(openPR) Das Thema Fachkräftemangel ist in aller Munde. Kombiniert mit den Auswirkungen des demographischen Wandels haben Unternehmen zunehmend Schwierigkeiten, Positionen zu besetzen. Talentmanagement als (eine) Lösung?
Laut Statistischem Bundesamt hat der Fachkräftemangel zwei Ursachen. Das ist einmal die mangelnde Nutzung des vorhandenen Erwerbspotenzials. Rund 20% werden in Deutschland gegenwärtig nicht genutzt. Durch den demographischen Wandel gehen in den kommenden Jahren mit den geburtenstarken Jahrgängen so viele Menschen wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik in den Ruhestand. Gleichzeitig kommt mit den geburtenschwachen Jahrgängen zu wenig Nachwuchs nach – woran sich momentan auch nichts ändern lässt.
Da sich jedes Unternehmen jedoch hoch motivierte und talentierte Mitarbeiter wünscht, muss umgedacht werden. Es gibt Talente genug. Man muss sie nur entdecken.
Erfolgreiche Unternehmen betreiben in der Regel aktives Talentmanagement. Hier kristallisieren sich Wege heraus, die optimale Voraussetzungen für das Suchen, Finden, Fördern und Binden von Talenten im Unternehmen ermöglichen.
Ob und zu welcher Höchstleistung ein Mitarbeiter imstande ist, lässt sich vorher leider nie definitiv bestimmen. Die selbst erkorenen „Menschenkenner“ überschätzen sich, wenn sie das Gegenteil behaupten. Nein, erst am Ende seiner Aktivität wird deutlich, ob jemand das Talent dafür hat oder nicht.
Aktivieren und Mobilisieren
Die Zielsetzung von Talentmanagement sehen erfolgreiche Unternehmen wie Hapimag, T-Systems, Baxter, Marriott und viele andere darin, für talentierte Leistungsträger einen Lernraum mit einem hohen Maß an Gestaltungsfreiheit zu schaffen, der vielfältige Möglichkeiten zur Entwicklung ihrer Persönlichkeit bietet. Dabei tauchen auf der Lern-Agenda immer wieder die gleichen Punkte auf:
* Finden, definieren, wahrnehmen, verinnerlichen der eigenen Rolle im Unternehmen
?* Kennen lernen und schätzen der zur Verfügung stehenden Ressourcen in der Organisation
?* Verbessern der proaktiven Kommunikation – Fragen stellen, Feedback geben und erhalten, Ideen austauschen
?* Entwickeln von Teamgeist und Konfliktfähigkeit
?* Zielgerichtetes Einsetzen der eigenen Ressourcen: Zeitmanagement, Prioritäten setzen, „Nein“ sagen können
?* Steigern der Produktivität eigener Projekte, eigenen Handelns
Das bedeutet: Talentmanagement setzt nicht nur auf das Entwickeln des fachlichen Könnens, sondern auf den Aufbau der sozialen Kompetenzen. Projektarbeit ist dafür die optimale Plattform.
Dort wo die Förderung von Talenten wirklich ernst genommen und gezielt betrieben wird, darf es nicht an konsequenter Erfolgskontrolle fehlen. So werden positive wie negative Veränderungen bei den Geförderten messbar gemacht. In der Regel übernimmt diese Evaluation entweder die Personalabteilung oder der externe Berater. Aber letztlich ist Talentmanagement „Chefsache“. Egal wie groß die Organisationen sind – sie erreichen ihr Ziel, produktiv zu sein, ein höheres Niveau an Kundentreue zu schaffen, ihre talentiertesten Mitarbeiter zu entdecken und zu halten am besten, wenn sie die Stärken und Talente ihrer Leistungsträger im Business konsequent und nachhaltig ausspielen.
Fazit: Können und Wollen der Mitarbeiter sind die entscheidenden Erfolgsfaktoren eines Unternehmens. Wichtigste Voraussetzung dafür ist, das wirkliche Potenzial jedes Einzelnen zu erkennen, gezielt zu fördern, und dort, wo es brach liegt, dauerhaft zu aktivieren. Das schließt nicht nur die Talentförderungsmaßnahmen ein, sondern auch die greifbaren internen Karriereangebote. So steigen die Produktivität und das Ergebnis unterm Strich.
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