(openPR) Splatterfilme und Torture Porn von Politik beeinflusst/Immer mehr Gewalt in Filmen/Erstes deutsches Fachbuch erscheint
München (23.02.2013). Spritzendes Blut, Kettensägen, abgetrennte Körperteile - Die offen gezeigte Gewalt in Filmen scheint keine Grenzen zu kennen. Die Anfänge des Splatterfilms finden sich im Amerika der frühen 70er Jahre zur Zeit des Vietnamkriegs. Die Umstände des Krieges werfen die Frage auf, ob er den Anstoß zu dem neuen Genre des Splatterfilms gab. „Gewalthaltige Filme bewirken nicht mehr Gewalt im täglichen Leben. Das tägliche Leben macht Filme gewalthaltiger. Es sind beispielsweise deutliche Parallelen zwischen dem Aufkommen des Splatterfilms in den 70ern und dem Vietnamkrieg zu erkennen“, sagt Jörg Lehmann. Der Autor des Fachbuches „Splatterfilm und Torture Porn – Politische und soziokulturelle Parallelen zu dem Amerika der 70er“, das am 15. Februar 2013 erschienen ist, arbeitet selbst als Regisseur.
Der Erfolg von Filmen wie Saw und The Hillls Have Eyes zeigt: noch heute besteht ein großes Interesse an gewalthaltigen Filmen. Der postmoderne Horrorfilm, der in den Medien oft als Torture Porn abgetan wird erlebt heute einen Boom – ähnlich wie der Splatterfilm in den 70ern. Jörg Lehmann beantwortet in seinem Fachbuch die Frage, inwiefern das politische Geschehen Einfluss auf die Entwicklung filmischer Erzählweisen nimmt. Analog zu den Studien, die den Splatterfilm der 70er untersuchen, zieht Lehmann die Brücke zwischen den aktuellen Filmen und dem Krieg in Afghanistan. „Erneut zeigt sich dass die Wirkungsrichtung nicht wie oftmals angenommen vom Film ausgeht“, sagt Lehmann.
Jörg Lehmann hat sich ausführlich mit dem Horrorfilm-Genre befasst und gibt dem Leser zunächst einen allgemeinen Einblick. So ist das Buch sowohl für Fachkundige als auch für Einsteiger geeignet. Politische und soziokulturelle Parallelen erklärt er anhand der Spiegeltheorie. „Die Theorie ist nicht neu. Die Theorie entstand 1946 als Siegfried Kracauer Gemeinsamkeiten zwischen Thrillern beziehungsweise Gangsterfilmen und der NS Diktatur entdeckte. Bei meiner Recherche fiel mir jedoch auf, dass es kaum deutschsprachige Literatur zu diesem Thema gibt“, erklärt der Autor seine Motivation.












