(openPR) Weiterbildungsmaster Integrative Lerntherapie an der Universität Hamburg entlässt erste Absolventinnen und Absolventen.
An der Universität Hamburg konnten zu Beginn des Sommersemesters erstmals Masterurkunden in integrativer Lerntherapie übergeben werden. Damit wird die Professionalisierung des Berufsstandes der Lerntherapeuten und -therapeutinnen entscheidend vorangebracht. Leicht gerät nämlich die Suche der Eltern von Kindern mit Lernstörungen wie Legasthenie, Dyskalkulie oder AD(H)S nach einem professionellen Therapieangebot zu einer Odyssee. „Lerntherapeut/-in“ ist in Deutschland noch keine geschützte Berufsbezeichnung. Die Professionalisierung und Etablierung des Berufsbildes Lerntherapeut/-in ist da-her seit Jahren ein Anliegen des Fachverbandes Integrative Lerntherapie e.V. (FiL), der berufsständischen und fachlichen Vertretung der Lerntherapeuten in Deutschland. Die neue Vorsitzende des FiL, Lilo Gührs, freut sich nun über die ersten Master-Absolventen der Universität Hamburg: "Wir begrüßen die Entwicklung von Masterstudiengängen in Integrativer Lerntherapie als entscheidenden Beitrag zur Professionalisierung unseres Berufsbildes. Als Fachverband setzen wir uns dafür ein, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die lerntherapeutische Hilfe benötigen, diese in ausreichendem Maße, mit hoher Qualität und unabhängig ihrer Herkunft erhalten können.“ Wie im Chancenspiegel der Bertelsmann Stiftung dargestellt, besteht in Deutschland noch immer ein Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Schulerfolg und damit auch der Bildungsbiografie von Kindern. Die Förderung von Kindern mit Lernstörungen wird nur zu einem kleinen Teil von den Jugendämtern finanziert und ist damit vom Geldbeutel der Eltern abhängig. Durch die fehlende Definition des Berufsbildes Lerntherapeut/-in ist es zudem möglich, dass Förde-rangebote von unzureichend qualifiziertem Personal durchgeführt werden. „Mit dem Mastertitel sowie mit der FiL-Zertifizierung „Integrative/-r Lerntherapeut/in FiL“ wird ein hoher Qualitätsstandard in der Therapie nachgewiesen werden.“, sagt Frau Gührs. Die guten Therapieangebote sollen in Zukunft zu vermehrter Kostenübernahme durch die Jugendämter führen und damit langfristig für mehr Bildungsgerechtigkeit sorgen. Die 66 erfolgreichen neuen Masterabsolventinnen und -absolventen der Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaften der Universität Hamburg können so sowohl für den Berufsstand neue Qualitätsmaßstäbe setzen als auch in der Lerntherapie für alle betroffenen Kinder.
Informationen zum weiterbildenden Masterstudium finden Sie unter:
http://www.aww.uni-hamburg.de/Integrative_Lerntherapie.html








