(openPR) Nach über 5.400 Unterschriften auf Change.org: Bundeskabinett beschließt weitere Finanzierung von “Exit”
Berlin 22. März. Nach der Lektüre eines Zeitungsberichtes verstand Anja Stubbe die Welt nicht mehr: für eine der effektivsten Organisationen im Kampf gegen Rechts sollte die Finanzierung auslaufen.
Die Organisation “Exit” wurde im Jahr 2000 als zivilgesellschftliche Initiative von dem ehemaligen Kriminaloberrat Bernd Wagner und dem ehemaligen Neonaziführer Ingo Hasselbach in Zusammenarbeit mit der Amadeu Antonio Stiftung und der Freudenberg Stiftung gegründet. Seitdem hat die Organisation 487 Menschen beim Ausstieg aus dem rechtsextremen Milieu geholfen. Durch diesen Erfolg und eine äußerst niedrige Rückfallquote hatte sich “Exit” den Ruf einer hocheffektiven Organisation erarbeitet, die zudem mit niedrigen Kosten arbeitete.
„Ich konnte nicht verstehen, warum ein vergleichsweise niedriger Betrag von 350.000 Euro nicht aufzubringen sein soll, wenn eine Organisation wie “Exit” so offensichtlich gute Arbeit macht”, sagt Anja Stubbe. Mit einer Petition auf Change.org wollte sie versuchen, das drohende Ende abzuwenden. „Es war schon erstaunlich, in welch kurzer Zeit mein Anliegen Zuspruch gefunden hat”, freut sich Stubbe.
Nach wenigen Tagen forderten über 5.000 Menschen eine Fortführung von “Exit”; zahlreiche Kurznachrichten bei Twitter verbreiteten den Aufruf, das Anliegen zu unterstützen. Am gestrigen Donnerstag Abend vermeldeten erste Presseberichte, dass das Bundeskabinett eine neue Finanzierung für “Exit” beschlossen hat. „Es ist ein tolles Gefühl, wenn man merkt, dass es lohnt, sich zu engagieren. Mit einer Plattform wie Change.org kann wirklich jeder Einzelne Veränderungen auslösen", so Stubbe.
Die Petition: www.change.org/exit











