(openPR) Westfalen Winds präsentierte in der Akademie Bad Fredeburg das Programm für den World Music Contest
Eine Uraufführung und Beethoven einmal anders: Am vergangenen Sonntag bot sich für das sinfonische Blasorchester Westfalen Winds erstmals die Gelegenheit, seine beiden Prüfungsstücke für den World Music Contest unter Konzertbedingungen zu präsentieren.
Unter den 20.000 Teilnehmern aus aller Welt, die sich im Juli in Kerkrade der Jury stellen, sind dann auch die 60 Musiker, die sich in Bad Fredeburg auf die Herausforderung vorbereiten. Das Publikum war jedenfalls schon jetzt auf Westfalen Winds gespannt: Die Akademie war bis auf den letzten Platz gefüllt.
Eröffnet wurde die Matinee mit der „Symphonic Overture“ von James Barnes, die zusammen mit dem musikalischen Gebet „Invocation“ den Rahmen des Programms bildete. Strahlende Trompetenklänge und filigran gespielte Passagen der Holzbläser wiesen auf den guten Stand der Vorbereitung hin, den Westfalen Winds bereits dreieinhalb Monate vor dem Tag X hat.
Von Johan de Meij stammt das Pflichtstück für den diesjährigen Wettbewerb. Er verwendet in der Komposition „Extreme Beethoven“ verschiedene Themen des Wiener Klassikers, dass Motive erweitert, überlagert und schließlich bis zur Unkenntlichkeit verarbeitet werden. Mit hoher Konzentration und Spielfreude meisterte das Orchester diese Herausforderung. Ein nicht nur für Dirigent Uli Schmidt besonders spannender Moment war, als sich aus dem Tutti heraus eine Kapelle formierte, die autark in Tempo und Melodie durch das Orchester zum Publikum marschierte, während die übrigen Mitspieler konsequent das alte Tempo durchhielten. Aber auch hier zeigte sich durch die ausgeglichene Balance die musikalische Klasse der Westfalen Winds, mit dem sie das Publikum begeisterten.
Bei Thiemo Kraas’ Auftragskomposition „Miroir de l’âme“ kosteten die Musiker schließlich die kammermusikalische Intimität aus, die auch mit einem groß besetzten Orchester erzeugt werden kann. Die Musiker hielten bis zum Schluss die Spannung, so dass Stille bis zum Maximum ausgereizt wurde und so für Gänsehaut sorgte. Als langjährigem Mitglied von Westfalen Winds ist es Kraas dabei gelungenen, seinen ehemaligen Mitspielern regelrecht ein Werk „auf den Leib“ zu schreiben.
Das Publikum war jedenfalls sowohl von der Komposition als auch der Interpretation derart begeistert, dass es die Musiker erst nach Leonard Bernsteins „Wrong Note Rag“ von der Bühne gehen ließ. Ernst wird es für die Musiker schließlich am 21. Juli in Kerkrade. Mit den Eindrücken vom Konzert ist Westfalen Winds aber auf einem sehr guten Weg.












