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Menschen helfen heilen - 25 Jahre ZNS - Hannelore Kohl Stiftung

08.12.200811:34 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Bonn, 5. Dezember 2008 - 1983. Eine neue schwarz-gelbe Regierung hat mit überzeugender Mehrheit die Bundestagswahl für sich entschieden und Helmut Kohl wird als Bundeskanzler bestätigt. Beim Neurologen Prof. Dr. Dr. Klaus Mayer klingelt das Telefon, doch die Dame, die sich mit „Frau Kohl“ vorstellt, erlangt nicht sofort Mayers Gehör. „Ich bin die Frau des Bundeskanzlers“, fügt sie hinzu, doch Mayer glaubt es noch nicht recht: „das ist ja schön für Sie!“ entfährt es ihm. Aber das nachfolgende Gespräch ist der Beginn einer jahrzehntelangen, fruchtbaren Zusammenarbeit – und führt letztlich zur Gründung der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung, die sich seit nunmehr 25 Jahren für Verletzte mit Schäden des zentralen Nervensystems einsetzt.



Die Stiftung nimmt ihre Arbeit an der Stelle auf, wo sie am nötigsten scheint: als Vermittlung zwischen Krankenhäusern, Rehabilitationseinrichtungen, Ärzten und Patienten. Sie schafft ein einmaliges Informations- und Kommunikationsnetzwerk. Nach der Erstversorgung im Krankenhaus stehen für den Schädelhirnverletzten und seine Angehörigen viele Entscheidungen an, doch oft wissen die Betroffenen gar nicht, welche Möglichkeiten in Frage kommen. Die Stiftung sorgt erstmals für eine Vernetzung aller Institutionen. Hatte bisher jede Einrichtung einzeln gewirkt, so brachte die Stiftung alle an einen Tisch – und machte so eine lückenlose Frührehabilitation der Patienten mit Schädelhirntrauma möglich. Heute kann jede deutsche Klinik, die einen Hirnverletzten aufnimmt, den Patienten anschließend weitervermitteln – ein Verdienst der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung. Die Gründerin selbst wusste ihre Kontakte immer sinnvoll einzusetzen: aus einer zufälligen Begegnung mit einem Computerhersteller erwuchs die Kampagne „Computer helfen heilen und leben“. So setzte die Stiftung bereits Mitte der 80er Jahre Trainingsmethoden anhand von Computern durch – zu einer Zeit, als Computer noch längst nicht zum Alltag gehörten.

Schwere Schädigungen des Gehirns sind bis heute nicht vollkommen heilbar. Deshalb setzt die Stiftung verstärkt auf Präventionsmaßnahmen. Aber sie trägt auch dazu bei, die Lebensbedingungen jener Patienten, die ein Schädelhirntrauma erlitten haben, kontinuierlich zu verbessern.
Die Stiftung fördert viel versprechende Forschungsvorhaben in der Neurorehabilitation. Dazu gehört auch der seit 1993 alle zwei Jahre verliehene Förderpreis für Nachwuchswissenschaftler. Eine Auszeichnung, die für viele Preisträger ein Sprungbrett für ihre Karriere gewesen ist. Die Neuropsychologin und klinische Linguistin Dr. Renate Drechsler, die 1997 den Förderpreis für ihre Doktorarbeit über Sprachstörungen nach Schädelhirntrauma bekam: „Der Preis war für mich ein absoluter Wendepunkt. Er ermöglichte mir einen achtmonatigen Forschungsaufenthalt in den USA, der mir neue Perspektiven und neue Kontakte für meine wissenschaftliche Arbeit eröffnet hat. Die Auszeichnung gab mir die Möglichkeit, meinen Weg weiter zu gehen – und bestärkte mich in meiner Arbeit.“
Auch Prof. Dr. Christian Gerloff, Preisträger des Jahres 2001, fühlte sich von der Auszeichnung für seine Arbeit motiviert. Er hat vor allem zur Plastizität des Gehirns gearbeitet und konnte nachweisen, dass gesunde Teile des Gehirns Funktionen des geschädigten Teils übernehmen. Der Stiftung, so Gerloff, kommt eine herausragende Bedeutung zu: „Die Stiftung hat sich über die Jahre den Ruf erarbeitet, ausgezeichnete Forschung zu fördern. Sie ist sachorientiert, eher still als zu laut, und trotzdem ganz klar sichtbar in der immer unübersichtlicher werdenden Stiftungslandschaft“.

Heute, 25 Jahre nach Gründung der Stiftung, hat der Förderpreis nichts an Bedeutung eingebüßt. Dr. Peter Riess, der diesjährige Preisträger, bekommt den Preis für einen neuen Therapieansatz des Schädelhirntraumas, den er zusammen mit seiner Forschungsgruppe entwickelt hat. Der wissenschaftliche Nachwuchs, so der Chirurg, hat es in Deutschland besonders schwer. Ihnen fehlen Kontakte und damit auch potentielle Geldgeber für Forschungsprojekte. „Daher ist der Preis gerade für Nachwuchswissenschaftler wichtig. Der Status als Preisträger verschafft schon Gewicht. Wenn das Experten-Gremium der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung eine Arbeit würdigt, wird man beim nächsten Projektantrag gleich ernster genommen.“

Die Stiftung hat in den vergangenen 25 Jahren viel erreicht - aber ein Ende ist lange nicht in Sicht. Denn solange sich die Situation der Patienten noch verbessern lässt, hat die Stiftung noch alle Hände voll zu tun.

Die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung vergibt im Jahr 2010 den nächsten
Hannelore Kohl Förderpreis.

Der Preis ist mit Euro 10.000 dotiert. Der Förderpreis ist eine Auszeichnung für hervorragende Leistungen des wissenschaftlichen Nachwuchses auf den Gebieten der Erforschung, Entwicklung und Erprobung von diagnostischen und therapeutischen Verfahren in der Neurorehabilitation Schädelhirnverletzter sowie der Prävention von Schädelhirnverletzungen.

Besonders willkommen sind für den Förderpreis 2010 Arbeiten zu neuropsychologischen bzw. verhaltensneurologischen Untersuchungen nach Schädelhirntraumen bei Kindern und Erwachsenen

Mit der Bewerbung und dem Lebenslauf sind 8 Exemplare der Arbeit in deutscher Sprache (wenn englisch, dann mit deutscher Kurzfassung) als Publikation in einer wissenschaftlichen Zeitschrift, als Dissertation- oder Habilitationsschrift, als Buch oder als noch nicht veröffentlichtes Manuskript einzureichen. Die Arbeiten dürfen bei Einreichung nicht älter als zwei Jahre sein. Sie sollen nicht anderweitig ausgezeichnet oder für Preisvergabe eingereicht sein.

Die Bewerbungsfrist endet am 31. Dezember 2009.

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