(openPR) Am 24. April 2013 wird ein Rehawissenschaftliches Kolloquium im Berufsförderungswerk Leipzig (BFW Leipzig) von 9:30 bis 16:00 Uhr stattfinden. Das Kolloquium berührt mit seinem Thema „Burnout – keine Krankheit, aber ein Problem für die Wirtschaft“ aktuelle und künftige Bereiche des gesellschaftlichen und Arbeitslebens.
Der aktuelle „Stressreport Deutschland 2012 - Psychische Anforderungen, Ressourcen und Befinden“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, der Ende Januar erschienen ist, stellt fest: „Die Wirkungszusammenhänge zwischen Arbeitsbedingungen einerseits und psychischen Störungen andererseits sind in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus von Wissenschaft, Öffentlichkeit und Politik gerückt. Die aktuelle Diskussion gründet vor allem auf der Annahme, dass immer mehr Erwerbstätige durch steigende Anforderungen und zunehmende Belastung der Arbeit an Stress und psychischen Beschwerden leiden und infolgedessen erkranken.“* In diesem Zusammenhang hat sich umgangssprachlich der Begriff „Burnout“ eingebürgert. Besonders prominente Persönlichkeiten und ihr Handeln haben für die Schlagzeilen gesorgt, um das Thema mehr in den Fokus zu rücken. Nicht nur – wie bislang immer angenommen – betrifft es die helfenden Berufe im sozialen Bereich, sondern spiegelt sich mittlerweile in allen Schichten der Gesellschaft wieder. Ist damit „Burnout“ eine neue Volkskrankheit, die das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben lahm legen kann? Ist „Burnout“ überhaupt eine Krankheit oder …?
Das Berufsförderungswerk Leipzig hat zur Erörterung dieser Fragestellungen kompetente Referenten eingeladen: Dr. Jan Helfrich, Vorstandsreferent der DAK Gesundheit Hamburg, Prof. Dr. Ulrich Hegerl, Universitätsprofessor Universitätsmedizin Leipzig und Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe, Dr. Michael Spitzbart, Europaexperte zu Gesundheitsfragen und Lars Reese, Rechtsanwalt und Senior Projektmanager in der Unternehmensberatungsgesellschaft Kampmann, Berg & Partner. Die Fachvorträge umreißen die Themen der Kosten für die Gesellschaft durch „Burnout“, die Frage, ob „Burnout“ eine Krankheit sei und wie man sich selbst, aber auch wie sich Unternehmen vor den Symptomen der Arbeitsüberlastung schützen können.
„Wir haben in den letzten Jahren eine hohe Resonanz auf unsere Fachsymposien und Kolloquien erhalten“, erläutert Dr. Eveline Uhlig, Leiterin Qualifizierung im BFW Leipzig. „Im letzten Jahr haben wir uns für die Thema ‚Psychische Erkrankungen‘ entschieden und sehen, dass uns der aktuelle Stressreport 2012 Recht gibt. Die hohen Arbeitsbelastungen enden immer häufiger in psychischen Erkrankungen und Arbeitsunfähigkeit. Das ist ein volkswirtschaftlicher Negativeffekt, dem wir u.a. mit individuell zugeschnittenen Qualifizierungsmaßnahmen für den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben entgegenwirken können.“
Ministerialdirektorin Brigitte Lampersbach vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und Alf-Rüdiger König vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucher haben sich angekündigt und werden die Grußworte zum Kolloquium halten.
In einer abschließenden Podiumsdiskussion können die Gäste ihre Fragen an die Referenten stellen.
Das Rehawissenschaftliche Kolloquium richtet sich vorrangig an Führungskräfte und Personalentscheider von Unternehmen, Institutionen und Gewerkschaften, Ärzte und Psychologen sowie Verantwortlichen für Rehabilitation von Rentenversicherungen und Krankenkassen.
* A. Lohmann-Haislah: Stressreport Deutschland 2012 - Psychische Anforderungen, Ressourcen und Befinden. 1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2012. ISBN: 978-3-88261-725-2, 208 Seiten
Programm:
• Grußwort – Brigitte Lampersbach, Abteilungsleiterin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales
• Grußwort – Alf-Rüdiger König, Abteilungsleiter im Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucher
• Was kostet Burnout? – Dr. Jan Helfrich, Referent DAK Vorstand Hamburg
• Depression und „Burnout“ Mythen und Fakten – Prof. Dr. Ulrich Hegerl, Universitätsprofessor Universitätsmedizin Leipzig und Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe
• Begeisterung statt Burnout – Warum ist Selbstausbeutung effektiver als Fremdausbeutung? – Dr. Michael Spitzbart, Europaexperte zu Gesundheitsfragen
• Erfolgsfaktor: Personalführung – Lars Reese, Rechtsanwalt und Senior Projektmanager in der Unternehmensberatungsgesellschaft Kampmann, Berg & Partner
• Anschließend Podiumsdiskussion













