(openPR) Bonn, 7. März 2013 - Im Jahr ihres 30-jährigen Gründungsjubiläums und im Gedenken an die Stiftungsgründerin verleiht die ZNS – Hannelore Kohl Stiftung in diesem Jahr erstmals den „ZNS Preis für eine besondere Frau“. Der Preis wird zukünftig alle zwei Jahre zum Weltfrauentag am 8. März vergeben.
„Wir lernen bei unserer täglichen Arbeit besondere Frauen kennen, die Stunde für Stunde, Tag für Tag, Jahr für Jahr alles geben, um die Situation ihrer schädelhirnverletzten Angehörigen zu verbessern. Besondere Frauen, die nicht im Rampenlicht stehen, Frauen wie die diesjährige Preisträgerin Marita Kulla aus Bottrop“, erläutert Helga Lüngen, Geschäftsführerin der ZNS -Hannelore Kohl Stiftung, den Anlass zur Vergabe des Preises.
Marita Kulla‘s Sohn Gavin wurde 2002 – mit damals 12 Jahren beim Radfahren von einem Auto erfasst. Dabei erlitt er schwerste Schädelhirnverletzungen. Die Ärzte machten Gavins Eltern wenig Hoffnung, sie zeichneten das Bild eines Schwerstbehinderten, eines Jungen, der nie wieder laufen wird, der nie wieder lachen wird, der nie ein normales Leben führen wird. Trotzdem gab Marita Kulla ihren Sohn nie auf. Zahlreiche Operationen, Therapien, Reha-Maßnahmen und die tägliche intensive Pflege durch seine Mutter machten es möglich, dass Gavin nicht zu einem völligen Pflegefall wurde, sondern im Laufe der Rehabilitation sogar wieder laufen lernte. Marita Kulla’s Lebensmotto in all den Jahren voller Entbehrungen, Bangen und Hoffen war „Die Hoffnung stirbt zuletzt …“.
Trotz aller Bemühungen verstarb Gavin im Januar 2013 an den Spätfolgen der Schädelhirnverletzungen. Und Marita Kulla steht heute vor dem „Nichts“. Die Ehe ist sehr schnell gescheitert, weil Gavins Vater die Belastung nicht aushalten konnte. Eine Berufstätigkeit war für sie in den Jahren nicht möglich.
Der Award wird durch Stiftungspräsidentin Dr. Kristina Schröder im Rahmen des Jubiläumskonzertes der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung im Kurfürstlichen Schloss zu Mainz am 17. Mai 2013 überreicht.
















