympischen Spiele im .CHB rufen das Phänomen des Spielens, das eine Ureigenschaft des Menschen ist, wieder auf. Die künstlerischen Definitionen von Sport umkreisen aus verschiedenen Aspekten diesen „sanften Krieg“.
Einen ähnlichen Blick haben hierbei die Arbeiten von KEXIN ZANG (Die Halbhunderter – Rentner treiben Sport in den Parkanlagen von Peking) und IEPE RUBINGH (Chessboxing). Sie machen die neuen sozialen Verknüpfungen, die Sportgemeinschaften erzeugen, deutlich. Der dem Sport eigene Gegensatz von Energie und Erschöpfung findet sich auch in der Losung des polnischen Videokünstlers JOSEF ROBAKOWSKI: „Art is Energy!“ in Energy Manifesto! (2006) und dem holländischen Beitrag von ANOUK KRUITHOF: The Daily Exhaustion! (2010). Weniger existenziell nähert sich die Arbeit des ungarischen Künstlers JÁNOS FODOR mit ironischer Distanz dem Thema in Form von selbstentworfenen Objekten – beispielsweise Sprintschuhen aus Blei –, Ready-mades und Videoarbeiten.
Ein Highlight der Ausstelllung bildet der Dokumentarfilm von TAMÁS ALMÁSI über den legendären ungarischen Fußballspieler FERENC PUSKÁS: Puskás Hungary! (2009) der in voller Länge (60 Minuten) im .CHB den ganzen Sommer über zu genießen ist. Dem Ballsport widmet sich auch die Installation Klein-Feldfußball (2012) von DAVID SZAUDER, in der die Tore einander buchstäblich umarmen und die der Besucher nur auf Socken oder barfuß betreten kann.
AM 15. JUNI UM 20 UHR wird die Ausstellung in Anwesenheit einiger Künstler eröffnet durch eine Begrüßung von János Can Togay (Direktor des .CHB) und eine Einführung von STEPHEN KOVATS (r0g_agency for open culture and critical transformation). Aus Anlass der Vernissage findet um 21 Uhr im Panoramasaal des .CHB außerdem die Uraufführung einer PERFORMANCE FÜR SOLISTEN UND JAZZCHOR VON HAJNAL NÉMETH statt: Der Verlierer/ The loser/A vesztes. Hajnal Némeths Liederzyklus für Solisten (Jardena Flückinger, Tobias Müller-Kopp, Kristin Schulze) und Jazzchor (Berlin Vokal unter der Leitung von Michael Betzner Brandt) thematisiert den politischen Machtkampf als „Sport der Politik“. Die Jazz-Improvisationen, die zur Vernissage der Ausstellung eigens erarbeitet worden sind, werden von Liedertexten begleitet, die aus selbstanalytischen und bekennenden Monologen gescheiterter Politiker bestehen, es sind gekürzte und rhythmisierte Neufassungen ihrer Bekenntnisse.

















