(openPR) Die Städtische Galerie Straubing zeigt vom 16. November 2013 bis 06. Januar 2014 eine Auswahl von 40 Messerschnitten von Hans Lankes.
Diese Messerschnitte sind oft sehr großformatige Papierarbeiten, die teils frei an der Wand hängen, teils auf Leinwände oder Holz geklebt sind. Ein wichtiger Arbeitsansatz ist dabei, dass die Messerschnitte nur punktuell geklebt werden, damit die Arbeiten so frei wie möglich hängen können und so der Schatten hinter dem Messerschnitt sichtbar wird und dreidimensional wirken kann.
Hans Lankes "zeichnet" mit dem Messer, wenn er mit Cutter oder Skalpell seine Motive aus dicken Papieren oder Folien schneidet, herausschält, so viel wegschneidet bis das gewünschte Bild erscheint.
Wenn man hört wie der Künstler seinen Arbeitsprozess beschreibt, könnte man an Bildhauerei denken: die Auswahl der Papiergröße, die Entwicklung eines Bildkonzeptes und das eigentliche Schneiden, das dann fast meditativ geschieht.
Wenn während der Arbeit eine Art "Flow" entsteht, kann der Künstler die Umwelt komplett ausblenden und sich ganz auf den Prozess des Schneidens konzentrieren – wie das jeweilige Bild aussehen soll, steht vor Arbeitsbeginn fest.
Keine Tricks, keine Effekte, es geht um den radikalen Schnitt, die harte Kante, um klare Entscheidungen.
Die Messerschnitte von Hans Lankes sind Konzentrate und Verdichtungen, die durch ihre Kraft und Lebendigkeit eine Raum beherrschende Wirkung erzielen.
Als Betrachter ist man fasziniert von der außerordentlichen Virtuosität des Künstlers und den Mehrdeutigkeiten seiner Arbeiten.
Die „Bilder hinter den Bildern“ und der „doppelte Boden“ auf dem man sich hier bei der Bildbetrachtung bewegt, sorgen dafür, dass in der Ausstellung Auge und Hirn zu Höchstleistungen angeregt werden können.
Fazit: Die Schau „Hans Lankes Messerschnitte“ ist eine aufregende und radikale Ausstellung und ein absolutes „Must“ für alle die an aktueller Kunst interessiert sind.
(Matthias Selzer)











