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Ohne Herkunft keine Zukunft

01.02.201318:33 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Ohne Herkunft keine Zukunft
Barfeld & Partner GmbH
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(openPR) Wenn sich die Werte wandeln - Bildung als Basis für künftige Karrieren

Gibt es eigentlich noch „positive Meldungen“? Wenigstens eine pro Tag? Wenn ich in den Medienwald blicke, dann habe ich den Eindruck: Die Welt gerät aus den Fugen. Denn „bad news are good news“ greift in allen gedruckten wie elektronischen Publikationen um sich. Und im TV sowieso.



Die selbsternannten Hüter, die Wächter unseres Systems, unterwerfen sich bereitwillig jeder Mode, machen kritiklos jeden Trend mit, springen über jeden Stock, der ihnen vorgehalten wird. Aber: Sieht die reale Welt nicht ganz anders aus? Denn entspräche sie dem Dargestellten, dann gäbe es tatsächlich keine Hoffnung, keine Zukunft, keine Glücksmomente mehr. Das Diktat der Moguln ähnelt fast schon dem orwellschen „Big Brother is watching you“, denn auch der Umgang mit dem Internet und dem Handy bestimmt unseren Tagesablauf. Burnout lässt grüßen, der Mensch wird zum Sklaven des technischen Fortschritts. Das Thema Werteverlust beschäftigt uns daher seit vielen Jahren. Kein Wunder, sagen die einen. Was soll's, die anderen. Die Frage lautet aber nach wie vor: Was stellt für uns Menschen einen Wert dar? Ein neues Auto etwa? Zweimal Mallorca im Jahr? Der Jugendwahn, der Oma und Opa in die Nähe der Lächerlichkeit rückte? Was ist also wertvoll?

Zur Elite keine Alternative
Nun überrascht eine Analyse all die Erbosten, die Entsetzten, die Zweifler, die Besserwisser und die Beden¬kenträger. Man staune: Soziale Werte wie Ehrlichkeit, Fleiß, Verlässlichkeit und Hilfsbereitschaft sind nach Meinung der Trendforscher wieder stark im Kommen.

Auf der Basis von 2.000 Interviews zu Erziehungszielen und Werte-Orientierungen sieht sie die Deutschen auf dem Weg von der kalten Ellenbogengesellschaft in die Verantwortungsgesellschaft. Dieses Ergebnis macht Staunen, waren doch Trendforscher vor nicht allzu langer Zeit zu ganz anderen, zu eher negativen Ergebnissen gekommen. Sollten Bildung, sollten Kultur, Romantik, Feeling, Freundschaft wieder anzustrebende Werte darstellen? Ich bezweifle das, wenn ich die Berichte beispielsweise des Kinderschutzbundes lese, dass Millionen Kinder in der Bundesrepublik in Armut leben, auch in Gefühlsarmut. Es ist ja nicht das Geld allein, was fehlt. Viele Eltern benötigen dringend einen „Erziehungs-Führerschein”. Sie sind überfordert und lassen oft ihren Frust (manchmal auch ihre Lust) an ihren Kindern aus. Die Schäden an Körper und Seele verfolgen diese Kinder ihr Leben lang.

Bei allen negativen Erscheinungen: Noch immer gibt es die, die nicht wegsehen, die nicht ihre Ellenbogen einsetzen, die zupacken und als Helfer in der Not fungieren. Es sind die Ehrenamtlichen, die Wärme-Stifter in der gefühlskalten Welt. Es sind Tausende, die täglich ehrenamtlich ihren Einsatz fahren, die in unserer Gesellschaft eben nicht den Rattenfängern hinterherlaufen. Die Wartezimmer der Psychiater sind überfüllt. Fortschrittsglaube darf nicht dazu führen, bedenkenlos alles über Bord zu werfen, was uns als Werte wichtig war und ist.

Exportschlager Bildung
Das Thema „Elite“ oder gar die Aussage „Elite muss sein“ ist ein Dauer¬brenner, weil inzwischen auch die Hinterbänkler der Politik begriffen haben, was hinter diesem Imperativ steht: Die Zukunft unseres Landes und der Vereinigten Staaten von Europa. Trotz gewaltiger Schuldenberge ist die möglichst kontinuierliche Investition in die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen ein gutes Investment, das reichlich Zinsen bringen wird. Kennedy sagte es trefflich: „Nur eines ist auf Dauer teurer als Bildung - keine Bildung.“

Vor dem statistischen Hintergrund dieser Zahlen, kann einem jedoch Angst und Bange werden: Eine Million Arbeitsstellen sind in Deutschland nicht besetzt, 200.000 Schüler schwänzen täglich den Unterricht und 7,5 Millionen Bürger (von 82 Millionen) sind Analphabeten. Wenn man dies liest, müssten doch alle Alarmglocken läuten, denn die Frage will beantwortet sein: Was haben wir in Zukunft zu bieten, in einem Land, das keine Ressourcen besitzt: Kohle-Ausstieg, Atom-Ausstieg, kein Agrarland, kein Land der Bodenschätze Gas, Öl, Erze, Erden.

Dabei wird immer deutlicher, dass die Zukunft den Kreativen gehört. Bildung und Forschung, Innovation und Know-how - das sind die Güter, die wir in naher Ferne exportieren müssen. Das ist „Made in Germany morgen“ - und der richtige Weg. Er wäre noch effektiver, wenn auch die Wirtschaft sich dieser „Bewegung für mehr Bildung“ anschließen und Fonds auflegen würde, die das bedeutende Ziel Bildung, Ausbildung, Weiterbildung, Forschung und Lehre auf ein internationales Top-Niveau zu trimmen, unterstützte. Hochbegabte müs¬sen viel mehr gefördert, Begabte gefordert und Kinder mit Lernproblemen be¬gleitet werden. Wer heute wegsieht, muss morgen die Zeche zahlen!

Was ist zu tun? Eine gute Bildung ist und bleibt die Eintrittskarte in unsere Gesellschaft - oft haben wir diesen Satz schon gelesen. Ein guter Satz. Eine gute Erklärung für die Frage - wie sieht unsere Gesellschaft in fünf, in zehn, in zwanzig Jahren aus? Schon heute gibt es Gegenden, besonders in den deutschen Großstädten, in denen die Armut sichtbar wird, in denen Dummdeutsch grassiert. Daher gilt: Eltern, die nie erfahren haben, was gute Bildung bedeutet, werden sie kaum für ihre Kinder anstreben. Dabei wäre das der Schlüssel für eine sichere Zukunft. Für eine reale Perspektive. Armut - auch die Bildungs¬armut - darf nicht über Generationen vererbt werden. Was wäre das für ein Erbe?

Die Politik und die Wirtschaft gleichermaßen müssen daher ihre bildungspolitischen Ziele in diese Rich¬tung lenken. Und: Das Ziel Bildung als Symbol einer persönlichen Freiheit muss uns auch etwas wert sein. Bildung kann es nicht zum Nulltarif geben. Wie die Kultur generell, zu der Bildung, Ausbildung und Weiterbildung zählen. Politik und Wirtschaft müssen auf diesem Feld eine starke Phalanx bilden - schon aus eigenem Interesse.

Fazit:
Die neue Elite wird kommen, sie wir aber nur dann akzeptiert werden, wenn sie sich gegenüber der Mehrheit solidarisch verhält. Und bei all diesen Bildungsfragen, sollte auch der Begriff „Herzensbildung“ einen neuen Stellenwert bekommen. Elite darf nicht zur sozialen Kälte führen. Wer zu den Gewinnern einer neuen Leistungskultur zählt, der sollte auch die Langsameren mit auf die Reise nehmen. Denn: Herkunft bedeutet Zukunft!

Wulf Mämpel, Journalist, Moderator und Buch-Autor, CEO der Marketing-Agentur "aMMMadeus".

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