(openPR) 15.05.2014, Zweibrücken — MINT das bedeutet: Mathematik – Informatik – Naturwissenschaft – Technik. In diesen Bereichen gibt es deutschlandweit derzeit einen Fachkräftemangel. Um das Interesse der heranwachsenden Generation an den sogenannten MINT-Berufen zu wecken, wird seit dem Schuljahr 2012/2013 an der Integrierten Gesamtschule in Contwig im Rahmen der Vertieften Berufsorientierung (VBO) des Internationalen Bundes (IB) e.V. Zweibrücken eine MINT AG angeboten.
Tatsache ist, dass es mehr Ausbildungsstellen im technischen und naturwissenschaftlichen Bereich gibt als Bewerber. MINT-Berufe sind also gefragt. Dieses Angebot führt der Internationale Bund e.V. Zweibrücken – gefördert durch die Bundesagentur für Arbeit sowie durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union – durch.
Bereits im Dezember konnte über den ersten Workshop „Täter gesucht“ berichtet werden.
Noch immer treffen sich wöchentlich Interessierte und beschäftigen sich mit naturwissenschaftlichen Fragestellungen.
In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Kaiserslautern (University of Applied Sciences) finden seit Ende 2013 Workshops zu verschiedenen Themenbereichen statt. Die Schülerinnen und Schülern sollen eine Vorstellung darüber bekommen, welche Berufsbilder sie interessant finden und in welchem Beruf sie später arbeiten wollen.
Dr. Isabell Lobert, Biologin an der FH Kaiserslautern, leitete den Workshop „Isoliere deine eigene DNA“. DNA steht für „Deoxyribonucleic acid“ - also der englischen Bezeichnung für Desoxyribonukleinsäure, die auch mit DNS abgekürzt wird.
Unterstützt durch drei Helferinnen des Instituts führte sie die 19 Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9, aus insgesamt drei AG´s, durch das Seminar.
Zunächst gab die Biologin einen Einblick in den theoretischen Hintergrund zum Thema DNA: Sie trägt die gesamte genetische Information eines Menschen in sich und ist in fast jeder Zelle des Körpers enthalten. Die DNA oder DNS besteht Zucker und Basen in Form einer Doppelhelix.
Um nun die eigene DNA zu isolieren, mussten die Schülerinnen und Schüler zunächst auf der Wangeninnenseite herumkauen, um Zellen zu lösen. Mithilfe von Wasser, mit dem sie sich eine halbe Minute den Mund spülen mussten, konnte die genetische Information in ein Reaktionsgefäß gebracht werden. Durch eine Extraktionslösung aus mehreren Bestandteilen, das Erhitzen auf 50°C und das anschließende Herunterkühlen sowie das zuführen eiskalten Alkohols, konnte so die DNA sichtbar gemacht werden. Zur Erinnerung konnten die Jugendlichen ihre eigene DNA in einen Kettenanhänger füllen.
Der Umgang mit Pipette und Reagenzglas bereitete den Schülerinnen und Schülern sichtlich Freude — auch wenn es dafür sehr viel Fingerspitzengefühl brauchte.
Jörg Ohlmann-Vollmar, IB-Mitarbeiter in der VBO, unterstützte seine Schützlinge, half bei kleinen Umfüllschwierigkeiten aus und beriet auch gerne in der Farbwahl für die fertigen Ketten.
Wie erfolgreich das Projekt VBO ist, lässt sich an seiner Durchführungszeit ablesen, denn die erste Maßnahme in Zweibrücken startete bereits im Oktober 2007. Neben der Realschule Plus und der Integrierten Gesamtschule in Contwig nutzen auch die Canada Schule sowie die verschiedenen Standorte der Herzog Wolfgang Realschule Plus (Mozartstraße, Wackenstraße, Hofenfelsstraße) das Projekt und rund 300 Jugendliche profitieren direkt davon. Sie können so ihre Potenziale ausloten und bekommen häufig berufliche Möglichkeiten aufgezeigt.
Bei den Schülerinnen und Schülern kamen die bunten und sehr persönlichen Schmuckstücke sehr gut an. Und so zeigte sich auch diesmal: Die VBO ist ein sinnvolles Angebot, das die Jugendlichen bei ihrer Suche nach dem geeigneten Beruf Unterstützung bietet.
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