(openPR) Herausforderung auf 5.642m über dem Meeresspiegel
Schliersee, den 01.07.12 – Der ehemalige Skilanglauf-Profi und Olympia-Silbermedaillengewinner Peter Schlickenrieder ist nach Beendigung seiner Karriere immer wieder auf der Suche nach neuen sportlichen Herausforderungen. Nach wiederholten Alpenüberquerungen per Ski, sowie der Überquerung des Atlasgebirges mit dem Mountainbike im vergangenen Jahr, startet Peter Schlickenrieder am kommenden Montag, 2. Juli zu einer neuen Tour der Extreme. Zusammen mit seinem Team macht sich der ehemalige Skilangläufer auf den Weg zur Besteigung des Elbrus im Kaukasus. Mit seinem West-Gipfel auf 5.642m zählt er zu den höchsten Bergen der Welt und gehört damit auch zu den „Seven Summits“. Peter Schlickenrieder plant bei seiner Tour gleich beide Gipfel (Ost und West) hintereinander zu besteigen. „Diese Tour wird für mich wohl das Höchste, was ich bisher gemacht habe, ein spannendes Abenteuer“, so Peter Schlickenrieder.
Bewährtes Team mit am Start
Am Montag macht sich Peter Schlickenrieder auf zu seiner wohl härtesten Tour zum Mount Elbrus. Begleitet wird er von seinem bewährten Schlierseer Team Martin Leitner und Dietmar Rexhausen, die mit ihm bereits die Alpen überquerten und auch im vergangenen Jahr das Atlasgebirge durch Marokko mit dem Mountainbike durchfuhren. Schlickenrieder plant bei seiner Tour die Besteigung gleich beider Gipfel (Ost- und West-Gipfel) nacheinander mit anschließender Überquerung des gesamten Elbrus nach Khurzuk und weiter nach Sotchi. „Das Elbrus-Gebiet ist zwar mittlerweile touristisch recht gut erschlossen, aber aufgrund der oft sehr schlechten Wetterbedingungen konnten in diesem Jahr erst 6 Menschen den Gipfel erreichen. Eine gute körperliche Fitness und gute Risikoabwägung sind zwingend Voraussetzung für eine erfolgreiche Besteigung. Denn mit einem Gipfel auf 5.642 Metern über dem Meeresspiegel wird die Luft da oben schon recht dünn. Vor Ort werden uns zudem lokale Bergführer auf verschiedenen Streckenabschnitten begleiten, denn die Sicherheit geht immer vor und das Kaukasusgebirge ist komplettes Neuland für mich“, erklärt Schlickenrieder. „Wir hoffen, zwischen dem 5. und 7. Juli den Gipfel zu erreichen.“ Dabei geht es dem ehemaligen Skilangläufer nicht nur um die sportliche Herausforderung, sondern – ähnlich wie bei seiner Transatlas-Tour im vergangenen Jahr – auch um die kulturellen Aspekte und Kontakt zu den Menschen im Kaukasus. „Es wird quasi auch eine Entdeckertour, denn aufgrund der politischen Lage im Kaukasus hat diese Tour sicher vorher noch kein Mitteleuropäer gemacht.“ Warum sich Peter Schlickenrieder gerade den Elbrus ausgesucht hat? „Die Idee kam mir in Verbindung mit Sotchi als Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2014. Als begeisterter Bergsportler ist es für mich zudem fast ein „Muss“, nach verschiedenen Alpentouren auch den höchsten Berg Europas zu besteigen.“
Die Strecke
Am kommenden Montag, 2. Juli, werden Peter Schlickenrieder und sein Team nach Mineralny Vody mit einem kurze Zwischenstop in Moskau fliegen. Nach einer Nacht im Hotel Chyran in Azau geht es am folgenden Tag zu Fuß weiter zum West-Gipfel des Elbrus. Übernachten werden die Bergsportler anschließend in Gara-Bashi auf ca. 3.800m in einer Art Blechröhren, die als Hüttenersatz dienen, den Rest der Tour in mitgeführten Zelten. Zur Verpflegung hat das Team Essen von Travellunch (Expeditionsfood) samt Benzinkocher im Gepäck. „Die Planung der Tour gestaltete sich im Vorfeld recht schwierig, da es vom Kaukasus außerhalb des touristisch erschlossenen Bereichs des Elbrus so gut wie keine Karten gibt“, so Peter Schlickenrieder. Einmal die beiden Gipfel erreicht, geht es wenn möglich die komplette Strecke von etwas über 200km zu Fuß quer durch den Westkaukasus über Khurzuk bis nach Sotchi, dem Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2014. „Natürlich werde ich mich dort auch bei den Wettkampfstätten umsehen. Das Olympia-Herz schlägt nach wie vor in mir“, so der ehemalige Skilangläufer. Von Sotchi geht es nach Beendigung der zweiwöchigen Tour mit dem Flugzeug wieder Richtung Heimat. „Wie lange wir für unsere Tour brauchen, können wir zuvor noch gar nicht sagen. Nur die Termine für unseren Hin- und Rückflug (2.7. und 14.7.) stehen definitiv fest“, berichtet Schlickenrieder. „Ich bin selbst gespannt, was uns vor Ort erwartet.“
Über den Mount Elbrus
Der Elbrus ist mit 5.642m der höchste Berg Russlands und gilt im Wettstreit mit dem Mont Blanc insbesondere in Bergsteigerkreisen auch als höchster Berg Europas. Damit zählt er zu den „Seven Summits“, die die höchsten Berge aller Kontinente beschreiben. Bei dem Berg, der etwas 11 Kilometer nördlich der georgischen Grenze liegt, handelt es sich um einen nicht aktiven Vulkan mit stark vergletschertem Gebiet. So fließen mehr als 70 Gletscher von den Elbrus-Hängen ins Tal und bedecken dabei rund 145 km² mit Eis. Der Elbrus liegt im Prielbrussje-Nationalpark und erfreut sich bei Bergtouristen großer Beliebtheit. Weil die Winter am Elbrus extrem kalt sind, wird der Berg in der Regel nur zwischen Mai und September bestiegen.
Peter Schlickenrieder – eine Kurzbiografie
Peter Schlickenrieder wurde am 16.02.1970 geboren und ist einer der erfolgreichsten Skilangläufer Deutschlands. Als 5-facher Deutscher Meister holte er zudem drei Weltcupsiege und krönte seine sportliche Karriere mit der Olympia-Silbermedaille im Sprint bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City 2002. Seit Beendigung der aktiven Laufbahn arbeitet Peter Schlickenrieder als Fernseh-Experte und Co-Moderator, veröffentlichte bereits zwei Bücher zum Thema Skilanglauf – eine weiteres Buch über Nordic Blading erscheint in Kürze in den Buchläden – und wirbt für den gesunden Breitensport von Skilanglauf über Nordic Walking bis hin zu Nordic Blading. Er ist Initiator der Internetseite www.xc-ski.de und rief das bayrische DSV Ausbildungszentrum für nordische Sportarten am Chiemsee ins Leben. Für verschiedene Magazine schreibt Peter Schlickenrieder eigene Kolumnen zum Thema Ausdauer-, Breiten- und Gesundheitssport.
Wer Peter Schlickenrieders Abenteuertour durch den Kaukasus samt Elbrus-Besteigung hautnah mitverfolgen möchte, kann seine Tagebuchberichte in „Peter Blog“ nachlesen unter www.facebook.com/peter.schlickenrieder











