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Katholische Kirche verweigert Pille danach

22.01.201314:22 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) pro familia fordert Rezeptfreiheit, damit Einnahme ohne Verzögerung möglich ist

Zwei katholische Krankenhäuser in Köln haben sich geweigert, eine junge Frau zu untersuchen, nachdem sie betäubt und offenbar vergewaltigt wurde. Sie begründeten ihre Weigerung damit, dass zu einer Untersuchung nach sexueller Gewalt auch ein Gespräch über die Pille danach gehört. Das sei laut einem Erlass mit dem christlichen Gedankengut nicht vereinbar.

Dazu erklärt pro familia:
In einem Notfall müssen sich Hilfesuchende darauf verlassen können, dass sie sofort Unterstützung erhalten, egal an welches Krankenhaus sie sich wenden. Es ist äußerst bedenklich, dass ein kirchlicher Erlass Angestellte katholischer Krankenhäuser dazu zwingt, Hilfe zu verweigern, wenn sie dadurch zur Pille danach beraten müssten.

Die Pille danach ist keine Abtreibungspille. Bei bestehenden Schwangerschaften wirkt sie nicht. Die katholische Kirche ignoriert seit langem bekannte medizinische Fakten, wenn sie das Gegenteil behauptet. Nicht nachvollziehbar ist es, dass nach kirchlicher Meinung nicht einmal nach einer wahrscheinlichen Vergewaltigung über den Einsatz der Pille danach nachgedacht werden darf.

pro familia weiß aus der Beratung, dass katholische Krankenhäuser Frauen wegschicken, wenn sie ein Rezept für die Pille danach brauchen. Manche Frauen berichten von regelrechten Hindernisläufen, bis sie endlich mit der Einnahme beginnen können. Dabei kommt es bei der Pille danach darauf an, dass sie möglichst schnell nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr eingesetzt wird. Innerhalb von 24 Stunden wirkt sie am besten.

„pro familia fordert mit vielen nationalen Organisationen, wie beispielsweise dem Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. (AKF) und der Gemeinnützigen Stiftung Sexualität und Gesundheit (GSSG) die Rezeptfreiheit für die Pille danach auch in Deutschland, wie schon in 28 europäischen Nachbarländern,“ sagt Prof. Dr. Daphne Hahn, Vorsitzende des pro familia Bundesverbands. „Frauen, die nach einer Vergewaltigung Sicherheit haben wollen, hätten mit der Rezeptfreiheit schnellen, unkomplizierten Zugang zur Pille danach.“

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