(openPR) Kielce, 28. Mai 2013 – Vom 21.-24. Mai 2013 fand im zentralpolnischen Kielce bereits zum 19. Mal die AUTOSTRADA-POLSKA, Internationale Messe für die Straßenbauindustrie statt. Die Messe ist die Leitmesse der Branche in Polen mit Signalfunktion für ganz Mittel- und Osteuropa.
Zusammen mit AUTOSTRADA-POLSKA fanden drei weitere Messen statt: MASZBUD, die 15. Internationale Messe für Bauanlagen, Baumaschinen und Spezialfahrzeuge, TRAFIC-EXPO, die 9. Internationale Messe für Flughafentechnologie und Infrastruktur sowie ROTRA, die 5. Internationale Messe für Straßentransport.
Insgesamt stellten 409 Firmen aus 21 Ländern ihre neuesten Entwicklungen vor. Aus Deutschland waren dieses Jahr 43 Unternehmen vertreten.
Gezeigt wurden die aktuellen Trends der Branche: Neueste Anlagen und Materialien zum Bau von Straßen, Brücken, Überführungen, Tunneln sowie Tankstellen bestimmten das Bild der Messe. Daneben wurden Produkte der Straßeninfrastruktur und des Verkehrsmanagements wie Straßenschilder, Warnanlagen, Lärmschutzsysteme, Verkehrssicherheitssysteme ausgestellt. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Vorstellung branchenspezifischer Umweltschutztechnologien.
Die Ausstellung wurde durch ein breit gefächertes Konferenzprogramm begleitet. In dessen Rahmen organisierte die Unternehmensberatung TOR eine Debatte über die Einführung von Public-Private-Partnerships (PPP) im Straßenbau. Deutlich wurde, dass bei den noch ausstehenden Neuerungen der polnischen Straßeninfrastruktur zunehmend auch private Geldgeber eine Rolle spielen werden.
Zum ersten Mal konnten Besucher bereits im Vorfeld via mobiler App sich das Programm der Messe sowie die Hallenpläne herunterladen und ihren individuellen Messebesuch gestalten. Die App erfreute sich rasch großer Beliebtheit. Als sie Anfang September 2012 über den polnischen Apple App Store zum Download angeboten wurde, schaffte sie es bereits in der ersten Woche mit über 7000 Downloads auf die Liste der TOP-100.
Damit sich das Fachpublikum der Messe einen möglichst realistischen Eindruck von den ausgestellten Anlagen und Maschinen machen konnte, wurden zahlreiche Maschinen im Betriebszustand gezeigt. Veranstaltet wurden die Vorführungen vom Institut für Verkehrssicherheit und der schlesischen Hochschule in Kattowitz sowie der polnischen Kammer für die Straßenbauwirtschaft und dem Institut für die Mechanisierung des Bau- und Hüttenwesens.
Die Messe in Kielce folgt damit einem allgemeinen Trend internationaler Messen: Immer mehr Präsentationsfläche wird zur Vorführung zum Teil spektakulärer Events genutzt. Nach dem Motto: Events statt Stände setzen vor allem größere Unternehmen zunehmend auf möglichst eindrucksvolle und raumgreifende Darstellungen ihrer Maschinen und Anlagen. Der Platz für konventionelle Messestände ist derweil im Schwinden begriffen.
Angesichts des Umstands, dass nach Einschätzungen von Branchenexperten 2013 das Volumen des Straßenbaus in Polen um 27 % fallen wird, betonte Andrzej Mochon, Direktor der Messegesellschaft Kielce, bei der Eröffnung der Messe die strategische Bedeutung von Messen beim Marketing von Firmen gerade auch in Krisenzeiten einer Branche. Mochon berief sich auf die Erkenntnisse der AUMA, den Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der deutschen Wirtschaft. Gemäß AUMA stellen internationale Messen für Unternehmen das wichtigste Marktinstrument im B2B-Bereich dar. Sie sind Verkaufshilfe und Kontaktbörse Nr. 1. Nach Angaben der AUMA reservieren Straßenbauunternehmen nach wie vor bis zu 40 % ihres Marktingbudgets für Messepräsenzen.
Trotzdem: Die Flaute der Branche machte sich auf der Messe durch einen leichten Rückgang der Besucherzahlen bemerkbar. Mochon: „Die vergangenen Jahre waren Gipfeljahre der Branche. Dieses Jahr allerdings ist die AUTOSTRADA-POLSKA kleiner als in den vergangenen Jahren. Trotzdem hat sie ihren Charakter als Leitmesse nicht verloren.“ Die AUTOSTRADA-POLSKA stünde auch heute noch an 1. Stelle in Polen und habe auch für den europäischen Raum eine wichtige Indikatorfunktion.
Positive Signale für die Zukunft der Branche kamen von Lech Witecki, Leiter der polnischen Generaldirektion für Nationalstraßen und Autobahnen (GDDKiA). Ab kommendem Jahr eröffnen sich dank eines neuen Fonds weitere Finanzierungsmöglichkeiten für mittelfristig ausgerichtete Straßenbauprojekte bis 2020. Auch wirken sich bisherige Förderungen positiv auf das Image der Branche aus. So sei laut Witecki eine Qualitätssteigerung bei polnischen Unternehmen über die letzten Jahre hinweg durchaus feststellbar.












