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Eine gefährliche Belohnung

17.01.201415:36 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Eine gefährliche Belohnung

(openPR) Einen Marathon laufen, mit dem Rauchen aufhören oder einfach mehr Zeit für sich nehmen: Wer gute Vorsätze durchhält, erlebt Erfolgsmomente. Doch Vorsicht! Erfolgskicks im Sport oder Beruf haben Suchtpotenzial. Was im Gehirn eine Belohnung auslösen kann, birgt stets auch die Gefahr, abhängig zu machen. Das ist die fatale Nebenwirkung der Motivation. Doch sie rettet auch Leben. Hunger und Durst gehören zu den wirklich wichtigen Motivatoren, die den Menschen antreiben. Taktgeber ist dabei das Belohnungssystem. Es reguliert durch den ausgeschütteten Neurotransmitter Dopamin, was als mehr oder weniger angenehm empfunden wird. Das Onlinemagazin www.dasGehirn.info nimmt sich im Januar des Themas Motivation an und erklärt, wie sie im Gehirn entsteht, was davon angeboren, was erlernt ist, wie sie wirkt und wie man diese lenken kann.

Im Glück vereint sind romantische Gefühle und sogar die Steuerzahlungen. Sie führen zu Freude oder Zufriedenheit – und werden so zu einer Motivation. Denn das menschliche Gehirn „möchte“ belohnt werden! Ein gutes Thema, um das neue Jahr zu beginnen, meint www.dasGehirn.info. Im aktuellen Schwerpunktthema erklärt das Onlinemagazin die „Motivation“ – diesmal nicht nur aus Sicht der Hirnforschung. Neben Neurowissenschaftlern kommen auch Zehnkämpfer und Motivationspsychologen zu Wort.

Motiviert und glücklich zugleich?
1954 sitzt eine Laborratte in einer fast leeren Box und betätigt in regelmäßigen Abständen einen Hebel. Ziel ist nicht etwa, an Futter zu gelangen. Vielmehr verschafft sich das Tier mittels Stromimpuls einen „Glückskick“. In diesem berühmten Experiment entdeckten US-Forscher James Olds und Peter Milner vom California Institute of Technology eher zufällig das Belohnungssystem im Rattenhirn. Doch wie ist es beim Menschen? Auch hier findet sich dieses Hirnareal. Die Autorin Tanja Krämer meint: „Vielleicht sollten Forscher diesen Teil des Belohnungssystems besser in Motivationssystem umbenennen.“ Die Hirnforschung widerlegt mittlerweile die Annahme, dass das ausgeschüttete Dopamin für den Lustgewinn und das Hochgefühl verantwortlich ist. Stattdessen wirkt es als Neurotransmitter der Belohnungserwartung motivationsfördernd. Wenn sich das Ersehnte einstellt, erst dann werden Endorphine freigesetzt – die letztlich Glücksgefühle auslösen.

Das Gehirn will belohnt werden: von der Suche zur Sucht
Schneller, höher, weiter: Motivation treibt Menschen an, etwas zu tun. Manche Motivatoren sind angeboren, manche erlernt. „Neugeborene lächeln, wenn ihnen ein Wattestäbchen mit Zuckerlösung in den Mund gesteckt wird und verlangen mehr“, erklärt Neurologe Markus Ullsperger von der Radbourd-Universität Nijmegen. Die süße Lösung aktiviert oder verstärkt den Wunsch nach Befriedigung des Appetits. Das lässt sich auch auf andere Bereiche des Lebens übertragen. Wer kennt ihn nicht, den Hunger nach Erfolg! Jedoch können Triumphe süchtig machen. Dopamin fördert Verhalten, das Erfolg versprechend ist. „Wenn man bestimmte Ziele anstrebt, hat man dabei meist eine positive Stimmung, man wird regelrecht vorangetrieben“, sagt Psychologe Gerhard Stemmler von der Universität Marburg. Schwerwiegendere Folgen hat die Sucht nach Nikotin, Drogen und Alkohol. Die Genussmittel stimulieren länger und deutlich stärker als beispielsweise Essen. Da Süchtige oft unter einem Belohnungsdefizit leiden, versuchen sie das Motivationszentrum immer stärker zu stimulieren und die Abkürzung zur neuronalen Belohnung zu nehmen. Das bleibt nicht ohne Folgen für das Denkorgan. „Abhängigkeit ist eine Hirnkrankheit“, formuliert es Alan Leshner, langjähriger Chef des staatlichen Instituts für Drogenmissbrauch in den USA.

Erstaunliche Vorlieben mit verführerischer Kraft
Die Hirnforschung hat die verführerische Kraft von Erotik oder Liebe inzwischen entzaubert. Romantiker sollten besser nicht weiterlesen. Denn der wissenschaftliche Blick auf die Liebe ist ernüchternd. Forscher glauben, dass nicht nur der Sexualtrieb sondern auch die Fokussierung auf einen Partner indirekt der Fortpflanzung dient. Ferner aktiviert die Schönheit das menschliche Belohnungssystem. In einer Untersuchung von 2001 lösten allein die Fotos attraktiver Frauenantlitze bei Männern eine Belohnung aus.

Die schlechte Nachricht zum Schluss. So schnell wie der Belohnungseffekt und die positiven Gefühle entstanden sind, genauso schnell verschwinden diese wieder. Es ist jedoch von der Natur gut eingerichtet: So entsteht Platz für neue Ziele und Antriebe!

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