(openPR) Überschussbeteiligung der Lebensversicherer im Sinkflug
Die großen deutschen Lebensversicherer schwächeln. Der auch 2013 anhaltende Niedrigzins am Kapitalmarkt lässt die Erträge für Kunden von Lebensversicherungen schmelzen. Die laufende Verzinsung ist für dieses Jahr doppelt so stark zurückgegangen wie im vergangenen Jahr. Durchschnittlich schreiben die Anbieter für 2013 nur noch 3,61 Prozent auf den Sparanteil der Verträge gut. 2012 sind es noch 3,91 Prozent gewesen. Aber es gibt positive Ausnahmen.
Neben der laufenden Verzinsung, die sich aus dem Garantiezins und dem Zinsüberschuss zusammensetzt, gewähren Lebensversicherer zum Ende der Laufzeit einen Schlussüberschuss und eine jährliche Gutschrift auf die stillen Reserven des Unternehmens. Zusammen machen sie die Gesamtverzinsung aus.
Nur die Starken schaffen vier Prozent
Einige Lebensversicherer liegen noch über dem Branchenschnitt. Oft senken die Starken nur wenig oder halten bei den laufenden Gutschriften die Marke von vier Prozent. Wichtig ist, sich den mittelfristigen Trend der Versicherer anzuschauen. Von den 67 durch die Ratingagentur Assekurata befragten Gesellschaften senkten 87 Prozent die Gesamtverzinsung, nur 13 Prozent hielten sie stabil. Einige Versicherer haben in besseren Jahren mehr als andere die Möglichkeiten genutzt, freie Reserven zu bilden. Dazu gehört z.B. die Nürnberger Lebensversicherung, die ihre laufende Verzinsung seit Jahren stabil bei 4,0 Prozent hält, während z.B. der Marktführer Allianz seine laufende Verzinsung 2013 von 4,0 auf 3,6 Prozent gesenkt hat .
Spitzenreiter der Assekurata-Studie ist die Targo Lebensversicherung mit 4,3 % laufender Verzinsung. Die Schlusslichter bilden die Sparkassenversicherung mit 3,05 %, die ERGO mit 3,0 % bis 3,2 % und die Zurich mit 3,0 % laufender Verzinsung.
Platz 1 unter den großen 20 Lebensversicherern ist die Nürnberger mit 4,0 Prozent
Seit einigen Jahren sehr stabil präsentieren sich die Nürnberger Beamten Lebensversicherung und die Nürnberger Lebensversicherung. Wie schon für 2011 und 2012 wird eine Überschussbeteiligung von vier Prozent mitgeteilt, heißt es in der Studie von Assekurata. Damit ist der Versicherer der beste unter den 20 großen Lebensversicherern und einer von ganz wenigen, die ihre Überschussbeteiligung für 2013 nicht gesenkt haben. Über 60 % des Neugeschäfts entfallen heute auf die 20 großen Lebensversicherer. Die Nürnberger Lebensversicherung weist mit mindestens 4,0 Prozent laufender Verzinsung seit 2006 einen konstanten Verlauf der Verzinsung auf. Berücksichtige man noch den Schlussüberschuss, so betrage die Gesamtverzinsung der Sparbeiträge einer Renten- oder Kapitallebensversicherung bei der Nürnberger etwa 4,5 Prozent, heißt es. Damit würden 2013 wieder die Werte der Vorjahre erreicht. Hinzu komme die Beteiligung an den Bewertungsreserven. Die Lebensversicherer der Nürnberger Versicherungsgruppe gehören mit Beitragseinnahmen von 2,3 Milliarden Euro im Jahr 2011 und einem Bestand nach Versicherungssumme von rund 123 Milliarden Euro zu den zehn führenden Lebensversicherern in Deutschland.
Lebensversicherer brauchen sich nicht zu verstecken
Beim gründlich Vergleich der Ansparmärkte zeigt sich in den Augen von Fachleuten aber, dass die aktuell laufende Verzinsung von Versicherungsguthaben durchaus keine schlechte Leistung ist, denn in der Sicherheit mit Lebensversicherungen vergleichbare Anlagen bieten deutlich geringere Verzinsungen.
(Quellen: assekurata.de / handelblatt.com / faz.net / welt.de / versicherungsjournal.de / eigene Recherchen)













