(openPR) Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt, deswegen werden auch immer mehr Menschen im Laufe ihres Lebens an Demenz und ihrer häufigsten Form, der Alzheimer-Krankheit, erkranken. Es gibt aber Möglichkeiten der Prävention, mit denen das Ziel, möglichst gesund alt zu werden, seine Selbstständigkeit und Lebensqualität zu erhalten und das Altern in Würde zu ermöglichen, erreicht werden kann. Anlässlich des Welt-Alzheimer-Tages am 21.September lesen Sie hier, wie Sie durch einfache Maßnahmen im alltäglichen Leben dazu beitragen können, möglichst lange gesund zu bleiben.
Das Risiko, an Demenz zu erkranken, steigt mit einer langen Lebenserwartung. Speziell bei Alzheimer ist die Mehrzahl der Fälle zwar erblich bedingt, Umweltfaktoren können aber entscheidend dafür sein, wann jemand erkrankt. Experten zufolge sind weitaus mehr Faktoren daran beteiligt als oft angenommen wird. Wer dies beachtet, kann das Risiko senken oder den Ausbruch der Krankheit verzögern. „Es gibt vier Säulen der Vorbeugung: Ernährung, Bewegung, geistige Aktivität und soziale Kontakte. Wichtig ist demnach, sich nicht nur auf einen Aspekt der Prävention zu fokussieren, sondern möglichst alle zu berücksichtigen“, so Prof. Kleine-Gunk, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Anti-Aging-Medizin e.V. (GSAAM).
Ernährung
Schon in jüngeren Jahren lohnt es sich, auf ausgewogene Ernährung zu achten und auf übermäßigen Alkoholkonsum sowie auf Nikotin und Drogen zu verzichten. Studien zeigen, dass Menschen aus dem mediterranen Raum ein niedrigeres Risiko haben, an Demenz zu erkranken. Experten führen dies auf die traditionelle Ernährung zurück: Olivenöl statt tierischer Fette, ein hoher Anteil an Obst und Gemüse, vergleichsweise weniger rotes Fleisch. Daher lohnt es sich, seine Essgewohnheiten in Richtung mediterrane Küche umzustellen. Studien zu folge soll auch Folsäure das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, senken. Sie ist zum Beispiel in Orangen, grünem Blattgemüse und Vollkornprodukten enthalten. Unverzichtbar ist auch die ausreichende Aufnahme der Vitamine A, C, und E. Sie bauen freie Radikale ab, die unsere Nervenzellen schädigen. Vitamin A ist in Karotten und Spinat enthalten, Vitamin C in Zitrusfrüchten. Vitamin E ist in Gemüse wie Sellerie und Grünkohl sowie Nüssen und Vollkorngetreide enthalten.
Bewegung
Wer sich nicht nur gesund ernährt sondern sich auch körperlich fit hält senkt das Risiko, im Alter an Alzheimer zu erkranken, um bis zu 60 Prozent. Das haben Wissenschaftler der Columbia-Universität in New York herausgefunden. Sport und Bewegung regen die Durchblutung an und das Gehirn bekommt mehr Sauerstoff. Sie schützen vor Gefäßverkalkungen und damit vor vaskulärer Demenz. Außerdem regt regelmäßige Bewegung den Stoffwechsel im Gehirn an. Die Nervenzellen können sich dadurch dichter vernetzen und sind aktiver. Das heißt, sie tauschen Informationen untereinander schneller und besser aus.
Geistige Aktivität
Geistige Aktivitäten regen den Stoffwechsel des Gehirns an, wodurch neue Verbindungen zwischen den Nervenzellen, sogenannte Synapsen, entstehen. Wer sein Gehirn ein Leben lang fördert und fordert kann Gedächtnis- und Konzentrationsschwächen besser ausgleichen. Funktionen, die nicht gebraucht werden, verkümmern, Experten nennen das „Inaktivitätsatrophie“. Deswegen ist es besonders wichtig, Fähigkeiten nicht ruhen zu lassen.
Besonders geeignet um das Gehirn fit zu halten sind Lesen, Musizieren und das Erlernen und Sprechen von Fremdsprachen. Aber auch im Alltag lässt sich viel tun: Schachspielen, Kreuzworträtsel, Sudoku und Gedächtnisspiele sind gute Übungen für das Gehirn. Wer Routine vermeidet und Neues ausprobiert fördert ebenfalls sein Reaktionsvermögen und seine Denkfähigkeit.
Soziale Kontakte
Wer zurückgezogen lebt, hat als Rentner ein höheres Risiko, an Demenz zu erkranken, denn soziale Aktivität fordert unser Sprachvermögen, unser Kurzzeitgedächtnis, unsere Sinne und unser Gefühlszentrum heraus. Um unsere Denk- und Wahrnehmungsprozesse zu beschleunigen schütten die Nervenzellen vermehrt Botenstoffe aus, mit denen Informationen weitergeleitet werden. Möglichkeiten zum Austausch gibt es beispielsweise bei kulturellen Veranstaltungen, Seniorentreffs, Kursen oder Freiwilligendiensten. Dies ist eine hervorragende Demenzprävention.
„Man sollte so früh wie möglich alles tun, um Abbauprozesse im Alter zu verhindern, oder sogar aufzuhalten. Jeder kleine Schritt, der die Lebensqualität und Selbstständigkeit erhält, bereichert und erleichtert das Leben“, so Prof. Kleine-Gunk.











