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Realismus beim Wohnungspolitischen Konzept für Leipzig

04.06.2014 • 12:33 Uhr • Industrie, Bau & Immobilien
Bild: Realismus beim Wohnungspolitischen Konzept für Leipzig
Geschäftsführer Steffen Bieder.
Geschäftsführer Steffen Bieder.

(openPR) Zur öffentlichen Auftaktveranstaltung für ein neues Wohnungspolitisches Konzept (WopoKo) der Stadt Leipzig äußert sich Steffen Bieder, Geschäftsführer des BFW Mitteldeutschland (Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. Landesverband Mitteldeutschland) wie folgt: „Generell begrüßen wir die breite Einbindung aller Akteure am Wohnungsmarkt. Dabei geben wir allerdings zu bedenken, dass ein Wohnungspolitisches Konzept kein Wunschkonzert ist. Wir unterstützen deshalb die Forderung Oberbürgermeister Burkhard Jungs nach Realismus bei der Erstellung des Konzepts. Denn Leipzig hat hier die einmalige Chance einen exemplarischen Weg zu gehen, der vorbildhaft für weitere Kommunen wirken kann.“


Wohnen ist ein zentraler Wert für Lebensqualität. Dass ein bestimmter Teil des Einkommens dafür aufgewandt wird, sollte jedem bewusst sein. Der BFW Mitteldeutschland unterstützt deshalb die Erstellung eines Baukastensystems, welches verschiedene Elemente des Wohnens für unterschiedliche Einkommensklassen abbildet.

Kritikpunkt für Steffen Bieder vom BFW Mitteldeutschland ist, dass ein Wohnungspolitisches Konzept nicht Bürger und Spezialisten vereint, sondern in zwei Lager spaltet. Deutlich wird dies bei den separaten Workshops zur Erstellung des Konzeptes. „Diese Trennung darf nicht sein. Denn für ein zukunftsweisendes Wohnungspolitisches Konzept ist es unumgänglich, die Stimme der Experten aus der Immobilienwirtschaft mit der der Bürger zusammenzuführen. Denn als sachkundige Leipziger können Profis viel zu einer realistischen Einschätzung der Wohnungssituation am Markt beitragen. So erklärt sich z.B. ein Großteil der steigenden Mietpreise in Leipzig durch die permanent wachsenden Nebenkosten. Vielmehr müsste man hier statt über einer Mietpreisbremse über eine Energiepreisbremse nachdenken“, betont der Steffen Bieder als Geschäftsführer des Spitzenverbandes der Immobilienbranche.

Fakt ist: Leipzig ist eine wachsenden Stadt, die bezahlbaren Wohnraum braucht. Denn auch wenn in den letzten Jahren das durchschnittliche Haushaltseinkommen der Leipziger um zehn Prozent auf rund 1.550 Euro anstieg, bewegen wir uns – nicht zuletzt bei den Durchschnittsmieten – weiter auf einem niedrigen Niveau. „Es gibt immer noch viele Einkommensgruppen, die auf günstige Mieten dringend angewiesen sind“, betont Steffen Bieder vom BFW Mitteldeutschland. Ein Wohnungspolitisches Konzept sollte hier vor allem die kommunalen Wohnungsgesellschaften in die Pflicht nehmen.

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