(openPR) Die deutsche Gesellschaft altert. Der demografische Wandel ist keine Zukunftsprognose mehr, sondern ein Prozess der längst begonnen hat. Waren im Jahr 2010 noch etwa 56 Prozent der deutschen Bevölkerung zwischen 20 und 59 Jahren alt, so werden es nach Schätzungen des statistischen Bundesamtes im Jahr 2050 nur noch 45 Prozent sein. Der Anteil der ab 60-Jährigen an der Gesamtbevölkerung erhöht sich im gleichen Zeitraum von 26 auf 40 Prozent. „Hinzu kommt, dass sich der Trend von der Großfamilie weg bewegt. Der demografische Wandel und die gesellschaftlichen Veränderungen werden zu einer steigenden Zahl an kleinen Seniorenhaushalten führen. Folge ist ein erhöhter Bedarf an alternativen Wohnformen“, erklärt Patrick Rosenberger, Abteilungsleiter Immobilen der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen.
Gerade ältere Menschen legen Wert auf selbstständige Lebensführung in den eigenen vier Wänden. Konträr dazu steht jedoch der Wunsch nach Unterstützung – sowohl im Alltag als auch im Krankheitsfall. „Diese für sich genommen gegensätzlichen Bedürfnisse vereint das ‚Betreute Wohnen‘. Es ist bereits heute ein bedeutendes Konzept, wird in Zukunft allerdings noch erheblich an Relevanz gewinnen“, prophezeit der Fachmann von der Kreissparkasse. Fakt ist, dass das Kreditinstitut in den letzten zehn Jahren zahlreiche Projekte in diesem Bereich begleitet hat. Ob in Oberboihingen, Großbettlingen, Baltmannsweiler oder Kirchheim/Teck – die Zahl der Objekte steigt.
Der Spatenstich eines weiteren Großprojektes wurde im Oktober 2013 in Notzingen vollzogen. In guter Lage in der Ortsmitte, mit kurzen Wegen zum Arzt und zum Bäcker, entsteht das „Betreute Wohnen an der Kelter“. In den zwei Obergeschossen und dem Dachgeschoss befinden sich 16 hochwertig eingerichtete Zwei- und Dreizimmerwohnungen mit einer Wohnfläche von 57 bis 85 Quadratmetern. Zu jeder Wohnung gehören außerdem ein Abstellraum sowie ein individueller Außenbereich in Form einer Loggia oder einer Terrasse. Nicht nur die Wohnungen selbst, sondern die gesamte Anlage ist durchweg seniorengerecht. Die Räumlichkeiten verfügen über einen zentral gelegenen Aufzug, sind barrierefrei und daher auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Im Falle einer vorübergehenden Erkrankung erfolgt die Betreuung im nahegelegenen Asklepia Seniorenzentrum, welches auch für das Betreuungskonzept in der Wohnanlage verantwortlich ist.
Die Betreuungskonzeption umfasst einen Grundservice und individuelle Wahlleistungen. Die Grundleistungen enthalten die Beratung zu Fragen des täglichen Lebens, die Förderung der Hausgemeinschaft durch gemeinsame Aktivitäten sowie Hilfestellung gegenüber Sozialleistungsträgern. Unter den zahlreichen Wahlleistungen befinden sich unter anderem ein Notrufsystem, häusliche Kranken- und Altenpflege, Essensversorgung, ein Wäscheservice sowie Begleit- und Fahrdienste. Diese Wahlleistungen werden von den Bewohnern direkt mit dem Dienstleister abgerechnet.
„Die Vorteile dieser Wohnform liegen auf der Hand“, sagt Patrick Rosenberger. „Man lebt weiterhin in seinen eigenen vier Wänden und kann trotzdem am Gemeinschaftsleben teilnehmen. Sicherheit rund um die Uhr und Barrierefreiheit sind ergänzende Vorzüge“, erklärt der Immobilienexperte. Neben Notzingen sind ähnliche Projekte in Wendlingen und Reichenbach geplant. Die Kreissparkasse unterstützt Interessenten beim Kauf einer Eigentumswohnung „Betreutes Wohnen“ sowie bei einer eventuellen Zwischenfinanzierung.










