(openPR) Berlin hat einen ganz neuen Beruf: den Fachpraktiker für Nutzerbefragungen/-perspektive. Die Idee hinter dem neuen Berufsbild ist, dass behinderte Menschen Dienstleistungen für sie am besten selbst beurteilen können. Als Experten in eigener Sache bringen sie ihre Erfahrungen ein. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) in Berlin hat das Berufsbild jetzt offiziell anerkannt.
Die positiven Erfahrungen mit der Ausbildung zum nueva Evaluator waren
der Anstoß für die Lebenshilfe Bildung, daraus einen anerkannten Ausbildungsberuf zu machen. Ende 2012 hatte der Berliner Bildungsträger seinen ersten, deutschlandweit einmaligen Ausbildungsgang erfolgreich abgeschlossen. Zwölf Auszubildende arbeiten inzwischen als Evaluatoren bei der GETEQ (Gesellschaft für teilhabeorientiertes Qualitätsmanagement) und werden nach Tarif bezahlt.
„Durch unsere Arbeit finden wir heraus, wie es den Menschen mit Behinderung in Wohneinrichtungen und in der Werkstatt geht. Wir können dabei helfen, die Angebote zu verbessern“, erklärt Evaluator Enrico Schaffrath. „Ich will Menschen unterstützen, die ihre Meinung nicht sagen können und ihnen zu ihrem Recht verhelfen“, ergänzt seine Kollegin Cordula Schürmann.
Für die Berliner Arbeitssenatorin Dilek Kolat ist die Arbeit der GETEQ zukunftsweisend: „Es ist ein gelungenes Beispiel, dass junge Menschen trotz Behinderung eine betriebliche Ausbildung abschließen und in einem Unternehmen eine reguläre Arbeit aufnehmen können. Mit diesem Ansatz in die Breite zu gehen, wird Politik des Senats sein.“
Maßgeblich finanziert wurde der erste Ausbildungsgang durch das Landesamt für Gesundheit und Soziales. „Wir freuen uns über die nachhaltige Wirkung des Pilotprojekts. Die Ausbildungsregelung stärkt die Position von Menschen mit Behinderung am ersten Arbeitsmarkt“, sagt Franz Allert, Präsident des Landesamts.
Die Lebenshilfe dankt der IHK Berlin und dem Landesausschuss für Berufsbildung für die Unterstützung












