(openPR) Eröffnung in der Galerie Schwind Leipzig am Samstag, den 2. Juni 2012 um 15 Uhr.
Es spricht Meinhard Michael.
Der Künstler ist zur Eröffnung anwesend.
Es erscheint ein Katalog.
Ausstellungsdauer: 2. Juni – 20. Juli 2012.
Vom 2. Juni bis zum 20. Juli 2012 zeigt die Galerie Schwind in Leipzig die erste umfassende Einzelausstellung mit Gemälden des Leipziger Malers Günter Thiele (* 1930). Zu sehen sind Stadtlandschaften, Stillleben und Porträts aus allen Schaffenszeiten, beginnend in den 1950er Jahren.
Thiele, der an der Hochschule für Bildende Künste Berlin-Charlottenburg Malerei studierte, gilt als stiller Beobachter und Topograf seiner Umwelt. Zentraler Themenkomplex seines Oeuvres und der Ausstellung bilden die Leipziger Stadtbilder. In ihnen skizziert Thiele ganz unaufgeregt das tägliche Leben und setzt zumeist schemenhaft wirkende Figuren in Kulissen bestehend aus Straßenfluchten, Häuserzeilen, Garten- und Parkanlagen. Der narrative Moment tritt dabei völlig zurück, Aktionen und Blickachsen werden vermieden. Vielmehr geht es Thiele um das Erfassen eines stimmungshaften Augenblicks. Die strenge Perspektive seiner Architekturszenerien, die Vermeidung eines dramatischen Licht-Schatten-Spiels, die Unaufdringlichkeit und Transparenz der eingesetzten, tonigen Farben und die reduzierte Malweise bewirken beim Betrachter einen Zustand der Entschleunigung und Stille, aber auch der Melancholie.
„Auf die Frage, was die unauffälligen Menschen machen auf seinen Bildern, antwortet der Maler: „Jaah – was die Leute so machen. Die laufen hin und laufen her. Das ist das Leben. Sehen Sie das nicht?“ (Zitat aus dem Beitrag von Meinhard Michael im Katalog „Günter Thiele – Stadtleben“)
Begleitend zur Ausstellung erscheint der Katalog „Günter Thiele – Stadtleben“ mit einem Beitrag von Meinhard Michael. (79 Farbabb., Werkverzeichnis der Gemälde)
Galerie Schwind | Leipzig
Springerstraße 5
04105
Leipzig
0341-2539880
info@galerie-schwind.de
Michaela Hofmann Stefanie Michels
Galerie Schwind | Leipzig
Springerstraße 5, 04105 Leipzig
Michaela Hofmann, Stefanie Michels
Tel.: 0341-2539880
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Über das Unternehmen
Die Galerie Schwind wurde 1989 in Frankfurt am Main gegründet. Der Geschäftsführer, Karl Schwind, pflegte bereits zuvor Kontakt zur jungen Kunstszene in Leipzig und Dresden, weshalb von Beginn an Leipziger Künstler durch die Galerie vertreten sind.
Nach der Wende intensivierte sich dieser Austausch, besonders im Hinblick auf die ältere Künstler-Generation der sogenannten Leipziger Schule, wobei vor allem die Freundschaft mit Wolfgang Mattheuer (1927-2004) prägend gewesen ist. Im Jahr 2000 kam mit Werner Tübke (1929-2004) der zweite Protagonist der Leipziger Schule hinzu und verdichtete mit seinem künstlerischen Beitrag das Programm der Galerie.
Der enge Kontakt mit der Stadt und der lebendige Dialog mit ihren Künstlern ließen schon früh die Idee reifen, auch in Leipzig Geschäftsräume einzurichten - so dass Karl Schwind, als sich nach dem Tod Werner Tübkes die Möglichkeit ergab, dessen Villa zu erwerben, kurzerhand den Hauptsitz der Galerie Schwind nach Leipzig verlegte. Damit platzierte er den eigenen Handels- und Wirkungsraum im unmittelbaren Entstehungsumfeld der Kunst, die er vertritt.
Heute beherbergt das geschichtsträchtige Künstlerhaus in der Springerstraße 5 die Ausstellungsräume der Galerie im Erdgeschoss, die Sammlung Fritz P. Mayer – Leipziger Schule in der ersten Etage und im Dachgeschoss die Tübke-Stiftung. Die Räumlichkeiten in Frankfurt am Main wurden erweitert und bleiben als Dependance bestehen. Schließlich wurde 2011 die dritte Galerie in Berlin-Mitte eröffnet.
Neben der Betreuung der künstlerischen Nachlässe von Werner Tübke und Wolfgang Mattheuer werden auch weitere bedeutende Leipziger Künstler wie Arno Rink, Ulrich Hachulla, Michael Triegel, Wolfgang Peuker, Günter Thiele, Erich Kissing, Gero Künzel und Markus Matthias Krüger durch die Galerie Schwind in Leipzig und Frankfurt am Main vertreten. Überregionale Künstler wie Willi Sitte, Werner Stötzer, Fritz Cremer, Volker Blumkowski und Shinji Himeno ergänzen mit ihren Arbeiten das Programm um den kritischen Realismus.