(openPR) Was junge Menschen zu sagen haben, findet zu wenig Niederschlag in der Politik. Auf vielen verschiedenen Ebenen gibt die dbb jugend nrw daher Gas, um euren Ideen eine Stimme zu geben und eure Interessen in der Politik unterzubringen. Auf dem Jugendkongress, der auf Initiative des Landesjugendrings am kommenden Freitag im Landtag stattfindet, gibt es dazu die nächste Chance.
Dass Jugendliche zu wenig Einfluss auf die Politik nehmen können, die unser Land bestimmt, findet nicht nur die dbb jugend nrw. Viele Jugendverbände bemängeln das ebenso. Darum hat der Landesjugendring als Dachverband für die unterschiedlichsten Jugendverbände in NRW sich auf die Fahne geschrieben, dafür zu sorgen, dass die Anliegen junger Menschen nicht untergehen. In den letzten Monaten wurde quer durch die Republik in über 20 Jugendforen zusammengetragen, was an Themen ansteht, die die Jugend berührt. Rund 1.500 Jugendliche haben mitgestaltet und angemerkt, was sie stört - im Bildungsbereich ebenso wie in Sachen Umwelt oder Wirtschaft.
Die Initiative "umdenken – jungdenken! Frische Ideen für NRW" hat also nicht gerade erst begonnen, sondern schon vor Monaten. Auftaktveranstaltung bildete ein Fachkongress des Landesjugendrings. Er fand statt nach der "Jukon", einer Initiative der Landesregierung, bei der es ebenfalls darum ging, junge Meinungen einzufangen. Dort war damals Matthäus Fandrejewski als Delegierter für die dbb jugend nrw am Start und hatte die Anliegen der Mitglieder der dbb jugend nrw eingebracht. Um nun den Prozess weiter zu begleiten wird er auch beim Kongress im Landtag dabei sein.
Politische Umsetzung lässt auf sich warten
Denn das Manko der langsam agierenden Politik zeigt sich einmal mehr darin, dass auch nach dem Fachkongress vor eineinhalb Jahren die Landesregierung noch nicht mitteilen konnte, was aus den Anregungen der Jugendlichen geworden ist. "Der Bericht der Landesregierung steht noch aus", erklärt die Referentin für Jugendpolitik des Landesjugendrings, Sarah van Dawen. Mit Spannung wären die Ergebnisse erwartet worden. Nun hofft man, zur geplanten Nachfolgeveranstaltung des Jugendkongresses im Herbst das entscheidende Papier in Händen zu halten, das Aufschluss darüber geben soll, wo konkret die Meinung der Jugend in der Politik Niederschlag gefunden hat. Eines der entscheidenden Probleme zwischen politischem Handeln und dem Umsetzen junger Ideen scheint zu sein, dass "politische Prozesse zeitlich nicht abgestimmt sind auf die Anforderungen Jugendlicher", so formuliert es van Dawen.
Wie es also weiter gelingen wird, die Vorschläge der jungen Erwachsenen im Kabinett und auch auf kommunaler Ebene voranzubringen, wird sich zeigen. Geplant ist jedenfalls, dass nach dem Kongress in dieser Woche auch in den einzelnen Kommunen die jungen Interessen vorangebracht werden. Der Landesjugendring zeigt sich optimistisch, dass Jugendministerin Schäfer die Sache weiter mit voranbringen wird und am Ende mehr übrig bleibt als die Feststellung, dass junge Menschen politisch interessiert sind.
In der Politik bleibt Platz für mehr
Die Statements, die vorab unter anderem Landtagspräsidentin Carina Gödecke, Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann, aber auch Komödiant Bernd Stelter zur Initiative abgegeben haben, lassen jedenfalls Platz für mehr. So lässt Carina Gödecke wissen: "Jungdenken ist wichtig, weil… ich fünf Enkelkinder habe und es ihnen gut gehen soll!"









