(openPR) Hans Lankes zeigt vom 16. März bis 15. April 2012 im Foyer Wintergarten im Künstlerhaus Regensburg Messerschnitte & Prints.
Wir leben in einer Überfülle von Bildern. Wir erleben eine tägliche Bilderflut.
Die Bilder die uns erreichen, überlagern sich, bilden Collagen und verschwinden wieder.
Nur wenige einzelne Bilder bleiben an uns haften, verankern sich im Gedächtnis. Fotos, Filme, gemalte oder gezeichnete Bilder, bewegte Bilder, Film- und Video-Stills, private Bilder, öffentliche Bilder... Bilder, die nur eingebildet sind.
Wir sind geradezu überrascht, wenn mal ein "Image" nicht "available" ist.
Was ist ein Bild? Wann wird ein Bild zu einem Bild? Was machen Bilder mit uns? Was sehen wir in einem Bild? Wie individuell ist das Sehen?
Wenn fünf verschiedene Personen ein bestimmtes Bild betrachten, sehen diese fünf Betrachter eventuell fünf verschiedene Bilder.
Jeder Betrachter macht sich sein eigenes Bild.
Das Bild, das man sich macht, hängt von der Erfahrung, von der Bilderfahrung ab - davon also, wie viel man gesehen hat und vom erlernten Schauen.
Die Bild-Erkenntnis kommt immer von Kenntnis.
Mit diesen Fragen arbeiten Künstler wie Hans Lankes.
Was ist ein autonomes Bild? Ein Bild das für sich selbst steht. Der Künstler erzählt keine Geschichte, der Künstler bietet keine Illustrationen. Der Künstler will uns nichts sagen, der Künstler zeigt ein Bild.
Die Geschichten entstehen in den Köpfen der Betrachter. Ganz individuell. Denn die Bilder von Hans Lankes sind oft mehrdeutig und vielschichtig.
Wir sehen diese Bilder eben wie "offene Geschichten", die nicht ganz auserzählt erscheinen, weil wir Andeutungen erkennen/spüren und dadurch aufgefordert werden, das Gesehene weiter zu denken.
Neben einer Serie von Messerschnitten, die auch mit Film zu tun haben, werden weitere Messerschnitte und Inkjetprints gezeigt.
Die Bilder werden mit dem Messer aus einem Blatt Papier geschnitten. Dabei nützt Hans Lankes keine Computerprogramme oder Schneidplotter. Statt auf computertechnische Perfektion setzt er ganz bewusst auf künstlerische Perfektion, die einhergeht mit handwerklicher Akribie. Hans Lankes Arbeiten entstehen so in einer betont "handgemachten" Technik.
(Regina Hoff)











