(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Riesensprünge beim Rohöl vermeldeten wir in beinahe allen unseren Morgen-News der vergangenen Tage. Heute nicht! Die Amerikaner liegen nach ihrem wichtigsten Feiertag (Independence Day) noch im Bett, deren wichtigste Sorte WTI hat sich gestern preislich nicht verändert (87 Dollar je Barrel). Nordseeöl, Marke Brent, rangiert knapp unter 100 Dollar für ein Barrel. Damit ist ein es einen halben Dollar günstiger zu erstehen. Momentan gibt es für die zukünftige Preisentwicklung folgendes fundamentales Spannungsfeld: In den Vereinigten Staaten sind die Läger wohl etwas leerer – Preis rauf. In der ganzen Welt hapert’s wirtschaftlich mehr als erwartet bzw. befürchtet – Preis runter. Vorm Iran drehen Militärschiffe beider Lager ein paar Runden in der Straße von Hormuz – Preis rauf. Die Eurozone steht noch immer vor einer Reihe ungelöster Probleme – Preis runter. Ein Streik in Norwegen entzieht dem Markt eine Viertelmillion Barrel Öl am Tag – Preis rauf. Aber eigentlich ist genug Öl da – Preis runter. Da bleibt als Fazit: Nichts Genaues weiß man nicht.
Zwei Uhrzeiten sind heute wichtig: 17 Uhr liefert das US-Energieministerium neue Zahlen über US-Ölbestände. Etwas früher, 13.45 Uhr, wird die europäische Zentralbank verkünden, ob beim Leitzins zukünftig eine Null vorm Komma steht. Wenn ja, dann fließt Geld in die Märkte, vorher schwächt es unsere Gemeinschaftswährung (übrigens jetzt schon: 1,253 Dollar je Euro!). Wenn nein, erwarten Analysten eine Phase der Enttäuschung, die sich in sinkenden Notierungen bemerkbar machen müsste.
Der schwächere Euro ist’s dann wohl auch, der einen Rückgang der Heizölpreise verhindert. Der Wertverlust beim Rohöl wird vom Wertverlust des Euros kompensiert. Deswegen könnte Heizöl wieder um ein paar Cent zulegen – ein wenig hängt dies dann auch von der Entwicklung am heutigen Vormittag ab.
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