(openPR) In der Neuen Osnabrücker Zeitung ist derzeit ein Artikel zu lesen, der den Unfall des Rettungswagens zum Thema macht: “Unplanmäßig endete am Dienstagmittag ein Krankentransport in der Universitätsklinik: Münster. Der Krankenwagen war eigentlich unterwegs nach Ascheberg, als der Fahrer vermutlich kurz einschlief und auf einen Sattelzug auffuhr.”
Nun fragen wir nach dem Zusammenspiel von Wirtschaftlichkeit und Fahrlässigkeit in den Krankenhäusern. Personaleinsparung ist das Codewort für kaufmännische Leiter. So gibt es ausgedachte Systeme, die lediglich den wirtschaftlichen Aspekt in den Vordergrund stellen. Diese Systeme geben es her, dass Mitarbeiter über 24 Stunden am Stück im Einsatz sind. Dass hier aufgrund simpler Übermüdung Fehler passieren, ist nicht verwunderlich.
Fehler jedoch, werden für den “Kunden” nicht unbedingt präsent. Im Strassenverkehr ist das was anderes. So nehmen wir den Fall des 21jährigen Krankenwagenfahrer (ohne zu wissen, ob dieser aufgrund eines 24 Stunden Dienstes unter Übermüdung litt) und stoßen eine neue Diskussion an.
Die in diesem Zusammenhang auftretende Frage heißt: “Sicherheit vor Wirtschaftlichkeit.”
Die Diskussion in der Gesundheitspolitik Dreht sich immer um den Bereich der “Finanzierung”. Unter dem Internetauftritt “Gute Pillen – Schlechte Pillen” offenbaren ehemalige Beamte der Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) den Nutzen bzw. den Nicht-Nutzen eines Großteils der Medikamente. Sie gaben gar den Beamtenstatus auf, um die Verbraucher zu informieren.
Die Aussage: Über 80 % der Medikamente sind geradewegs für die Tonne.
Ben Goldacre hat mit dem Buch “Die Pharma-Lüge” den Verdacht erhärtet, dass Studien und Zulassungen unterwandert werden.
Sofern wir also über die Personaleinsparungen in Krankhäusern sprechen, sollten wir unbedingt darüber sprechen, warum die Krankenhäuser kein Geld haben.
Eine mögliche Antwort ist die Versenkung von Steuergeldern in die Pharma-Branche.
Zahlen dazu:
Über rund € 294 Mrd. (2011) Jahresausgaben in der Gesundheit.
Etwa rund € 80 Mrd. (2011) Jahresausgaben davon in der Pharmazie.
Wenn nun davon etwa 80% “für die Tonne” sind, sprechen wir über € 64 Mrd. (2011) Gesamtpotential an Einsparungen. Diese letzte Zahl muss man selbstverständlich bereinigen um die Anzahl an Medikation, die als Ersatz zu dienen hat. Annahme ca. 20% – somit € 16 Mrd. (2011). Bleibt immer noch ein Einsparpotential in Höhe von rund € 48 Mrd.!
Sofern ein Mitarbeiter ca. € 2.400,- pro Monat kostet, haben wir die Chance, hier über 1,6 Millionen (!) Stellen neu aufzubauen oder diejenigen Krankenhäuser zu retten, die finanziell angeschlagen sind.
Schon mal darüber nachgedacht, wie Menschen gesunden, wenn sich Menschen Ihnen mit Zeit und Empathie zuwenden?
Fakt ist, die Pharmazie verschlingt Milliarden, ohne zu helfen.












