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Die Berliner Wirtschaft im Fokus – KMU-Report 2012

(openPR) Berliner Mittelstand in guter Verfassung – Umsätze und Personalbedarf legen weiter zu

Berlin, 6. Juni 2012. Die Stimmung unter Berlins kleinen und mittleren Unternehmen ist gut. So bewerten 57,9 % der Berliner Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage mit den Noten „gut“ oder „sehr gut“. Das ist ein ähnlich hoher Wert wie im Frühjahr 2011, als 55,4 % der befragten Unternehmen gute Noten erteilten. Gleichzeitig verringerte sich der Anteil der Unternehmen, die ihre Geschäftslage als „mangelhaft“ oder „ungenügend“ bezeichneten, von 6,3 auf 3,8 %. Zum Vergleich: In Deutschland fielen die Aussagen ähnlich aus („gut“: 58,6 %; „schlecht“: 3,2 %).



Dies ist das Ergebnis einer umfassenden Untersuchung zur Berliner Wirtschaft, welche Creditreform Berlin und die Investitionsbank Berlin (IBB) durchgeführt haben. Im Rahmen dieses KMU Reports, der bereits in der zweiten Auflage erschienen ist, äußerten sich rund 1.350 Berliner Unternehmen zur aktuellen Wirtschaftslage, den Konjunkturerwartungen sowie zu den Finanzierungs- und Gründungsbedingungen für die hiesigen Unternehmen.

Sybille von Obernitz, Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung, sagte: „Mit dem KMU-Report wurde ein Instrument etabliert, das der Wirtschaftspolitik schon früh zeigt, welche Finanzierungsbedingungen und Finanzierungsbedürfnisse die kleinen und mittleren Betriebe in Berlin haben. Damit ist auch ein Leitprojekt des Masterplans Industriestadt Berlin erfolgreich umgesetzt worden. Die Antworten der befragten kleinen und mittelständischen Unternehmen im KMU-Report passen gut zu unserer eigenen Lageeinschätzung: Die Berliner Wirtschaft befindet sich auf einem stabilen Wachstumskurs.“

Die Konjunkturindikatoren zur Umsatz- oder Personalentwicklung in Berlins Mittelstand haben sich binnen Jahresfrist stark verbessert: Verbuchte im vergangenen Jahr immerhin jedes zweite Unternehmen (50,1 %) höhere Umsätze, so sind es derzeit 60,3 %. Einen Umsatzrückgang mussten nur noch 11,1 % der Unternehmen hinnehmen (Vorjahr: 14,4 %). Dabei profitiert der Bau überdurchschnittlich stark von der konjunkturellen Dynamik: 65,9 % der Bauunternehmen konnten den Umsatz gegenüber dem Vorjahr ausweiten – im Handel schafften dies nur 54,2 %.

Jochen Wolfram, Geschäftsführer der Creditreform Berlin Wolfram KG, betonte dabei auf der Pressekonferenz: „Mit einem Positivsaldo von 49,2 zwischen gestiegenen und gesunkenen Umsätzen wird in Berlin ein absoluter Spitzenwert erreicht. Abgesehen vom Handel, wo die Werte knapp hinter dem Vorjahr zurückliegen, verzeichnen alle anderen Bereiche kräftige Steigerungen. Sensationell ist die Entwicklung aber in der Berliner Bauwirtschaft, wo zwei Drittel der Unternehmen Umsatzsteigerungen vermelden und lediglich knapp 5 % einen Rückgang zu verzeichnen haben. Auch fällt eine deutliche Beurteilungsdifferenz zwischen Berlin und dem übrigen Bundesgebiet auf, wo die Umsatzentwicklung mehrheitlich als stabil und weniger als verbessert wahrgenommen wird.“

Infolge der guten Umsatz- und Geschäftslage haben die Berliner Unternehmen einen steigenden Arbeitskräftebedarf. Vier von zehn Berliner Unternehmen (39,3 %) haben im Verlauf des Jahres ihren Personalbestand aufgestockt. Im Vorjahr war dies lediglich bei 28,5 % der Fall. Mitarbeiter entlassen mussten 9,6 % der Befragten (Vorjahr: 9,7 %). Einen höheren Personalstand weisen derzeit vor allem Dienstleistungsunternehmen auf (42,6 %). Im Handel bestand dagegen eine geringere Nachfrage nach neuen Mitarbeitern (34,7 %).

Optimistische Wachstumsaussichten
Nach dem starken BIP-Wachstum im vergangenen Jahr fallen die Wachstumsprognosen für das Jahr 2012 etwas schwächer aus. Momentan rechnen die Volkswirte der IBB mit einem Plus des Bruttoinlandsproduktes von 1,5 %. Unsicherheit herrscht vor allem angesichts der fiskalischen Konsolidierung im Euro-Raum sowie der Schwankungen des Ölpreises, die sich in den Stimmungsindikatoren widerspiegeln. Ähnlich sehen dies die befragten Unternehmen: Nur noch 44,1 % der Unternehmen rechnen in den kommenden Monaten mit steigenden Umsätzen, nachdem im Vorjahr noch 50,0 % der Betriebe mit einem Umsatzplus kalkulierten. Von Umsatzrückgängen geht jeder Neunte aus (11,3 %; Vorjahr: 8,8 %).
Das Beschäftigungswachstum in der Berliner Wirtschaft dürfte in den kommenden Monaten weiter anhalten. So wird der Personalstand im Mittelstand per Saldo wachsen und einen Beschäftigungsbeitrag für den hiesigen Arbeitsmarkt leisten. So planen 29,7 % der Befragten in den kommenden Monaten Neueinstellungen, während 7,3 % Stellen abbauen wollen. Die überwiegende Mehrzahl der Berliner Unternehmen (62,1 %) wird die Beschäftigtenzahl unverändert halten. Positive Beschäftigungsimpulse kommen vor allem aus den Wirtschaftsbereichen Bau und Dienstleistungen.

Gestärkte Ertragslage im Mittelstand – stabile Finanzierungsbedingungen
Eine wichtige Säule für die Finanzierung kleiner und mittlerer Unternehmen bleibt die Ertragskraft. Und diese hat sich innerhalb eines Jahres stark verbessert: Jedes zweite befragte Unternehmen (52,2 %) konnte seine Erträge steigern (Vorjahr: 42,7 %). Einbußen hatten 16,0 % der Berliner Unternehmen zu verkraften, während im Vorjahr noch 18,8 % der Unternehmen ein Ertragsminus hinnehmen mussten. Die gute Ertragslage wurde von den Unternehmen auch zum Ausbau ihrer Eigenkapitalbasis genutzt. Fast vier von zehn Befragten (37,9 %) melden eine Verbesserung der Eigenkapitalsituation. Eine Verschlechterung der Eigenkapitallage verzeichnen nur 7,9 % der befragten Betriebe.

„Es ist sehr erfreulich, dass sich die schon im Vorjahr stark verbesserte Ertragslage der Berliner Unternehmen nun im Jahr 2011 noch einmal gesteigert hat und es ist angesichts der aktuellen konjunkturellen Unsicherheiten nicht überraschend, dass die Erwartungen mit dem Status quo nicht ganz Schritt halten“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Investitionsbank Berlin, Ulrich Kissing, zur Ertragslage der Unternehmen. Es sei sicherlich vernünftig, dass viele Unternehmen die gute Ertragssituation zur Stärkung ihres Eigenkapitals genutzt hätten.

Die Finanzierungsbedingungen sind bei jedem zweiten befragten Berliner Mittelständler (52,1 %) „unverändert“ geblieben. Deutlich weniger Unternehmen (9,4 %) sprechen von einer Verschärfung der Finanzierungsbedingungen (Vorjahr: 22,7 %). Bei der Frage nach den Finanzierungsquellen zeigt sich, dass der Berliner Mittelstand zuerst auf die Möglichkeiten der Innenfinanzierung setzt. Die Einnahmen aus dem laufenden Geschäft sind mit Abstand die wichtigste Finanzierungsquelle, die mehr als drei Viertel der Befragten (76,2%) schon einmal eingesetzt haben. Aber auch Bankkredite (49,0 %), eingebrachte Eigenmittel (46,1%) und Rücklagen aus Gewinnen (37,1%) rangieren für den Berliner Mittelstand als Finanzierungsquelle ganz oben.

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