(openPR) Die Tierrechtsorganisation PETA setzt auch in Zukunft auf drastische Bilder
„Diese provokative Vorgehensweise wird von der Medienöffentlichkeit beachtet. Uns wäre es auch recht, wenn wir unsere Informationen durch mehr Fakten, durch detailliertere Informationen an das Publikum bekommen könnten“, sagt Harald Ullmann, Vizepräsident der Tierrechtsorganisation PETA, Gerlingen.
Mit einem abgepackten Stück Fleisch assoziiere kaum jemand ein lebendiges Tier, erklärt Ullmann. Tierprodukte seien so entfremdet, dass man Leute nur durch drastische Kommunikationsmittel aufrütteln könne. Die Kampagne „Lieber nackt als Pelze tragen“ mit Supermodels, Schauspielern und anderen Prominenten ist besonders bekannt.
Im letzten Jahr stieß PETA eine Debatte über werbliche Tabus an: Unter dem Titel „Der Holocaust auf Ihrem Teller“ wurden Legebatterien mit Konzentrationslagern verglichen und auf Plakaten gegenüber gestellt. PETA erhielt wegen der Bilder eine einstweilige Verfügung, aber auch viel Zuspruch und vor allem Öffentlichkeit. Es sei zwar nicht jedes Mittel recht, aber PETA gehe schon sehr weit, sagt Ullmann. Was in den Medien akzeptiert sei, würde PETA eben auf Fragen des Tierrechts anwenden. Provokation sei aber nur eine von vielen Methoden, betont Ullmann. PETA biete auch ausführliche Hintergrundinformationen.
Dass PETAs Kampagnen funktionieren, ist nach Angaben Ullmanns messbar. So ging der Pelzumsatz in den 80er und 90er Jahren nach zahlreichen Protesten von Tierrechtlern um bis zu 50% zurück. Oder General Motors: Die Tierrechtsorganisation hat erreicht, dass der Automobilkonzern seine Unfalltests mit Schweinen und Frettchen einstellt. Daher setzt PETA auch in Zukunft auf drastische Bilder. Diesen Winter sollen zum Beispiel Videos über die Fleischproduktion gezeigt werden, auf Leinwänden in den Innenstädten.
PETA heißt „People for the Ethical Treatment of Animals”, also „Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren”. Die Organisation tritt weltweit für Respekt gegenüber Tieren ein. Sie wendet sich daher gegen Tierquälerei und den Konsum tierischer Produkte. Weltweit gibt es 850 000 PETA-Mitglieder. Die Zahl steigt, besonders in Deutschland.
Kontakt Harald Ullmann, Gerlingen
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Telefon: 07156-178-280
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