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Der Body-Mass-Index: Ein überholtes Diagnosekriterium?

07.11.201217:37 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Aachen (fet) – Der Body-Mass-Index ist für viele Fachkräfte und Laien nach wie vor das wichtigste Beurteilungskriterium für das Gewicht. Dabei sagt der Wert nur wenig über das Erkrankungsrisiko aus und ist nicht für jeden geeignet.

Der Body-Mass-Index, kurz BMI, gibt an, wie viel Kilogramm Körpergewicht auf einen Quadratmeter Körperoberfläche fallen. In der Diagnose von Über- und Untergewicht ist der Wert ein etabliertes Diagnosekriterium. Doch obwohl ein Zuviel als auch ein Zuwenig an Körperfett mit zahlreichen gesundheitlichen Problemen verbunden ist, besitzt der BMI für das Krankheitsrisiko nur wenig Aussagekraft. Das größte Risiko für übergewichtsassoziierte Folgeerkrankungen geht vom sogenannten Bierbauch aus. Fettpolster an den Hüften und am Po sind bis zu einem gewissen Grad nur ein kosmetisches Problem. Wo das Übergewicht sitzt, berücksichtigt der BMI allerdings nicht. Gleichzeitig können bewegungsfaule Menschen mit wenig Muskelansatz reichlich Fett am Bauch aufweisen und dennoch einen BMI im Normalbereich haben.



Als normaler BMI-Bereich ist der Gewichtsbereich festgelegt, der in Bevölkerungsstudien mit der höchsten Lebenserwartung einhergeht. Interessanterweise kamen verschiedene Beobachtungen der letzten Jahre zu dem Schluss, dass leicht übergewichtige Senioren bei Krankheit eine höhere Überlebenschance haben, als die mit einem BMI im „Normalbereich“ von 19 bis 24 Kilogramm pro Quadratmeter. Dieser Wert ist nur für Menschen bis zu einem Alter von 24 Jahren erstrebenswert. Ab dann verschiebt sich der optimale Bereich in Fünf-Jahres-Schritten um jeweils einen Punkt nach oben. Ab 65 Jahren darf der BMI zwischen 24 und 29 Kilogramm pro Quadratmeter liegen.

Bei einem multikulturellen Patientenstamm verliert der BMI zusätzlich an Aussagekraft, da sich die Erkrankungsrisiken in erster Linie auf hellhäutige Europäer und Amerikaner beziehen. Das Risiko, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu entwickeln, kann bei Asiaten aufgrund des zierlichen Körperbaus bereits bei einem BMI im oberen Normalbereich erheblich erhöht sein. Auch bei sehr großen oder sehr kleinen Menschen sowie bei Menschen mit veränderter Körperzusammensetzung wie Hochleistungssportlern, Schwangeren und Stillenden verliert der Wert an Relevanz.

Das Taille-zu-Größe-Verhältnis ist besser geeignet, um das Risiko für eine übergewichtsverursachte Erkrankung einzuschätzen. Dieses setzt den Bauchumfang ins Verhältnis zur Körpergröße und berücksichtigt folglich vor allem das Fett am Bauch. Der Normbereich liegt hier zwischen 0,4 und 0,5.


Redaktion: Dipl.troph. Christine Langer

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