(openPR) Der Verein MANNdat ruft zur offenen Kritik an einer Gewalt verharmlosenden Brötchentütenaktion in Goslar auf. Während Niedersachsen stolz auf sein modernes Gleichstellungsgesetz ist, feiert in Goslar der rückwärts gewandte Altfeminismus aus der Geschlechterkriegsmottenkiste seine Wiederauferstehung.
Im Mai dieses Jahres wurde die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goslar abberufen – weil sie sich auch um Männerbelange kümmerte. Kurz darauf wurde ein Jungenleseförderprojekt abgesagt. Nun startet die neu belebte Misandriefront der ewig Gestrigen in Goslar den nächsten Antimännerfeldzug.
"Gewalt gegen Kinder und Frauen kommt nicht in die Tüte" – so die Botschaft, wie sie Bäckereien in Goslar auf Brötchentüten abdrucken. Gewalt gegen Männer jedoch darf offenbar durchaus „in die Tüte“. Die Braunschweiger sind da weniger ideologisch verbohrt. Dort haben die Bäckereien einen neutralen, nichtideologischen Text. Dort kommt einfach häusliche Gewalt nicht in die Tüte, egal gegen wen. In Goslar undenkbar. Was in Goslar als Aktion von Liebhaber/innen von Männerprügeleien erscheint, ist eine Initiative von einigen Hardcore-Feministinnen und der Goslarer Bäckereien. Die Bäckerinnung Goslar hat auf eine entsprechende Anfrage des Vereins MANNdat zu der Aktion nicht geantwortet.
Zwei Drittel aller Gewaltopfer sind männlichen Geschlechts. Ob im öffentlichen Raum, in Schule, Beruf, Militär – überall ist das Risiko, Gewalt zu erleiden, für Männer überproportional hoch. Auch im Bereich der häuslichen Gewalt zeigen viele Studien, zuletzt die Studie des IAIZ "Männer - die ewigen Gewalttäter?" im Auftrag der Männerarbeit der EKD, dass Männer in einem ähnlichen Umfang von häuslicher Gewalt betroffen sind wie Frauen. Was in den Medien immer noch als Witzfigur erscheint, ist seit jeher ein Problem – männliche Opfer häuslicher Gewalt. Männliche Opfer häuslicher Gewalt haben nämlich kaum Chancen auf Hilfe. Schuld an diesen Rahmenbedingungen sind solche diskriminierende Aktionen wie diese Brötchentüten-Kampagne.
Diese Aktion vermittelt zudem auch ein fragwürdiges Rollenbild, nach dem Gewalterfahrung, auch als Opfer, zum „Mann sein“ dazugehöre. Eine solche Einstellung halten wir für untragbar. Befürwortet wird diese zweifelhafte Aktion auch von der neuen Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Goslar. Warum nach deren Ansicht Gewalt gegen Männer sehr wohl „in die Tüte“ darf, wissen wir nicht, widerspricht selbige doch dem Gleichbehandlungsgrundsatz, dem Gleichstellungsbeauftragte verpflichtet sind.
Helfen Sie mit, dieses rückständige Geschlechterkriegsdenken zu beenden. Wie Sie das tun können, erfahren Sie unter www.manndat.de.












