(openPR) (atr) – Wer hatte eigentlich noch ernsthaft daran geglaubt, dass die Politiker ihren Beschluss vom letzten Jahr revidieren würden? Kaum jemand! Was in den letzten Wochen zu hören war zum Thema „Beitrittsverhandlungen in der Türkei mit der Europäischen Union“ war letztlich nur Säbelrasseln.
Und dass die türkische Seite signalisierte: entweder Vollmitgliedschaft oder wir kommen gar nicht erst am 3. Oktober an den Verhandlungstisch, war noch ein letzter Versuch, eine möglichst gute Ausgangsposition für die Beitrittsverhandlungen zu schaffen.
Zypern-Anerkennung, Wahrung der Menschenrechte und vollständige Herstellung eines rechtsstaatlichen Systems – hin oder her – das sind letztlich nicht die Fragen. Europa und die Türkei werden aufeinander zu gehen, allein aus strategischen Überlegungen.
Hinter vorgehaltener Hand sieht man in Europa darin auch eine Möglichkeit, den Einfluss der USA in der Türkei zurückzudrängen. Umso verwunderlich ist, dass die USA seit Monaten vehement erklären, den Beitritt der Türkei zur Europäischen Union nachhaltig befürworteten. Es ist besser, die Türkei in die EU eingebunden zu sehen als das Risiko eines Bündnisses islamischer Staaten einzugehen.
Wie aber sieht die Meinung der Bevölkerung zum Beitritt der Türkei aus?
Aufgeschreckt durch die Stimmung, die der Redaktion der einzigen deutschsprachigen Wochenzeitung in der Türkei – der Aktuellen Türkei Rundschau (ATR) - in Gesprächen mit der türkischen Bevölkerung aber auch deutschsprachigen Europäern in der Türkei in den letzten Wochen immer wieder deutlich wurde, stellte sie in einer dreiteiligen Artikelserie die Meinungen der Bevölkerung der 25 Staaten der Europäischen Union zusammen.
Das Ergebnis ist zum derzeitigen Standpunkt wenig überzeugend. Die überwiegende Zahl der Politiker in der Europäischen Union sagen ja zu den Beitrittsverhandlungen der Türkei. Aber ein großer Teil der Bürger in den 25 Staaten sagen: NEIN.
Sicher ist dies eine Momentaufnahme, die sich im Laufe der nächsten Jahre ändern kann.
Tatsache ist, dass diese Ablehnung auch in den Gesprächen mit türkischen Bürgern immer wieder deutlich wird. Vorteile durch einen Beitritt der Türkei zur Europäischen Union erwartet in der Türkei heute kaum jemand. Aber die Gefahr, dass es zu einer möglicherweise inflationäreren Preissteigerung kommen könnte – ohne dass die Einkommen der Arbeitnehmer in gleicher Weise wachsen – ist weit verbreitet.
Den vollständigen Text können Sie als pdf-datei abrufen auf unserer homepage: atr.de.tt n der Rubrik „Aktuelles Thema“ oder bitte eine Nachricht an unsere Redaktion, die Ihnen den Text gerne zuleitet.
Pressekontakt:
Weitere Informationen erhalten Sie unter:
Telefon: +90-537 46 48 628 oder +90-537 46 86 236
Telefax: 0242 517 34 27
Email:
!!! Für Telefon-Interviews stehen wir unter der obengenannten Rufnummer gerne zur Verfügung. !!!
Honorarfreier Abdruck dieser Pressemeldungen ist erwünscht unter Angabe des folgenden Quellenhinweises:
Aktuelle Türkei Rundschau – ATR – erste und einzige deutschsprachige überregionale Wochenzeitung der Türkei (Deutsche Herausgebern).
Belegexemplar erbeten an folgende Email-Adresse:










