(openPR) Die art KARLSRUHE geht in die achte Runde und die GALERIE Supper nimmt, zum achten Mal, als Teilnehmer der ersten Stunde wieder an altbekannter Stelle teil. An unserem Stand in der Halle 2 / E07 präsentieren wir die folgenden, acht jungen, künstlerischen Positionen aus unserem Galerieprogramm:
Patricia Thoma, Monika Thiele, Katharina Meister, Mike MacKeldey, Andreas Lau, Dag Seemann, Roland Schauls und Andreas Wachter. Dabei möchten wir den in Offenbach lebenden Künstler Mike MacKeldey herausheben, dessen Arbeiten wir in diesem Jahr erstmals auf der Messe zeigen.
Das Hauptwerk des Malers Mike MacKeldey (*1973, Frankfurt/Main) bezieht sich immer wieder auf den Kopf oder das Portrait. In seinen Arbeiten handelt es sich aber nicht um klar identifizierbare Abbilder von Menschen, sondern die Portraits werden durch pastos aufgetragene Farben verwischt, zerstört, übermalt und in eine zunehmend abstakte Richtung verändert. In die noch feuchten Farben ritzt oder kritzelt der Künstler intuitiv ersonnene Texte oder Zeichnungen, die sich oft ironisch mit dem Werk beschäftigen. Es sind Andeutungen zu den Geschichten, die hinter den Portraitierten liegen und die der Betrachter für sich entdecken kann.
Weitere ausgestellte Künstler:
Die Arbeiten von Patricia Thoma (*1977 Berlin) sind in ihrer besonderen Handschrift frech und provokativ gefasst. Auf den ersten Blick wirken sie arglos und friedfertig, doch schon im nächsten Moment kippt dieser harmlose Ausdruck. Ihre Bilder - gegenständlich, figurativ und in einer Spielart des Realismus - sind ironisch, frech, witzig, aber auch hintergründig und manches Mal etwas verstörend.
Mit ihren einzigartigen Fadenbildern schafft Monika Thiele (*1966, Erfurt) Menschenbilder von eindringlicher Präsenz und großer Intensität. Aus farbigen Fäden spannt sie ein dichtes, im wörtlichen Sinne stoffliches Netz, in dem Gefühle, Hoffnungen, Wünsche, aber auch Leid und innere Zerrissenheit ihrer Figuren eingefangen sind. Der Blick des Betrachters dringt tiefer und tiefer in das Bild und auch in das Innenleben der Figuren ein.
Katharina Meister (*1981, Karlsruhe) spielt mit der Wahrnehmung und eingefahrenen Sehgewohnheiten: Durch übereinander geschichtete Landschaftsausschnitte, Zeichnungen auf Transparentpapier und Scherenschnitte, die sie in alte, massive Holzbretter setzt, provoziert sie einen Zustand zwischen Anblick und Durchblick, Greifbarem und Unsichtbarem, Zwei- und Dreidimensionalität.
Andreas Lau (*1964, Karlsruhe) beschäftigt sich in seinen Bildserien „Anonym“ und „Bildstörungen“ mit dem menschlichen Portrait, dem Gegenüber. Wie bereits in früheren Serien („Wasserbilder“, „N.N.s“, „Landschaften“) geht es ihm hierbei um die Auslotung malerischer Möglichkeiten und damit verbunden um die Frage: Wie kann man in unserer heutigen, medial geprägten Zeit dieses Genre noch darstellen?
Dag Seemanns (*1959, Düsseldorf) Gemälde erinnern an die Ästhetik von Computerbildern oder Comiczeichnungen. Seine flächigen und glatten Figuren wirken fast schablonenhaft und stehen in irritierendem Kontrast zu den verschiedenen Raumebenen. Er zögert nicht, völlig gegensätzliche Motive auf ein und derselben Fläche zusammenzubringen. Dabei betont er in seinen Bildern geradezu das Heterogene, wie auch das Fragmentarische, hütet sich jedoch davor, die unterschiedlichen Elemente miteinander zu verschmelzen.
Andreas Wachter (*1951, Chemnitz), ein wichtiger Vertreter der Leipziger Schule, weckt mit seinen Raumszenen und stimmungsvolle Landschaften beim Betrachter ein unbestimmtes Déjà-vu-Erlebnis. Seine Bildfiguren scheinen aus verschiedenen Zeitebenen zu stammen, das Bildgeschehen bleibt für den Betrachter rätselhaft - begünstigt durch die an Caravaggio erinnernde Lichtregie und die Suggestivkraft der Farben. In altmeisterlich gekonnter Malweise schafft er dabei Bilder von großer Aktualität.
Roland Schauls (*1953, Luxemburg) verarbeitet intellektuell vielschichtig, witzig, zuweilen mit leiser Ironie, Inhalte, die ihren Ursprung durchweg in der europäischen Geistesgeschichte haben. Nicht selten in Serien erscheinen die Künstlerkollegen vergangener Jahrhunderte wie Heilige überhöht, moderne Varianten der Musen, oder seine zeitgemäße Darstellung einer Heiligen Familie.











