(openPR) Beim Workshop des Blasorchesters debütieren 18 Musiker im Projektorchester - und überzeugen im Konzert
Bevor die erste Probe beginnen konnte, mussten zunächst einmal die neuen Musiker begrüßt werden. Denn auf einen Schlag waren 18 neue Musiker im Alter von 15 bis 50 in den Reihen von Westfalen Winds vertreten. Das überregionale Blasorchester richtete erstmals einen Kurs aus, der sich an Neulinge richtete. "Als projektweise arbeitendes Ensemble freuen wir uns stets über neue Teilnehmer. Doch an diesem Wochenende haben wir uns insbesondere für junge Musiker geöffnet. Das Konzept ist voll aufgegangen", freut sich der künstlerische Leiter Uli Schmidt über die starke Resonanz und die starken Fortschritte im Laufe des Wochenendes.
Mit dabei war auch die 17-jährige Sophia aus Wenden. Die Hornistin spielt normalerweise im örtlichen Musikverein. Ergänzend zu den wöchentlichen Proben wollte sie nun die intensive Probenarbeit einer Wochenend-Arbeitsphase von Westfalen Winds kennen lernen. So gab es in allen musikalischen Registern neue Köpfe, die durch die Mitglieder der Stammbesetzung herzlich aufgenommen wurden.
Gemeinsam haben sie am vergangenen Wochenende fünf Werke erarbeitet und die Ergebnisse unmittelbar schon am Sonntag vor Publikum präsentiert. Am besten gefiel Sophia dabei das Potpourri zum Musical "Les Misérables", "weil im Horn viele der schönen Melediestränge notiert waren." Gemeinsam mit ihren drei Satzkollegen konnte sie dabei perfekt harmonieren.
Diese Spielfreude war bereits beim Eröffnungsstück, Leonard Bernsteins "Ouvertüre zu 'Candide'", zu hören. Mit rhythmischer Präzision und einem ausgezeichneten Gefühl für die Klangbalance führte Schmidt seine 50 Musiker durch das anspruchsvolle Werk. Mit Fingerspitzengefühl kitzelte er auch in "The wind in the willows" von Johan de Meij Gänsehautmomente aus seinem Orchester heraus. Rockiger ging es schließlich bei den beiden Soundtracks zu "Batman" und "Children of Sanchez" zu. Bei letzterem brillierte vor allem der Saxofonsatz bei spritzigen Soli, in denen sich die beiden Musiker Gregor und René Lankeit den Ball stets aufs Neue zuwarfen und sich so zu Höchstleistungen anstachelten.
Nach diesem Finale war sich das Publikum einig, Westfalen Winds nicht ohne Zugabe von der Bühne zu lassen. Auch da hatten sich die Musiker etwas ganz besonderes überlegt: Sie trugen den Choral "Wachet auf, ruft uns die Stimme" vor - jedoch nicht auf Horn & Co., sondern mit der eigenen Stimme.
Und so verlässt Sophia die Fredeburger Akademie nach einem anstrengenden, aber sehr erfolgreichen Wochenende mit einem positiven Gefühl. Für sie steht bereits jetzt fest, dass sie wiederkommt. Der nächste Termin im September ist bereits fest im Kalender angestrichen













