(openPR) Mehr als 100.000 Anleger sind von der aktuellen Flaute in der Schifffahrt betroffen. Anteile von Schifffonds können reihenweise nur noch für weniger als 50% der eingezahlten Eigenkapitalbeträge an der Fondsbörse Hamburg losgeschlagen werden. Das ist vor allem für Anleger kritisch, die sich für ihre Eigenkapital-Anteile auch noch Kredite haben vermitteln lassen. „Hier ist zu prüfen, ob Falschberatungen und unzulässige Koppelgeschäfte vorliegen“, sagt Klaus Dittke, Anwalt in der Kanzlei DSKP; Dittke, Schweiger, Kehl & Partner in Düsseldorf: „Sofern zu hohe Sicherheits- und Renditeversprechungen gemacht wurden oder nicht über Rückvergütungen vermittelnder Banken aufgeklärt wurde, gibt es durchaus Chancen, sein Geld zurückzubekommen“, erklärt der Experte für Streitigkeiten über Kapitalanlagen.
Die Auszahlungen von Schifffonds stocken, weil die Frachtraten im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise drastisch gesunken sind, die Kosten – beispielsweise für Kredite und Personal – aber weiterlaufen. Hält die Flaute auf den Weltmeeren an, droht manchen Fonds gar die Illiquidität. Zahlreiche Schiffe werden gar erst noch für Fonds gebaut, ohne dass aktuell Aussicht auf ausreichende Frachten besteht.
Anleger haben Anteile an Schifffonds z.B. vom Anlagehaus HCI oder von der Wölbern-Bank gekauft. Sichere Anlagen mit guten Verzinsungen und attraktiven Steuervorteilen sollten das regelmäßig sein. Die Realität sieht jetzt jedoch um so viel anders aus, dass Anwälte ins „Spiel“ kommen.
Düsseldorf, 4. Sept. 2009





