openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Kommt der mitteldeutsche Wohnungsmarkt in Schwung?

06.05.201312:17 UhrIndustrie, Bau & Immobilien

(openPR) Neue Kappungsgrenzen zur Mieterhöhung und die verschärften Anforderungen an den Klimaschutz machen notwendige Investitionen zunehmend unattraktiv.


Die mitteldeutschen Großstädte berichten über steigende Mieten und einsetzende Verdrängungseffekte in Quartieren. Dresden verzeichnet zwischen 2007 und 2012 eine durchschnittliche Mietsteigerung um 1,13 Euro auf 6,86 Euro pro Quadratmeter – das entspricht 20 Prozent. In der sachsen-anhaltinischen Hauptstadt stieg die Miete um 5 Prozent auf 5,89 Euro pro Quadratmeter. 6,01 Euro pro Quadratmeter ist der aktuelle Mietpreis in Erfurt – auch hier stieg die Durchschnittsmiete pro Quadratmeter. Gründe für die steigende Nachfrage sind unter anderem die immer kleiner nachgefragten Haushaltsgrößen und die Reurbanisierung – der Trend zurück in die Stadt. Auch außerhalb der Großstädte erfordern die alternde Gesellschaft neue Wohnbedürfnisse und Wohnungsneubau trotz schrumpfender Bevölkerung. Der BFW Mitteldeutschland rechnet auf der Basis einer empirica-Studie für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bis 2025 mit einer Gesamt-Neubaunachfrage von mehr als 50.000 Wohneinheiten – mehr als die Hälfte davon entfallen auf Sachsen.



Die mit dem neuen Mietänderungsgesetz vom 1. Mai 2013 geschaffenen Einschränkungen zur Mietsteigerung von nur 15 Prozent in drei Jahren werden sich auf Immobilieninvestitionen im Wohnbereich langfristig negativ auswirken. Durch gedeckelte Mieten sinken die nötigen Renditen für Investoren, das Kapital fließt in andere Märkte. Die scheinbare Wohltat treibt in Wirklichkeit die Mietpreisspirale eher an. Dies betrifft besonders den ostdeutschen Raum, wo die Mieten immer noch verhältnismäßig niedrig sind und sich Neubauten selbst im höheren Mietsegment ohnehin schwer rechnen. Gerade aber Neubau im höheren Mietpreissegment führt zur Entlastung und zum Freiwerden von Wohnungen im mittleren und unteren Segment und damit zu einem Angebot bezahlbarer Wohnungen.

Genauso problematisch wird sich die geplante Verschärfung der Anforderungen in der Energieeinsparverordnung um 25 Prozent bis 2016 auswirken. Frank Müller, Vorstandsvorsitzender des BFW Mitteldeutschland, betont: „Die höheren Baukosten zur Erreichung der neuen Standards müssen auf die Mieten umgelegt werden können und erschweren dadurch die Vermietung schlechthin. Zudem lassen neueste Studien erkennen, dass erwartete Einspareffekte gar nicht auftreten, dafür neue bautechnische Probleme wie Schimmel, Fogging und die Entsorgung von Dämmmaterial etc. entstehen."

In beiden Fällen - Mietpreiskappung wie Energieeinsparverordnung - führen die Maßnahmen der Politik zum Gegenteil des von ihr geforderten, bezahlbaren Wohnraums. Der BFW Mitteldeutschland fordert deshalb vor allem verlässliche und investitionsfreundliche Rahmenbedingungen für die Immobilienwirtschaft. Investitionsvorhaben im Wohnungsbau dürfen nicht erschwert werden. „Durch die Mietobergrenzen und der gleichzeitigen Verschärfung der energetischen Standards, die mit dem Mietänderungsgesetz vom 1. Mai 2013 einhergehen, werden Investitionen im Wohnungsbau kostentechnisch fast unmöglich gemacht“, warnt Frank Müller.

Zu den wichtigen Rahmenbedingungen für Ostdeutschland gehören auch die Fortführung der Sonderabschreibung für Bauprojekte mit Denkmalschutzstatus, sowie eine reibungslose Bescheinigung der steuerlichen Vorteile durch die zuständigen Verwaltungen. „Ohne die Denkmalabschreibung hätten wir nur 10 oder 20 Prozent des realisierten Bauvolumens erreicht, unsere Innenstädte wären längst nicht so attraktiv“, mahnt Frank Müller.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 717673
 125

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Kommt der mitteldeutsche Wohnungsmarkt in Schwung?“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von BFW Landesverband Mitteldeutschland e.V.

Bild: Mietpreisbremse wird in Sachsen nicht greifenBild: Mietpreisbremse wird in Sachsen nicht greifen
Mietpreisbremse wird in Sachsen nicht greifen
Die Mietbremse ist nun beschlossene Sache. Die neue Miete darf in angespannten Wohnungsmärkten höchstens 10 Prozent der ortüblichen Vergleichsmiete übersteigen. Ausgenommen sind Neubauten. „Wir begrüßen, dass die Politik teilweise auf Forderungen der Immobilienwirtschaft eingegangen ist. Aber wir glauben nicht, dass dieses wohnungsmarktpolitische Instrument insbesondere dem sächsischen Wohnungsmarkt hilft“, betont Steffen Bieder, Geschäftsführer des Geschäftsführer des BFW Bundesverband Freier Immobilien-und Wohnungsunternehmen Mitteldeutschl…
Bild: Realismus beim Wohnungspolitischen Konzept für LeipzigBild: Realismus beim Wohnungspolitischen Konzept für Leipzig
Realismus beim Wohnungspolitischen Konzept für Leipzig
Zur öffentlichen Auftaktveranstaltung für ein neues Wohnungspolitisches Konzept (WopoKo) der Stadt Leipzig äußert sich Steffen Bieder, Geschäftsführer des BFW Mitteldeutschland (Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. Landesverband Mitteldeutschland) wie folgt: „Generell begrüßen wir die breite Einbindung aller Akteure am Wohnungsmarkt. Dabei geben wir allerdings zu bedenken, dass ein Wohnungspolitisches Konzept kein Wunschkonzert ist. Wir unterstützen deshalb die Forderung Oberbürgermeister Burkhard Jungs nach Realismus…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Gutachten: Bisherige Wohnungspolitik ist unwirksamBild: Gutachten: Bisherige Wohnungspolitik ist unwirksam
Gutachten: Bisherige Wohnungspolitik ist unwirksam
… nur eine Million bis 1,5 Millionen Sozialwohnungen treffen. Das IW Köln sieht im sozialen Wohnungsbau daher keine effektive Lösung für den angespannten Wohnungsmarkt. Nachverdichtungspotenzial wird kaum genutzt Die Gutachter präsentieren zugleich vier andere Strategien für eine bessere Wohnungspolitik. Ein Baustein ist die bessere Nutzung des Bestands …
BBSR-Studie untersucht Wohnraumversorgung von Flüchtlingen
BBSR-Studie untersucht Wohnraumversorgung von Flüchtlingen
Die angespannten Wohnungsmärkte vieler Großstädte erschweren das Ankommen von Flüchtlingen auf dem regulären Wohnungsmarkt, zeigt eine BBSR-Studie. --- Die angespannten Wohnungsmärkte vieler Großstädte erschweren das Ankommen von Flüchtlingen auf dem regulären Wohnungsmarkt. Das zeigt eine vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) …
Bild: Wohnungspolitik des Senats basiert auf zweifelhaften Statistiken - Datenchaos verhindert verlässliche PlanungBild: Wohnungspolitik des Senats basiert auf zweifelhaften Statistiken - Datenchaos verhindert verlässliche Planung
Wohnungspolitik des Senats basiert auf zweifelhaften Statistiken - Datenchaos verhindert verlässliche Planung
Der bau- und mietenpolitische Sprecher, Matthias BRAUNER, erklärt: "Der in dieser Woche vorgestellte IBB-Wohnungsmarktbericht 2010 zur Verteilung der Mietpreisangebote für Wohnungen in den Berliner Bezirken zeigt, dass preiswerte Wohnungen in Berlin immer schwerer zu finden sind. Dies Erkenntnisse sind allerdings nicht neu. Bereits seit geraumer Zeit …
Immobilienblase weiterhin nicht in Sicht
Immobilienblase weiterhin nicht in Sicht
Die Debatte, ob auf dem deutschen Wohnungsmarkt eine Preisblase droht, schon entstanden ist oder sogar bald platzen wird, beschäftigt die Öffentlichkeit bereits seit Jahren. Warnungen, dass Gefahren bestehen könnten, gibt es immer wieder – gleichzeitig wird aber jedes Mal eingeräumt, dass eine Blase aktuell nicht in Sicht sei. So geschah es auch kürzlich …
Airbnb: Die Wohnung als Hotel
Airbnb: Die Wohnung als Hotel
… mittlerweile viele Großanbieter, die mehrere Wohnungen gleichzeitig auf Airbnb anbieten. Viele Wohnungen sind außerdem dauerhafte Ferienunterkünfte. Dies führt dazu, dass Wohnungen dem Wohnungsmarkt entzogen werden und trägt damit zu steigenden Mieten bei. Das Team des Fachbereichs „Finanzwissenschaft und Infrastrukturpolitik“ im Department für Raumplanung der …
Bild: Aktive Wohungsbaupolitik gegen steigende Mieten in InnenstadtlagenBild: Aktive Wohungsbaupolitik gegen steigende Mieten in Innenstadtlagen
Aktive Wohungsbaupolitik gegen steigende Mieten in Innenstadtlagen
… wegen der steigenden Mieten in Berlin als unverkennbarem Trend eine aktive Wohnungs-politik und erklärt: „Die aktuelle Studie der GSW WohnmarktReport wie aber auch der IBB-Wohnungsmarkt zeigen, dass sich vor allem in den Innenstadtlagen die Mieten durch erhöhte Steigerungen bei Neuvermietungen nach oben entwickeln. Hinzu kommt, dass die von Rot-Rot …
Bild: Wohnungsvermittlung durch Makler: Wer zahlt die Provision?Bild: Wohnungsvermittlung durch Makler: Wer zahlt die Provision?
Wohnungsvermittlung durch Makler: Wer zahlt die Provision?
… Maklerbüro Dr. Hetmeier Immobilien. „Ich erhalte schon jetzt in den meisten Fällen meine Vermittlungsprovision vom Vermieter. Wir haben in Dortmund nach wie vor einen ausgeglichenen Wohnungsmarkt. In vielen Lagen lässt sich die Maklerprovision nicht auf den Mieter abwälzen. Die Vermieter wissen das und akzeptieren, dass sie meine Provision aus ihrer …
Bild: "Die Region Rhein-Main wird sich weiter stark entwickeln.“Bild: "Die Region Rhein-Main wird sich weiter stark entwickeln.“
"Die Region Rhein-Main wird sich weiter stark entwickeln.“
Aengevelt im Gespräch mit Dipl.-Ing. Ralf Werner, Geschäftsführer Instone Real Estate Region Rhein-Main, über die Rahmenbedingungen am Wohnungsmarkt, COVID 19, wirtschaftliche Vielfalt und kreative Impulse. Aengevelt: Welche Corona-bedingten Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt Rhein-Main spüren Sie besonders? Ralf Werner: Der Wohnungsmarkt in Rhein-Main …
Bild: Ferienwohnungsproblematik ungelöst - Senat ohne Konzept und Überblick zur Lage auf dem WohnungsmarktBild: Ferienwohnungsproblematik ungelöst - Senat ohne Konzept und Überblick zur Lage auf dem Wohnungsmarkt
Ferienwohnungsproblematik ungelöst - Senat ohne Konzept und Überblick zur Lage auf dem Wohnungsmarkt
… tatsächliche Anzahl der als Ferienwohnung genutzten Wohnungen zu geben. Diese zweckfremde Nutzung stellt ein immer größeres Problem dar, weil diese Wohnungen erstens nicht dem Wohnungsmarkt zur Verfügung stehen und zweitens von ihnen hohe Belästigungen für die übrige Mieterschaft ausgehen. Aus diesem Grund hat das Abgeordnetenhaus Ende Mai dieses Jahres …
Hamburger wohnen traumhaft
Hamburger wohnen traumhaft
… Sechsten (16,4%) ein Umzug in den Lieblings-Kiez immer ein Traum bleiben. Hamburg, 08.07.2013 - Steigende Mieten, knapper Wohnraum - Hamburger sind schlechte Meldungen vom Wohnungsmarkt gewohnt. Glücklicherweise kommt eine aktuelle Umfrage zur Abwechslung jedoch mal zu einem positiven Ergebnis: So frustrierend die Wohnungssuche in der Hansestadt auch …
Sie lesen gerade: Kommt der mitteldeutsche Wohnungsmarkt in Schwung?