(openPR) Der Evangelische Arbeitskreis der CDU (EAK) im Rems-Murr-Kreis kritisiert anlässlich des "Tags des freien Sonntags" am 3. März 2013 die immer mehr zunehmende Wochenend- und Nachtarbeit in Deutschland. "Für immer mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wird der Sonntag zum Werktag, werden Nachtstunden zur Arbeitszeit", so EAK-Kreisvorsitzender David Müller. Dieser Trend müsse gestoppt und umgekehrt werden. Der EAK Rems-Murr unterstütze deswegen den Aktionstag von Kirchen und Gewerkschaften am 3. März.
2011 haben nach Angaben des Statistischen Bundesamts 14,5% der Erwerbstätigen regelmäßig sonntags und feiertags gearbeitet. 1992 waren es noch 10 %. Jeder zehnte Arbeitnehmer arbeitete im Jahr 2011 nachts. Rund ein Viertel der Beschäftigten waren am Samstag beruflich tätig.
"Sonntagsarbeit muss die Ausnahme bleiben und darf nicht die Regel werden. Der Tag muss für die Familie, zur Erholung und Ruhe reserviert bleiben", fordert David Müller. Interessen von Unternehmen oder Freizeitbedürfnisse der Bevölkerung müssten dagegen zurücktreten. Kritisch zu sehen seien beispielsweise auch verkaufsoffene Sonn- und Feiertage sowie die wachsende Zahl kommunaler "Events" an den Wochenenden.
Der EAK Rems-Murr verweist darauf, dass immer mehr Menschen über Druck und Stress im Beruf klagten. Der freie Sonntag schaffe Raum für Ausgleich. Wer den Beschäftigten und ihren Familien den gemeinsamen Ruhetag nehme, gefährde ihre körperliche und seelische Gesundheit. Zum arbeitsfreien Sonntag gehöre auch, nicht ständig für den Beruf erreichbar zu sein. Am Sonntag müsse man abschalten können, auch das Handy und den Laptop.
Der EAK Rems-Murr plädiere außerdem dafür, den Schutz des arbeitsfreien Sonntags in der Arbeitszeitrichtlinie der Europäischen Union zu verankern. Der arbeitsfreie Sonntag sei Bestandteil unserer christlichen und europäischen Kultur.








