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Wohnen im Alter: Wünsche und Realität klaffen weit auseinander

14.11.200511:56 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Wohnen im Alter: Wünsche und Realität klaffen weit auseinander
Umfrage: Spagat zwischen eigenständigem Wohnen und Betreuung im Alter (Quelle: VdW Bayern)
Umfrage: Spagat zwischen eigenständigem Wohnen und Betreuung im Alter (Quelle: VdW Bayern)

(openPR) Repräsentative Umfrage des VdW Bayern zur angestrebten Wohnform im Ruhestand – Absage an Senioren-WG

München (14.11.2005) – 20 Prozent der Deutschen wissen nicht, wie sie im Alter wohnen werden. Fast 60 Prozent der Bundesbürger wollen möglichst lange eigenständig in der vertrauten Umgebung leben. Nur etwa 15,2 Prozent setzen auf eine Form der institutionalisierten Betreuung, z.B. in einem Altenheim. Das sind die zentralen Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des VdW Bayern (Verband bayerischer Wohnungsunternehmen). „Vor allem 20-40-Jährige haben unrealistische Vorstellungen, was auf sie zukommt“, so Verbands-Chef Heinz Werner Götz.



Auf die Frage „Welche Wohnsituation streben Sie im Ruhestand an?“ antworteten 67,1 Prozent der Befragten mit Wohneigentum oder Mietwohnung. Auf gemeinsames Wohnen mit Kindern/Enkeln setzen 8,7 Prozent.

Die Formen der institutionalisierten Betreuung sind nur für 15,2 Prozent der Befragten erstrebenswert: Auf betreutes Wohnen setzen 7,1 Prozent, Alten-/Pflegeheim und Seniorenresidenz streben nur je 2,2 Prozent an, Senioren-Wohn- oder -Hausgemeinschaft 3,7 Prozent. Demgegenüber wollen 56,7 Prozent der Deutschen möglichst lange eigenständig leben.
19,4 Prozent haben noch nicht darüber nachgedacht, wie sie im Alter wohnen wollen, oder wissen es nicht. Überraschend: Unter den 50-59-Jährigen sind es mit 17 Prozent fast genauso viele.


Die meisten verlassen sich auf die Familie

Etwa drei Viertel setzen weder auf institutionalisierte Betreuung noch auf gemeinsames Wohnen mit Kindern/Enkeln. Sie verlassen sich auf sich selbst oder Familienangehörige in der Nähe – „angesichts steigender Lebenserwartung und zunehmender Mobilität eine Fehleinschätzung“, befürchtet Götz.

Insbesondere das Potenzial der Senioren-WG werde überschätzt, sie sei eher ein Medienphänomen. 1,9 Prozent wollen im Alter mit Gleichaltrigen in einer Wohnung zusammenleben, in einem Mietshaus 1,8 Prozent.


Mit steigendem Alter realistischere Einschätzung

Erst mit zunehmendem Alter würden Einschätzungen realistischer und Kompromissbereitschaft größer. Betreutes Wohnen findet bei 60-69-Jährigen mehr als doppelt so hohen Zuspruch (13,4%) wie bei allen Jüngeren (5,7%). Über 70-Jährige kreuzten siebenmal so oft Alten-/Pflegeheim an wie alle anderen (8,0%). Die Seniorenresidenz verliert von den 50-69-Jährigen zu den über 70-Jährigen mehr als 90 Prozent ihrer Anhänger.

„Wir brauchen Lösungen, die steigende Lebenserwartung, den Wunsch, möglichst lange eigenständig in der vertrauten Umgebung zu leben, und tendenziell schwächere Kaufkraft im Alter unter einen Hut bringen“, folgert Götz. Laut Deutschem Institut für Altersvorsorge ist jeder dritte Haushalt von Altersarmut bedroht.


Lösung für eigenständiges Wohnen im Alter

Einen rechtlichen Rahmen für ein Modell mit Zukunft gebe es bereits: Wohnungsgenossenschaften. Die Nachbarschaft von Gleichaltrigen bringe mehr soziale Kontakte. In Gemeinschaften mehrerer Generationen könnten Nachbarschaftshilfe sowie günstiges Wohnen verknüpft werden.

Davon würden vor allem junge Familien mit Kindern aus Schwellenhaushalten sowie Senioren mit geringerem Einkommen profitieren. Senioren könnten solange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben. Das bedeute gleichzeitig weniger Ausgaben für den Staat.


Ergebnisse nach Bundesländern: Bayern setzt auf Familie

Bayern unterscheidet sich zum Teil stark vom übrigen Deutschland. Der Freistaat liegt beim Wohnen mit eigenen Kindern/Enkeln unter einem Dach an der Spitze – 14 Prozent im Vergleich zu bundesweit 8,7.

Die meisten Anhänger für betreutes Wohnen gibt es in Mecklenburg-Vorpommern (13,0%). Spitzenreiter beim Wunsch, in einer Senioren-WG oder Seniorenresidenz zu leben, ist Hamburg (6,8% bzw. 5,5%). Die Senioren-Hausgemeinschaft hat den größten Freundeskreis in Baden-Württemberg (6,7%). Und die meisten Unentschlossenen leben in Sachsen (34,1%).


Repräsentatives Ergebnis für ganz Deutschland

Die Untersuchung wurde im Auftrag des VdW Bayern von der Gesellschaft für Konsum-, Markt- und Absatzforschung (GfK) in Nürnberg durchgeführt. Sie interviewte 1.009 Männer und Frauen ab 14 Jahren aus dem gesamten Bundesgebiet.

* * *
Der Abdruck ist frei. Wir bitten um ein Belegexemplar.

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Im VdW Bayern sind knapp 500 bayerische Wohnungsunternehmen zusammengeschlossen – darunter 336 Wohnungsgenossenschaften und 86 kommunale Wohnungsunternehmen. Die Mitgliedsunternehmen verwalten rund 570.000 Wohnungen, in denen ein Fünftel aller bayerischen Mieter wohnen.

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