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Wie die Pharma-Branche Patienten schadet

06.03.201416:49 UhrGesundheit & Medizin
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Die Pharma-Lüge | Ben Goldacre
Die Pharma-Lüge | Ben Goldacre

(openPR) Wirkungslose Therapien, verheimlichte Studien und vertuschte Nebenwirkungen: Der britische Arzt Ben Goldacre enthüllt, wie Unternehmen Ärzte in die Irre führen – und Patienten schädigen. Ein exklusiver Vorabdruck seines neuen Buches „Die Pharma-Lüge“.



Innerhalb von einer Stunde bekamen die Männer Kopf- und Muskelschmerzen. Dann verschlimmerte sich ihr Zustand. Sie bekamen hohes Fieber, wurden unruhig und vergaßen zeitweise, wer und wo sie waren. Innerhalb eines Tages ging es allen katastrophal schlecht: Flüssigkeit in der Lunge, Atembeschwerden, Nierenversagen, unkontrollierbare Blutgerinnungsstörungen, und die weißen Blutkörperchen verschwanden.

Alle sechs mussten auf der Intensivstation künstlich beatmet werden. Sie produzierten keinen Urin mehr und wurden an die Dialyse angeschlossen. Ihr Blut wurde ausgetauscht, erst langsam, dann schnell; sie brauchten Plasma, rote Blutkörperchen, Blutplättchen. Das Fieber dauerte an, einer bekam eine Lungenentzündung.

Dann gelangte das Blut nicht mehr in die Extremitäten. Finger und Zehen wurden rot, dann braun, dann schwarz, begannen zu faulen und starben ab. Nur durch heldenhaften Einsatz der Ärzte kamen alle mit dem Leben davon.

Eine Katastrophe, fraglos. Doch wäre sie vermeidbar gewesen? Hätten wir Mediziner sie vorhersehen können?

Die erschreckende Wahrheit ist: Es gab Hinweise auf ein hohes Risiko des Versuchs. Nur konnte das niemand wissen, weil diese Ergebnisse der wissenschaftlichen Gemeinde nie mitgeteilt wurden. Sie lagen unveröffentlicht herum. Niemand wusste von ihnen – dabei hätten sie sechs Männern schreckliches Leid ersparen können.

TGN1412 ist ein Molekül, das sich an einen Rezeptor namens CD28 an weißen Blutkörperchen anlagert. Das war eine neue Behandlung, die das Immunsystem auf eine neue und noch kaum verstandene Weise störte, die auch schwer in Tiermodellen nachzuvollziehen ist. Doch es gab Erfahrung mit einer ähnlichen Intervention. Ein Wissenschaftler hatte zehn Jahre zuvor an einem einzigen menschlichen Probanden eine Studie durchgeführt. Die Wirkung dieses Antikörpers hatte Ähnlichkeit mit der von TGN1412, und dem Probanden des Tests war es schlecht gegangen. Veröffentlicht wurden die Erkenntnisse jedoch nicht.

Dieser erste Wissenschaftler konnte nicht voraussehen, zu welchem Schaden er beitrug, und man kann ihm als Einzelnem kaum die Schuld geben, denn er agierte in einer wissenschaftlichen Kultur, in der das Nichtveröffentlichen von Daten als völlig normal galt. Das ist noch heute so.

War das ein Extremfall? Ist das Problem begrenzt auf Versuche mit neuen Medikamenten im frühen Entwicklungsstadium, in kleinen Gruppen? Nein. Weil es Wissenschaftlern und Pharmaunternehmen gestattet ist, Studienergebnisse nach Belieben zu unterschlagen, werden Patienten in gigantischem Ausmaß im gesamten Bereich der Medizin Leid ausgesetzt.

Wirkt ein Medikament wirklich am besten – oder wurden Patienten schlicht Daten vorenthalten? Ist dieses teure Medikament sein Geld wert, oder sind die Daten einfach beschönigt worden? Wird dieses Medikament Patienten töten? Keiner kann das sagen.

Fatale Nebenwirkungen

Wir gehen davon aus, dass die Medizin auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und den Ergebnissen ordentlicher Studien basiert. In Wahrheit aber sind viele dieser Studien mangelhaft.

Wir gehen davon aus, dass Ärzte die Forschungsergebnisse kennen. In Wahrheit halten die Pharmakonzerne etliche Erkenntnisse unter Verschluss.

Wir gehen davon aus, dass die Regulierungsbehörden nur wirksame Arzneimittel zulassen. In Wahrheit genehmigen sie auch miserable Präparate, deren zum Teil fatale Nebenwirkungen Ärzten und Patienten verschwiegen werden.

All das entzieht sich der Kontrolle durch die Öffentlichkeit, weil die Realität zu komplex ist. Deshalb hat die Politik bislang auch die wenigsten Problempunkte gelöst. Die Medizin liegt in Trümmern. Wenn Patienten erst begriffen haben, was ihnen angetan wird – mit Wissen von Ärzten, Forschern und Behörden –, werden sie aus der Haut fahren, da bin ich mir sicher.

So werden etwa Arzneimittel von denen getestet, die sie herstellen.

Das geschieht in teils dürftig angelegten klinischen Studien mit einer empörend kleinen Zahl nicht repräsentativer Patienten und mit absichtlich unzulänglichen Analyseverfahren, die dazu angetan sind, den Nutzen der jeweiligen Behandlung aufzubauschen und für den Hersteller tendenziell günstige Ergebnisse zu erbringen.

Bei ungünstigen Ergebnissen ist der Konzern berechtigt, diese den Ärzten und Patienten vorzuenthalten, sodass immer nur ein Zerrbild der wahren Wirkung eines Arzneimittels an die Öffentlichkeit gelangt. Die verfälschten Nachweise werden anschließend verfälschend kommuniziert und in die Praxis umgesetzt.

Fest steht: Studien, die von der Industrie bezahlt werden, erbringen mit größerer Wahrscheinlichkeit ein positives, günstiges Ergebnis als unabhängige Studien. 2010 trugen drei Wissenschaftler aus Harvard und Toronto alle Studien zu den größten Medikamentengruppen – Antidepressiva, Krebsmedikamente und so weiter – zusammen und untersuchten zwei zentrale Fragen: War ihr Ergebnis positiv, und waren sie von der Industrie finanziert worden? Sie fanden über 500 Studien: 85 Prozent der von der Industrie finanzierten waren positiv, doch nur 50 Prozent der unabhängig finanzierten. Das ist ein sehr signifikanter Unterschied.

Von der Pharmaindustrie finanzierte Studien

2006 untersuchten Wissenschaftler über einen Zeitraum von zehn Jahren jede Studie für Psychopharmaka in vier wissenschaftlichen Zeitschriften, insgesamt 542 Studien. Die von der Industrie finanzierten ergaben in 78 Prozent der Fälle günstige Ergebnisse für das eigene Medikament, während unabhängig finanzierte Studien nur in 48 Prozent der Fälle ein positives Ergebnis brachten.

Woran liegt es, dass von der Pharmaindustrie finanzierte Studien fast immer ein positives Resultat erzielen?

Dafür gibt es verschiedene Ursachen. Wissenschaftler können ein neues Medikament mit einem bekanntermaßen nicht sehr wirksamen vergleichen – oder mit einem bekannten Medikament in einer unangemessenen Dosis.

Manchmal führen Pharmaunternehmen auch einfach zahlreiche Studien durch, und wenn sie sehen, dass die Ergebnisse ungünstig ausfallen, veröffentlichen sie die Ergebnisse einfach nicht: Ein weitreichendes Problem, dem seit Jahren nicht beizukommen ist – im Gegensatz zu allem, was Zulassungsbehörden, Pharmaunternehmen und einige Wissenschaftler sagen.

Selbst wenn wir das in den Griff bekommen würden: Mediziner würden weiter Entscheidungen über Behandlungsmethoden treffen, basierend auf medizinischen Belegen, die seit vielen Jahren von Grund auf verfälscht sind.

Zuckerpillen gegen Depressionen

Reboxetin ist ein Medikament zur Behandlung von Depressionen, das ich selbst auch verschrieben habe. Bei einem meiner Patienten hatten andere Medikamente nicht geholfen, also wollten wir etwas Neues probieren. Ich las die Studiendaten, ehe ich das Rezept ausstellte, und fand nur gut gestaltete, faire Studien mit überwältigend positiven Resultaten. Reboxetin wurde weltweit millionenfach verschrieben und galt als sichere und wirksame Behandlungsmöglichkeit. Ich besprach mit dem Patienten die vorhandenen Belege der Wirksamkeit, und wir waren uns einig, dass dies das richtige Medikament für den nächsten Schritt war.

Doch wir wurden in die Irre geführt. Im Oktober 2010 gelang es einer Gruppe von Wissenschaftlern, alle je zu Reboxetin durchgeführten Versuche zusammenzutragen.

Die Daten ergaben ein erschreckendes Bild: In sieben Studien war Reboxetin mit einem Placebo verglichen worden. Nur eine, die an 254 Patienten durchgeführt worden war, hatte ein ordentliches positives Ergebnis – diese Studie wurde in einer wissenschaftlichen Zeitschrift veröffentlicht. Doch es waren sechs weitere Studien mit fast zehnmal mehr Patienten durchgeführt worden, die ergaben, dass Reboxetin nicht besser war als eine Zuckerpille. Keine dieser Studien wurde veröffentlicht.

Als wäre das nicht schon schlimm genug: Es gab auch Angaben über Nebenwirkungen. In den Studien, die in der wissenschaftlichen Literatur erschienen, machte das Medikament einen guten Eindruck. Aber aus den unveröffentlichten Studien erfuhren wir, dass unter Reboxetin im Vergleich zur Einnahme der Konkurrenzmedikamente die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen höher war.

Da hier keiner das Gesetz gebrochen hatte, ist Reboxetin immer noch auf dem Markt, und das System, das dies zuließ, besteht immer noch – für alle Medikamente, in allen Ländern der Erde. Negative Daten gehen verloren, bei allen Behandlungsformen, auf allen Gebieten der Wissenschaft.

Die Behörden und Berufsverbände, von denen wir vernünftigerweise erwarten, dass sie solchen Praktiken ein Ende bereiten, haben versagt.

Wenn man belegen will, dass Studien nicht veröffentlicht wurden, steht man vor einer interessanten Herausforderung: Man muss die Existenz von Studien beweisen, zu denen man keinen Zugang hat.

Im Jahr 2008 untersuchte eine Forschungsgruppe alle Veröffentlichungen der US-Behörde für Lebensmittelüberwachung und Arzneimittelzulassung Food and Drug Administration (FDA) zu Antidepressiva, die zwischen 1987 und 2004 auf den Markt gekommen waren. Die Wissenschaftler fanden 74 Studien mit Daten von 12.500 Patienten. 38 dieser Studien hatten positive Ergebnisse und gaben an, dass das neue Medikament wirkte – 36 waren negativ.

Dann suchten die Wissenschaftler in den wissenschaftlichen Veröffentlichungen, die Ärzten und Patienten zugänglich sind, nach diesen Studien. Hier ergab sich ein völlig anderes Bild: 37 der positiven Studien waren in voller Länge veröffentlicht, oft mit viel Furore. Ganz anders erging es den Studien mit negativen Resultaten: Nur drei von ihnen wurden veröffentlicht. 22 gingen einfach verloren und erschienen nirgends, außer im schlecht geordneten FDA-Archiv.

Ginge es um eine Studie einer einzelnen Forschergruppe, die die Hälfte ihrer Ergebnisse unterschlägt, weil ihr das Gesamtergebnis nicht gefällt, dann könnten wir das mit Recht als „wissenschaftliches Fehlverhalten“ bezeichnen. Doch wenn die gesamte Studie verschwindet, durch Mitwirkung von Hunderten Einzelpersonen weltweit im privaten und öffentlichen Sektor, dann akzeptieren wir das als normal.

Der Fall Tamiflu
Weltweit zahlen Regierungen Milliarden, um das Grippemedikament Tamiflu in Mengen zu horten. Allein in Großbritannien wurden mehrere Hundert Millionen Euro ausgegeben. Durch diese Ausgaben soll im Falle einer Epidemie nicht bloß die Dauer der Symptome verkürzt werden (was Tamiflu zufriedenstellend tut). Die Investitionen sollen den Anteil der „Komplikationen“ senken, das ist eine Umschreibung für Lungenentzündungen und Todesfälle.

Viele gehen davon aus, dass Tamiflu das kann. Das US-Gesundheitsministerium sagte, so würden Leben gerettet und Krankenhauseinweisungen verhindert. Die Europäische Arzneimittelagentur erklärte, es könne Komplikationen reduzieren. Die australische Arzneimittelbehörde sagte dasselbe. Auf der Web-Site von Tamiflu-Hersteller Roche war von 67 Prozent weniger Komplikationen zu lesen. Doch welche Belege gibt es dafür? Die Beantwortung solcher Fragen ist die Aufgabe der Cochrane Collaboration, des großen internationalen Non-Profit-Netzwerks von Wissenschaftlern, das jährlich Hunderte systematische Übersichten zu wichtigen Fragen der Medizin erstellt.

Riesige Geldbeträge für das Grippemittel

Im Jahr 2009 sorgte man sich wegen einer Grippeepidemie, und es wurden riesige Geldbeträge für Tamiflu ausgegeben. Deshalb baten die Regierungen von Großbritannien und Australien speziell die Cochrane Respiratory Diseases Group, die Gruppe für Atemwegserkrankungen der Cochrane Collaboration, um eine Aktualisierung ihrer Übersichtsarbeiten zu diesem Medikament.

Cochrane-Übersichten werden laufend überprüft, weil die Belege sich mit der Veröffentlichung neuer Studien laufend verändern. Das wäre eine ganz alltägliche Arbeit gewesen: Die vorherige Übersicht aus dem Jahr 2008 hatte einige Hinweise darauf ergeben, dass Tamiflu tatsächlich die Anzahl der Komplikationen reduziert.

Doch dann revolutionierte der Kommentar eines japanischen Kinderarztes namens Keiji Hayashi unser Verständnis von evidenzbasierter Medizin, bei der patientenorientierte Entscheidungen nach Möglichkeit auf der Grundlage von empirisch nachgewiesener Wirksamkeit getroffen werden sollen. Hayashi kommentierte nicht in einer Veröffentlichung, sondern in einem simplen Online-Kommentar, der unter der Tamiflu-Übersicht auf der Cochrane-Web-Site gepostet wurde. Seine Einwände:

“Ihr habt alle Daten aus allen Studien zusammengefasst, doch eure positive Schlussfolgerung speist sich eigentlich nur von Daten aus einer zitierten Arbeit, einer von Pharmaunternehmen bezahlten Metaanalyse unter der Leitung eines Autors mit dem Namen Kaiser. Dieses Kaiser-Paper fasst die Ergebnisse zehn früherer Studien zusammen. Doch von diesen Studien wurden nur zwei in der Fachliteratur veröffentlicht. Eure Informationen über die übrigen acht stammen lediglich aus der kurzen Zusammenfassung in dieser sekundären, von der Industrie finanzierten Quelle. Das ist nicht hinreichend verlässlich.”

Diese Kritik traf nicht auf taube Ohren. Tom Jefferson ist Leiter der Cochrane Respiratory Group und verantwortlicher Autor der Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2008. Er räumte den Fehler ein und machte sich professionell und ohne Umschweife auf die Suche nach den richtigen Informationen.

Damit begann ein Kampf, der noch nicht abgeschlossen ist, der aber zeigt, wie wichtig der Zugang zu allen Ergebnissen klinischer Studien für die Wissenschaftler ist.

Zuerst schrieben die Wissenschaftler von Cochrane an die Autoren der Kaiser-Arbeit und baten um weitere Informationen. Man antwortete ihnen, das Team sei nicht mehr im Besitz der Unterlagen, sie sollten sich an den Tamiflu-Hersteller Roche wenden.

Hier begannen die Probleme. Roche antwortete, man würde ihnen einige Daten überlassen, aber die Cochrane-Wissenschaftler müssten eine Vertraulichkeitszusicherung unterschreiben. Das ist eine Unmöglichkeit für einen seriösen Wissenschaftler. So konnte man keine systematische Übersichtsarbeit mit hinreichender Offenheit und Transparenz schreiben.

Roche verlangte also einen geheimen Vertrag und forderte Verschwiegenheit über die Vertragsbedingungen und Studiendaten in einer Diskussion, in der es um die Sicherheit und Wirksamkeit eines weltweit hunderttausendfach eingenommenen Medikaments geht.

Im Oktober 2009 änderte das Unternehmen seine Argumentationsweise. Man würde Cochrane die Daten gerne übergeben, aber Roche habe die Studienberichte an eine andere Stelle übergeben, wo eine Metaanalyse durchgeführt werde, deshalb seien sie nicht verfügbar.

Das ist nicht wirklich logisch: Warum sollten nicht mehrere Gruppen an derselben Frage arbeiten?

Eine Woche später schickte Roche ohne weitere Ankündigung sieben kurze Dokumente, je etwa ein Dutzend Seiten lang. Sie enthielten Auszüge aus internen Unterlagen des Unternehmens zu jeder der klinischen Studien in der Metaanalyse von Kaiser. Das war ein Anfang, aber es waren nicht annähernd ausreichende Informationen enthalten, damit die Cochrane-Wissenschaftler den Nutzen oder die Häufigkeit von unerwünschten Ereignissen bestimmen oder auch nur erkennen konnten, welche Methoden in den Studien angewandt wurden.

Schnell wurden einige Ungereimtheiten bei den Informationen über dieses Medikament erkennbar. Einmal herrschte beträchtliche Uneinigkeit über die allgemeine Einschätzung des Medikaments, da offensichtlich unterschiedliche Daten vorlagen. Laut FDA sei kein Nutzen in Bezug auf Komplikationen (Anm.: Lungenentzündungen und Todesfälle) festzustellen, während die US-Gesundheitsbehörde angab, es reduziere Komplikationen. Die japanische Zulassungsbehörde ging nicht von einem Nutzen bei Komplikationen aus, doch die Europäische Arzneimittelzulassungsbehörde (EMA) sagte, es gebe einen Nutzen bei Komplikationen.

Kein Zugang zu benötigten Informationen

Da nun das Interesse der Cochrane-Wissenschaftler erwacht war, stellten sie auch Diskrepanzen bei der Häufigkeit von unerwünschten Ereignissen in verschiedenen Datenbanken fest. In der globalen Sicherheits-Datenbank von Roche waren 2466 neuropsychiatrische unerwünschte Ereignisse genannt, von denen 562 als „ernst“ eingestuft worden waren. In der FDA-Datenbank derselben Periode waren insgesamt nur 1805 unerwünschte Ereignisse verzeichnet. Es gibt zwar keine einheitlichen Regeln für solche Meldungen, doch trotzdem war das eigenartig.

Da Roche also dem Cochrane-Team keinen Zugang zu den benötigten Informationen für eine ordnungsgemäße Übersichtsarbeit gewährte, musste es alle unveröffentlichten Daten aus der Kaiser-Arbeit von seiner Analyse ausschließen, da die Einzelheiten nicht auf die übliche Weise verifiziert werden konnten. Man kann keine Entscheidungen über die Behandlung und den Kauf von Medikamenten auf der Basis von Studien treffen, deren Methoden und Resultate nicht offengelegt sind. Wir können nicht blind darauf vertrauen, dass jede Studie eine Behandlung angemessen prüft.

Das ist besonders wichtig bei Tamiflu, denn es gibt gute Gründe für die Annahme, dass diese Studien nicht ideal verliefen.

Bei näherer Untersuchung zeigt sich zum Beispiel, dass die Auswahl an teilnehmenden Patienten ungewöhnlich war, sodass die Ergebnisse für normale Grippepatienten nicht sehr relevant sein könnten. In den veröffentlichten Berichten werden die Studienpatienten als typische Grippepatienten beschrieben.

Fraglicher Nutzen der Grippepillen

Bei einem grippalen Infekt wird nicht routinemäßig ein Grippebluttest gemacht. Wenn solche Tests aber gemacht werden, dann ist auch zu Spitzenzeiten der Grippewelle nur etwa ein Drittel der „Grippepatienten“ wirklich mit dem Influenzavirus infiziert. Die anderen leiden meist an einer normalen Erkältung.

In der Arbeit von Kaiser aber waren zwei Drittel der Probanden positiv auf Grippe getestet. Das ist ein sehr hoher Anteil, und das bedeutet, dass der Nutzen des Medikaments aufgebauscht wird. Denn es wird an perfekt geeigneten Patienten getestet, die mit höchster Wahrscheinlichkeit von einem Medikament profitieren werden, das speziell den Grippevirus bekämpft.

In der alltäglichen Praxis aber, wo die Resultate dieser Studien angewendet werden, geben Ärzte das Medikament realen Patienten mit einer „grippeähnlichen Erkrankung“. Unter diesen werden viele gar nicht mit dem Grippevirus infiziert sein. Das heißt, in der realen Welt wird der Nutzen von Tamiflu bei Grippe verwässert, und weitaus mehr Menschen, die gar keinen Grippevirus im Körper haben, werden dem Medikament ausgesetzt.

Dadurch steigt wiederum die Bedeutung der Nebenwirkungen im Verhältnis zum Nutzen. Deshalb bemühen wir uns sicherzustellen, dass alle Studien an normalen, gewöhnlichen, alltäglichen Patienten durchgeführt werden. Ist das nicht der Fall, sind die Ergebnisse nicht relevant für die Realität.

So wurde die Übersicht von Cochrane im Dezember 2009 ohne die Daten von Kaiser veröffentlicht. Das löste einige Aufregung aus. Roche stellte die kurzen Auszüge, die an Cochrane gesandt wurden, online und sagte zu, die vollständigen Studienberichte zugänglich zu machen.

Was Roche ins Internet stellte, war unvollständig, doch die Cochrane-Wissenschaftler erfuhren allmählich mehr über die tatsächlichen Informationen: Ein klinischer Studienbericht ist mitunter sehr lang, manchmal Tausende Seiten. Jeder Beschäftigte der Pharmabranche ist mit diesen Dokumenten vertraut, doch Ärzte und Patienten wissen kaum davon. Darin sind viele Einzelheiten enthalten, zum Beispiel der genaue Plan für die statistische Auswertung der Daten, eine eingehende Beschreibung der unerwünschten Ereignisse und so weiter. Diese Dokumente sind in unterschiedliche Abschnitte oder „Module“ unterteilt. Roche hat nur „Modul 1“ weitergeleitet, und das auch nur von sieben der zehn von Cochrane angeforderten Studienberichte.

Nebenwirkungen verheimlicht?

In den publizierten Modulen fehlen also wichtige Informationen. Doch schon diese unvollständigen Module reichten aus, um das Vertrauen in die wissenschaftliche Arbeitsweise infrage zu stellen und Zweifel daran zu wecken, ob wirklich alles wiedergegeben wird, was mit den Patienten während einer klinischen Studie geschah.

Betrachten wir zum Beispiel die beiden veröffentlichten der zehn bei Kaiser genannten Arbeiten. In einer heißt es: „Es gab keine ernsthaften unerwünschten Ereignisse in Zusammenhang mit dem Medikament“, und die andere erwähnt keine Nebenwirkungen. Aber im „Modul 1“ der beiden Dokumente zu diesen Studien sind zehn unerwünschte Ereignisse aufgelistet, von denen drei möglicherweise in Beziehung zu Tamiflu stehen.

Eine andere veröffentlichte Arbeit vergleicht angeblich Tamiflu mit einem Placebo. Doch der Abschlussbericht für diese Studie zeigt, dass die Placebos auch eine Substanz enthielten, die die Entleerung der Gallenblase fördert.

Keiner weiß, warum das geschah, und es wird in der wissenschaftlichen Arbeit auch nicht erwähnt. Aber offensichtlich war es kein wirkstofffreies Placebo.

Schon die Erstellung einer Liste aller zu einem Thema durchgeführten Studien ist von entscheidender Bedeutung, wenn wir nicht nur eine verfälschte Darstellung erhalten wollen. Im Fall von Tamiflu aber ist dies nahezu unmöglich. Roche Shanghai informierte die Cochrane-Gruppe zum Beispiel über eine groß angelegte Studie (ML 16369), von deren Existenz Roche Basel nichts zu wissen schien.

Doch auch wenn man einmal diese Studien außer Acht lässt, haben die Forscher eigenartige Diskrepanzen feststellen können: Die größte Phase-III-Studie etwa – eine der für die Marktzulassung notwendigen Studien – ist nirgends veröffentlicht und wird nur selten in den Behördendokumenten erwähnt.

Ein eigenartiges Spiel

Es gab weitere Unstimmigkeiten. Warum wurde beispielsweise eine Studie zu Tamiflu erst 2010 publiziert, zehn Jahre nach ihrem Abschluss? Warum wurden zu manchen Studien völlig unterschiedliche Autoren genannt, je nachdem, wo sie besprochen wurden?

Die Jagd ging weiter. Im Dezember 2009 hatte Roche versprochen, dass die vollständigen Studien in den folgenden Tagen auf einer passwortgeschützten Site für Ärzte und Wissenschaftler, die an seriösen Untersuchungen arbeiten, zur Verfügung gestellt werden. Doch das geschah nicht.

Dann begann ein eigenartiges Spiel. Im Juni 2010 sagte Roche sinngemäß: Oh, das tut uns leid, wir dachten, Sie hätten alles, was Sie brauchen.

Im Juli sorgten sie sich um die Vertraulichkeit der Patientendaten. Das war komisch: Bei den meisten wichtigen Teilen solcher Arbeiten ist die Vertraulichkeit kein Thema. Im August 2010 wurden noch eigenartigere Forderungen gestellt, die die Vorstellung erkennen ließen, dass Unternehmen berechtigt seien, den Zugang zu Informationen zu kontrollieren, die Ärzte und Patienten weltweit dringend für kompetente Entscheidungen benötigen.

Erst bestand das Unternehmen darauf, den Analyseplan der Cochrane-Wissenschaftler zu sehen. Gut, sagten die, und stellten den Prüfplan online. Es gab wenig Überraschendes darin, denn alle Übersichtsarbeiten von Cochrane folgen ohnehin größtenteils demselben Muster.

Persönliche Angriffe auf Ärzte

Roche hielt die eigenen Studienberichte weiter zurück. Inzwischen weigerte sich der Konzern schon seit einem Jahr, die Studienberichte zu veröffentlichen.

Plötzlich erhob das Unternehmen persönliche Anschuldigungen und behauptete, Wissenschaftler von Cochrane hätten unwahre Behauptungen über das Medikament und das Unternehmen gemacht. Wer das war und was er oder sie gesagt hatte, sagte Roche nicht.

Dann wurde es noch sonderbarer. Im Januar 2011 teilte Roche mit, die Cochrane-Wissenschaftler hätten alle Daten erhalten, die sie brauchten. Das stimmte nicht. Im Februar sagte Roche, alle verlangten Studien seien veröffentlicht. Das bezog sich auf die – wie wir inzwischen wissen – irreführenden wissenschaftlichen Arbeiten über Tamiflu. Dann erklärte das Unternehmen, es würde keine weiteren Daten liefern: „Sie haben alle Daten, die Sie für eine Übersichtsarbeit brauchen.“

Doch das stimmte nicht: Roche hielt immer noch das Material zurück, dessen Übergabe „innerhalb weniger Tage“ im Dezember 2009 öffentlich zugesichert worden war. Gleichzeitig führte das Unternehmen an, es sei Aufgabe der Behörden, nicht der Wissenschaftler, diese Entscheidungen über Nutzen und Risiken zu treffen. Diese Behauptung ist aus zwei Gründen nicht haltbar.

Erstens wissen wir – wie bei vielen anderen Medikamenten – nicht, ob den Behörden alle Daten vorlagen. Im Januar 2012 behauptete Roche, die vollständigen Daten der klinischen Studien seien im Rahmen der Zulassungsverfahren den Gesundheitsbehörden weltweit für ihre Übersichtsarbeiten zur Verfügung gestellt worden. Doch die EMA hat für mindestens 15 Studien keine derartigen Informationen erhalten.

Weil sie die nie anforderte.

Und das bringt uns zur zweiten wichtigen Erkenntnis: Die Zulassungsbehörden sind nicht unfehlbar. Sie machen Fehler, und genau deshalb ist es so wichtig, dass die Entscheidungen, die sie fällen, weltweit unter den Augen vieler überprüft werden.

Das Buch: “Die Pharma-Lüge” – Wie Arzneimittelkonzerne Ärzte irreführen und Patienten schädigen; von Ben Goldacre, Kiepenheuer & Witsch, Köln. Originalausgabe: “Bad Pharma” (2012). Übersetzt von Anne Emmert und Karin Miedler. Preis: € 19,99

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