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„Familienalltag ist der wichtigste Ort der Inklusion“

05.09.201712:59 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) kbo-Kinderzentrum München seit 50 Jahren Vorreiter in der Behandlung und Integration von Kindern mit Behinderungen
Ab Herbst Ausbau des stationären und ambulanten Angebots im Rahmen des Projekts Home Treatment für Kinder mit Trisomie 21 durch Unterstützung der Robert-Vogel-Stiftung



München, 4. September 2017 – Inklusion ist ein Menschenrecht und fordert die gleichberechtigte Teilhabe in der Gesellschaft. Damit dies gelingen kann, setzt sich das kbo-Kinderzentrum München mit einem breiten Therapieangebot seit fast 50 Jahren ein - bereits lange vor dem Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention. Vor dem Hintergrund der extrem steigenden Nachfrage erweitert das Kinderzentrum ab Herbst sein Therapieangebot um den Bereich Home Treatment für Kinder mit Trisomie 21 und plant einen Neu- und Erweiterungsbau.


Im kbo-Kinderzentrum München werden jährlich etwa 12.000 Kinder und Jugendliche mit Behinderungen und Entwicklungsverzögerungen sowohl ambulant als auch stationär behandelt. Das Spektrum reicht dabei von Sprachentwicklungsstörungen, Epilepsien, Fehlbildungen, chronischen Krankheiten, Erkrankungen des Nervensystems und der Muskulatur über Schulleistungsstörungen, Kinder mit ADHS und Autismus-Spektrum-Störungen bis hin zu Behinderungen wie Trisomie 21.

„Hauptfokus bei allen Therapieformen ist die enge Zusammenarbeit mit den Eltern“, so Prof. Dr. med. Volker Mall, Ärztlicher Direktor am kbo-Kinderzentrum München und Lehrstuhlinhaber für Sozialpädiatrie an der TU München. „Den Eltern zu vermitteln, wie sie ihr Kind im Alltag fördern können, ist eine unserer Hauptaufgaben, denn der Familienalltag ist der wichtigste Ort der Inklusion.“

Damit die Inklusion im Alltag noch besser klappt, erweitert das Kinderzentrum daher im Rahmen seiner Trisomie 21-Sprechstunde sein Beratungsangebot auf den bislang neuen Bereich Home Treatment durch spezielle Fachkräfte des Kinderzentrums. „Ziel ist es, durch die Beratung der Familien im häuslichen Rahmen den Klinikaufenthalt der Patienten zu verkürzen und zusammen mit den Eltern das im Kinderzentrum Gelernte zu Hause im Alltag zu festigen“, erläutert Prof. Dr. Mall das Projekt, das im Herbst durch die Unterstützung der Robert-Vogel-Stiftung anlaufen soll.

Darüber hinaus wird aufgrund der steigenden Nachfrage die Montessori-Therapie im Kinderzentrum weiter ausgebaut. In der Montessori-Therapie steht die ganzheitliche Förderung und das soziale Umfeld des Kindes im Vordergrund. So können Kinder mit Förderbedarf individuell auf den Alltag in Kindergarten und Schule vorbereitet werden und die Inklusion in einer Regeleinrichtung erleichtert werden.

Die Patientenzahlen im kbo-Kinderzentrum verzeichnen einen starken Anstieg. Um das breite Therapieangebot auf hohem Niveau zu gewährleisten und mehr Platz zu schaffen, ist daher ein Neu- und Erweiterungsbau am aktuellen Standort Großhadern dringend erforderlich. Die Planungen dafür sind bereits weit fortgeschritten.

Am 11. Oktober 2017 um 15 Uhr soll eine breit angelegte Spendenkampagne für den Erweiterungsbau des Kinderzentrums mit der Unterstützung eines prominenten Botschafterkreises und unter der Schirmherrschaft von Karin Seehofer starten. Eine gesonderte Presseeinladung dazu folgt.


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