(openPR) Müller: Zeitgemäße Mehrgenerationenkonzepte statt überholter Altenhilfepolitik – ambulante Wohngemeinschaften beispielhaft
Missen | München (cf) 06.02.2013.
Immer mehr Menschen erreichen ein hohes Lebensalter, die Gesellschaftsstrukturen verändern sich zusehends. Vor diesem Hintergrund haben die FREIEN WÄHLER am Dienstag mit Experten und Gästen im Bayerischen Landtag über das Thema „Selbstbestimmtes Wohnen im Alter“ diskutiert – eine der entscheidenden Herausforderungen der demographischen Entwicklung. Ulrike Müller, MdL, betonte in ihren Einführungsworten, wie wichtig es sei, Wohnformen zu schaffen, die sich an den Erwartungen und Bedürfnissen der Menschen orientierten. Bei der Auseinandersetzung mit dem Thema gelte es zu bedenken, dass sich eine neue Generation älterer Bürger entwickelt habe: „Wir benötigen neue Rollenbilder, in denen den Älteren wieder eine produktive Rolle zugewiesen wird. Beispielhaft nenne ich die ambulanten Wohngemeinschaften, die flächendeckend in jedem Landkreis eingerichtet werden sollen – denn hier können auch die Angehörigen mitbestimmen.“ Die FREIEN WÄHLER forcierten deshalb eine Mehrgenerationenpolitik, die den Gedanken der Teilhabe in den Mittelpunkt stelle. „Die klassische Altenhilfepolitik ist out“, verdeutlichte Müller.
Brigitte Herkert von der „Koordinationsstelle Wohnen im Alter“ bestätigte dies: „Ältere Menschen wollen teilhaben, aktiv, aber nicht allein sein und im Bedarfsfall versorgt werden. Viele Ältere wünschen sich ein neues Wohnmodell.“ Die Kostenfrage halte sie jedoch von diesem Schritt ab. „Die Nachfrage ist sehr groß, die Menschen kommen zu uns, weil sie nicht einsam sein wollen“, sagte Josef Billeriß, der aus seiner Erfahrung im „Gemeinschaftszentrum Integriertes Wohnen“ in München berichtete. Senioren werden hier betreut und leben in einer Wohnanlage Tür an Tür mit Familien und jungen Menschen. Andrea Schilling vom ‚Pflegestern Poing‘, einem kommunalen Anbieter im Seniorenbereich, wies darauf hin, dass Lebensqualität für jeden etwas anderes bedeute: „Jeder Menschen sollte als Persönlichkeit wahrgenommen werden und individuelle Leistungen angeboten bekommen.“
Prof. (Univ. Lima) Dr. Peter Bauer, MdL und sozialpolitischer Fraktionssprecher, wies in der Diskussion darauf hin, dass ein „Gemeinnütziges Jahr für Alle“ ein wichtiger Baustein wäre, um eine menschliche und soziale Gesellschaft zu realisieren. „Neue Wohnformen und selbstbestimmtes Wohnen im Alter sind die Themen der Zukunft. Wir FREIE WÄHLER werden hierzu im Bayerischen Landtag weitere Anträge stellen“, kündigte Fahn abschließend an.
Das Pressefoto zeigt die Landtagsabgeordneten der FREIEN WÄHLER, Dr. Hans Jürgen Fahn (achter von rechts), Ulrike Müller (siebte von rechts), Prof. (Univ. Lima) Dr. Peter Bauer (vierter von rechts) sowie Dr. Leopold Herz (erster von rechts) mit Experten und Gästen beim parlamentarischen Fachgespräch „Selbstbestimmtes Wohnen im Alter“ am 5. Februar 2013 im Bayerischen Landtag.













