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Ngawang Norphel, der sich vor einem Monat anzündete, ist gestorben

02.08.201209:23 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Ngawang Norphel, der sich vor einem Monat anzündete, ist gestorben
Ngawang Norphel
Ngawang Norphel

(openPR) Über einen Monat nach seinem Selbstverbrennungsprotest verstarb der junge Tibeter Ngawang Norphel am 30. Juli in einem chinesischen Krankenhaus in Xining, der Hauptstadt der Provinz Qinghai in Osttibet.

Wie sein Onkel Tenzin Phegyel, der in Dharamsala wohnt, mitteilte, war Ngawang Norphels Vater im Krankenhaus, als er starb.



„Ngawang Norphel starb heute etwa um 3.30 h nachmittags in einem chinesischen Hospital in Tsognon (Qinghai). Die Kremierung wird in Kürze stattfinden“.

Ngawang Norphel, 21, und Tenzin Khedrup, 24, setzten sich am 20. Juni in der Ortschaft Dzatoe in Kyegudo, Kham, in Brand, um gegen die fortgesetzte Herrschaft Chinas über Tibet zu protestieren. Beide hatten die tibetische Nationalflagge bei ihrem Protest dabei. Tenzin Khedrup erlag sofort seinen Verletzungen, während Ngawang Norphel in kritischem Zustand in ein Krankenhaus eingeliefert wurde.

Infolge von Chinas Drosselung des Informationsflusses aus Tibet wurde anfänglich fälschlicherweise berichtet, Ngawang Norphel komme aus Ngaba. Seinem Onkel zufolge stammt die gesamte Familie des Verstorbenen aus der Gegend von Nyalam, TAP Shigatse, TAR.

„Ngawang Norphels Vater Lhakpa Dhondup erfuhr erst einen Monat später von der Tat seines Sohnes, als er ihn nämlich im Krankenhaus besuchte“, fuhr Phegyel fort. „Jemand hatte ihn aus Amdo angerufen und gesagt, sei Sohn läge im Krankenhaus, aber das ist auch alles.“ Die Polizei warnte ihn, vor allem nicht mit den Medien über den Protest seines Sohnes und seinen Zustand zu sprechen, andernfalls müsse er „einen hohen Preis“ bezahlen. Ngawang Norphel war 2008 nach Kyegudo gezogen.

Nach Angaben von Phegyel hatte der Verstorbene ernste Verbrennungen am ganzen Körper erlitten und seine Gesundheit verschlechterte sich zusehends. „Sobald er versuchte ein paar Worte herauszubringen, waren sofort die chinesischen Beamten zur Stelle, um ihn zu verhören und ihm Fragen zu stellen“. „Daher sagte er allmählich gar nichts mehr“.

In einer Videosequenz (1), die kurz nach dem feurigen Protest aufgenommen wurde, ruft der schwer verbrannte Ngawang Norphel: „Was ist mit meinem Schneeland geschehen“? Er fragt auch nach seinem „verschworenen Bruder“ Tenzin Khedrup. Obwohl er sich sichtbar in Schmerzen windet, sagt Ngawang Norphel, ihr Opfer sei für Tibet gewesen.

„Wir beide verschworenen Brüder, wir werden das nächste Mal nicht scheitern. Wir taten es um Tibets willen. Wir sind im Schneeland. Wenn es unsere Freiheit, unsere kulturellen Traditionen und unsere Sprache nicht mehr geben soll, ist es extrem beschämend für uns“, stammelte Ngawang Norphel.

In einer Botschaft, welche die beiden schrieben, ehe sie zu ihrer drastischen Tat schritten, ermahnten sie alle Tibeter, beim Kampf um die Freiheit Tibets und die Rückkehr des Dalai Lama aus dem Exil Eintracht zu bewahren.

„Leute wie wir sind nicht in der Lage, irgend etwas zur tibetischen Religion und Kultur beizutragen oder unseren Landsleuten wirtschaftlich beizustehen“. Sie sagten, durch ihre Handlung wollten sie „ihrer Liebe zu dem tibetischen Volk und ihrer Loyalität zu Seiner Heiligkeit, dem Dalai Lama, Ausdruck verleihen“.

(1) Der gesamte Dialog Ngawang Norphels mit einem Mönch steht unter „New Video Footage of Latest Self-Immolation Incident“, http://tibet.net/2012/06/23/new-video-footage-of-latest-self-immolation-incident/

Quelle: Phayul, www.phayul.com

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