(openPR) 18.12.2013, Zweibrücken — In Deutschland herrscht gerade im Bereich MINT ( (Mathematik – Informatik – Naturwissenschaft – Technik) eine Fachkräftelücke. Es gibt mehr Ausbildungsstellen im technischen und naturwissenschaftlichen Bereich als entsprechende Bewerber.
Das bedeutet: MINT Berufe sind gefragt. Um das Interesse an den sogenannten MINT-Berufen zu wecken wird seit dem Schuljahr 2012/2013 an der Integrierten Gesamtschule in Contwig im Rahmen der „Erweiterten Berufsorientierung“ (EBO) eine MINT AG angeboten.
Dieses Angebot führt der Internationale Bund e.V. – gefördert durch die Bundesagentur für Arbeit sowie durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) – durch.
Einmal in der Woche treffen sich Interessierte und beschäftigen sich mit naturwissenschaftlichen Fragestellungen, beispielsweise: Wie kann ich mit LEDs eine einfache Beleuchtung bauen? Oder bei dem mathematischen Knobel– und Geduldsspiel: Wie viele Scheiben muss ich bewegen, damit ich bei den „Türmen von Hanoi„ den gesamten Stapel auf einen anderen Platz schieben kann?
In diesem Schuljahr erhalten Schülerinnen und Schüler in der MINT AG professionelle Unterstützung: In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Kaiserslautern (University of Applied Sciences) finden seit November 2013 einmal im Monat Workshops zu verschiedenen Themenbereichen statt, um den Schülerinnen und Schülern die praktische Seite näher zu bringen.
Welche Berufsbilder interessieren mich? In welchem Beruf kann ich mir vorstellen später einmal zu arbeiten?
Begonnen hat der Workshop mit dem Thema „(Handy-)Taschen selbst gemacht“, um den Umgang mit dem Werkstoff Leder zu demonstrieren. Zudem erhielten die Schülerinnen und Schüler einen Überblick über die Ausbildungsangebote der Fachhochschule.
Am 12. Dezember hielt Dr. Isabell Lobert, Biologin an der FH Kaiserslautern, den Workshop „Täter gesucht“. 22 Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9, aus insgesamt drei AG´s, nahmen daran teil.
Sie mussten durch verschiedene Tests Blut nachweisen und durch eine Art Ausschlußverfahren, der Kreuzprobe, die Blutgruppe eines fiktiven Täters zur Aufklärung eines Kriminalfalles herausfinden. Bei der nachmittäglichen Veranstaltung bekamen die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die Arbeit der Bio-Chemie: Woraus besteht Blut und wie ist es zusammengesetzt, was ist das AB0-System. Die Dozentin stellte dabei drei gängige Tests der Forensik zum Blutnachweis vor.
In Zweiergruppen und ausgerüstet mit Kittel, Handschuhen und Schutzbrillen, erlebten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gewissermaßen Chemie zum Anfassen: Mit Stäbchen und Ampullen wurde der Täter schließlich entlarvt.
Aus hygienischen Gründen arbeiteten die Schülerinnen und Schüler natürlich nicht mit echtem Blut.
„Der hohe Praxisanteil des Workshops, den die Schülerinnen und Schüler erbringen durften, kam bei allen gut an. Sie konnten den gehörten Theorieteil unmittelbar umsetzen und waren damit erfolgreich – sonst kennen sie diese Tests vielleicht höchstens aus Krimi-Serien wie CSI, im Fernsehen“, so Jörg Ohlmann-Vollmar, IB-Mitarbeiter in der EBO.
Schülerinnen und Schülern berufliche Chancen aufzeigen, Ausbildungsangebote beleuchten und Potenziale ausloten: EBO ist ein Projekt mit Erfolgsgeschichte. Man sieht es an der Beständigkeit: Die erste Maßnahme in Zweibrücken startete bereits im Oktober 2007.
Derzeit nutzen neben der Realschule Plus und der Integrierten Gesamtschule in Contwig auch die Canada Schule sowie die verschiedenen Standorte der Herzog Wolfgang Realschule Plus (Mozartstraße, Wackenstraße, Hofenfelsstraße) das Projekt und rund 300 Jugendliche profitieren direkt davon.
Lehrer, Eltern und Schülerinnen wie Schüler sind sich einig: Die EBO ist ein sinnvolles Angebot!
Die Unterstützung in Sachen „Arbeitswelt“ hat schon vielen jungen Menschen den Weg zum Traumjob geebnet.
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Mehr über die Arbeit des IB in Zweibrücken finden Sie auf der Standortseite des Bildungszentrums unter:
www.internationaler-bund.de/bz-zweibruecken
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Infos über die rheinland-pfälzische Arbeitspolitik und den Europäischen Sozialfonds finden Sie hier:
www.masgff.rlp.de
www.esf.rlp.de
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Allgemeine Informationen zum ESF erhalten Sie auf den Internet-Seiten der Europäischen Union: ec.europa.eu/employment_social/esf/index_de.htm











