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Die Gesundheitspolitik jenseits der freien Marktwirtschaft

13.01.200615:39 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Die große Koalition kommt nicht zu einem Konzept, welches der freien Marktwirtschaft in unserem Lande nahe kommt. In der Gesprächsrunde bei Stern TV zum Thema Inflation hat sich gezeigt, dass in der Lebensmittelbranche durch die starke Konkurrenz die Preise stabil bleiben. Warum sollte man nicht auch in der Gesundheitspolitik für freie Marktwirtschaft mit ausreichender Konkurrenz sorgen. Klar werden dann einige Kassen auf der Strecke bleiben und andere wiederum einen regen Zulauf erhalten. Warum soll der Bürger nicht entscheiden können, welche Leistung er zu welchem Preis haben will? Will er nur per E-Mail mit seiner Krankenkasse kommunizieren oder will er eine Zweigstelle in jeder Gemeinde. Solche Freiheiten dachte ich, gibt es in unserem Land, aber durch den Risikostrukturausgleich werden viele kostengünstige Krankenkassen zu hohen Beiträgen gezwungen. Auch mit dem vorgeschriebenen Mindestbeitrag kann eine Krankenkasse sich nicht voll in ihrem Preis-Leistungs-Verhältnis präsentieren. Wie soll ein gesetzlich Pflichtversicherter denn in den Genuss einer privaten Vollversicherung kommen, wenn er unterhalb der BBG verdient, sich diese aber für ihn rechnen würde. Die Leistungen, der Beitrag und die Beitragsstabilität müsste er sich momentan auf seine Kosten noch oben drauf packen. Und hier hat die Regierung schon die BBG angehoben, so dass immer weniger Personen in diesen Genuss kommen können. Das Umlageverfahren in der gesetzlichen Rentenversicherung wurde ja auch schon mit der Basisrente aufgebessert, weil auch hier das Verfahren nicht mehr funktioniert. Hat die Regierung denn keinen Mut sich auch hier der Kapitaldeckung zu bedienen?

Artikel von Alexander Liebscher vom 13.01.2006


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