(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Brent, derzeit knappes Rohöl aus der Nordsee, ist zum sechsten Mal in Folge teurer geworden. Gegenüber dem gestrigen Frühhandel verteuerte sich die europäische Referenzsorte erneut, etwa um einen dreiviertel Dollar, und ein Barrel ist nun an der Londoner ICE für 112,30 Dollar zu erstehen. Bezogen auf die aktuelle Kalenderwoche ist solch ein Plus beinahe schon moderat zu nennen. US-Leichtöl WTI wird in New York ebenfalls mit Aufschlägen für 93,50 Dollar gehandelt.
Grund: Die beiden Waagschalen mit preistreibenden (=bullischen) und preishemmenden (=bärischen) Faktoren sind schon lange nicht mehr im Gleichgewicht. Zunehmend bröckelt auch das Argument der weltweit guten Versorgungslage – es ist lange ein Trumpf gewesen und hat den Preisrückgang im zweiten Quartal erklärt. Aktuell rütteln daran angebotsseitig: eine noch immer nicht geflickte kaputt gebombte Ölpipeline in der türkisch-irakischen Grenzregion, ein Großbrand in einer Raffinerie an der US-Westküste, ein wochenlanger Wartungs-Stillstand in der Nordsee, ein Hurrican im Golf von Mexiko mit gewaltigem Störpotenzial und ein Embargo für den Iran, der überdies noch auf Krawall gebürstet scheint. Futures Services hat ausgerechnet: „Seit Freitag vergangener Woche hatten diese Einflüsse zu einer Preisrallye von bis zu 8,5% bei WTI und 6,9% bei Brent geführt.“ Auf der anderen, der bärischen Seite, bleibt quasi „nur“ noch die Konjunktursorge in Europa und anderswo übrig. Dass Öl grundsätzlich nicht knapp ist, interessiert derzeit keinen.
Die Konjunktursorge ist es auch, die den Euro trotz guter Tagesperformance grundsätzlich ins Tal schickt. Als Korrektiv über günstige Wechselkurse fällt er damit aus. Wenn sich Rohöl zum sechsten Mal in Folge verteuert, wird es dem Heizöl also nicht anders gehen.
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