(openPR) : Farb-Räume :
Samstag, 25. Januar 2014
Rautenstrauch-Joest-Museum | Forum VHS
Cäcilienstraße 29-33 | Köln
19.30 Uhr Konzert
// in Kooperation mit der VHS Forum Köln
Neu klingt zu jeder Zeit etwas anderes. In seinem Konzertprogramm »Farb-Räume – ein Spektrum neuer Klänge« zeigt das E-MEX-Ensemble, wie sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur der Klang der neuen Musik verändert hat, sondern auch ihre Erzeugungs- und Rezeptionsbedingungen. Diese Entwicklungen verschiedenster künstlerischer Ansätze beleuchtet E-MEX mit Werken von Karlheinz Stockhausen und Helmut Lachenmann, die für einen Impuls stehen, der über die Spektralmusik von Gérard Grisey und Tristan Murail bis in die Gegenwart wirkt.
Der Fokus des Programms liegt auf zu ihrer Zeit neuartigen Klängen, insbesondere durch Einbeziehung elektronischer Mittel, wie es in Stockhausens Studie I der Fall ist. Auch die unkonventionelle Behandlung von Instrumenten und eine neue Auslegung ihrer klanglichen Möglichkeiten, wie sie in den 1960er Jahren von Helmut Lachenmann als »musique concrète instrumentale« entwickelt worden ist, wird ein Schwerpunkt des Programms sein. So rückte Lachenmann u.a. mit seinem Werk Pression für Cello solo, das eine Fülle an neuen Spieltechniken, Klangresultaten und Rezeptionsmöglichkeiten bot, die Musik weit weg von der sinfonischen Tradition.
Die Komponisten Murail und Grisey gelten als Mitbegründer der Spektralmusik, die sich auf den Klang in seiner sinnlichen und physikalischen Erscheinung konzentriert und aus ihr harmonische, zeitliche und formale Strukturen ableitet. Murails Treize couleurs du soleil couchant von 1978 wurde zu einem richtungsweisenden Werk und machte die Spektralmusik international bekannt. Zudem ist es eines der frühesten Beispiele für den Einsatz von Live-Elektronik.
Neben diesen großartigen Kompositionen der Avantgarde-Pioniere des 20. Jahrhunderts wird auch ein Werk von Cort Lippe erklingen, das im Auftrag des E-MEX-Ensembles entstanden ist und ihm gewidmet wird. Cort Lippe zählt zu den international bekanntesten Komponisten elektronischer Musik und spielt seit über 20 Jahren weltweit eine wesentliche Rolle bei der Erforschung neuer technischer Möglichkeiten und der Entwicklung von Software für interaktive Computermusik und Live-Elektronik.
Programm:
Karlheinz Stockhausen (1928 – 2007)
Studie I (1953)
elektronische Musik
Helmut Lachenmann (*1935)
Pression (1969)
für Cello solo
Gérard Grisey (1946 – 1998)
Solo pour deux (1981)
für Klarinette und Posaune
Tristan Murail (*1947)
Treize couleurs du soleil couchant (1978)
für Flöte, Klarinette, Klavier, Violine, Violoncello und Live-Elektronik
Cort Lippe (*1953)
Music for Septet and Computer (2013)
für Ensemble und Elektronik (Flöte, Klarinette, Posaune, Violine, Violoncello, Klavier, Schlagzeug) (UA)
für E-MEX
E-MEX
Evelin Degen – Flöte
Joachim Striepens – Klarinette
Andreas Roth – Posaune
Kalina Kolarova – Violine
Burkart Zeller – Violoncello
Martin von der Heydt – Klavier
Michael Pattmann – Schlagzeug
Bernd Schultheis – Klangregie
Christoph Maria Wagner – musikalische Leitung
Gefördert von der Kunststiftung NRW und dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW. In Kooperation mit der VHS Forum Köln.
Eintritt: 7 € / ermäßigt 5 €










