(openPR) Jakobs – Haus - e. V. hat sich als freier Träger gegründet, um das große Defizit in der Kurzzeitpflege geistig und körperlich behinderter Menschen auszugleichen.
Junge Menschen mit geistiger Beeinträchtigung haben die gleichen Wünsche, Bedürfnisse und Erwartungen an das Leben wie Menschen ohne Beeinträchtigung, sie sind jedoch häufig ein Leben lang auf Unterstützung angewiesen.
Unser Ziel ist, junge Menschen mit Beeinträchtigungen zu unterstützen und zu begleiten und ihnen ein kurzeitiges Zuhause zu bieten, in dem sie sich wohl, sicher und geborgen fühlen. Dabei orientieren sich unsere konzeptionellen Grundlagen an den Inhalten von Integration.
Wir, Heilerziehungspfleger und Sozialarbeiter stehen jeden Tag in der Arbeit mit behinderten Menschen. Insbesondere im
Bereich der geistig Behinderten fiel uns das große Defizit der Kurzunterbringung auf. Immer, wenn es darum ging, Kinder kurzzeitig unterzubringen, war dies im Großraum Berlin und in Brandenburg kaum möglich. Wegen der großen Nachfrage von Jugendämtern und Eltern haben wir uns entschlossen für Abhilfe zu sorgen.
Ziel dieses Vereins ist es, Kindern eine Kurzzeitunterbringung zu ermöglichen.
Zu diesem Zweck gründeten wir einen Verein, der sich darum bemühen wird, für die Vereinsarbeit eine Immobilie zu erwerben. Da der Verein über keine eigenen Mittel verfügt, wird es nötig sein, die Finanzen auf den Spendenweg einzuloben. Hierzu müssen wir die Gemeinnützigkeit möglichst schnell erlangen. Eine Kurzzeitunterbringung für geistig- und körperlich behinderte Menschen ist in Berlin und Brandenburg derzeit noch ungenügend, so dass man von einer chronischen Unterversorgung sprechen muss.
Die Situation wird für Eltern geistig- und körperlich behinderter Kinder immer schwieriger.
Viele dieser Eltern befinden sich seit Jahren in einer verzweifelten Lage, da sie in bestimmten Situationen ( Krankenhausaufenthalt, Urlaub etc. ), keine Möglichkeit haben ihre Kinder unterzubringen.
Nur sehr wenige Einrichtungen sind auf diese spezifische Problematik eingestellt, meist auch personell nicht hinreichend ausgestattet. Speziell in Krisensituationen gibt es zu wenige Unterbringungsmöglichkeiten. Unser Angebot ,,Jakobs – Haus - versteht sich als Antwort auf den Betreuungsbedarf von Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung in den Ländern Berlin und Brandenburg. Konzeptioneller Grundgedanke allen pädagogischen Handelns im ,,Jakobs – Haus“ ist ein individuell abgestimmtes und abgestuftes Förder- und Betreuungskonzept, das auf Hilfe zur Selbsthilfe ausgerichtet ist.
2. Unsere Zielsetzung
Die Zielsetzung unserer Arbeit mit den Bewohnerinnen und Bewohnern orientiert sich im Wesentlichen an den Aufgaben und Maßnahmen der Eingliederungshilfe gemäß §§ 53 Abs. 1, 54 Abs. 1, 55 SGB XII, §§ 2, 3 EHVO, § 55 SGB IX, § 100 Abs. 1 Nr. 1 BSHG gem. Art. 68 des Gesetzes zur Einordnung der Sozialhilfe in das Sozialgesetzbuch.
Ziel ist es, den jungen Menschen einen adäquaten Lebensrahmen zu bieten, in dem sie mit ihrer Behinderung leben können und in dem sie sich wohl fühlen.
In unserem Haus erfolgt eine entwicklungsbegleitende Wahrnehmungsförderung von jungen Menschen.
Dazu gehören pädagogisch-therapeutische Förderprozesse, um die Handlungskompetenz der jungen Menschen zu erweitern, ihnen neue Erfahrungen zugänglich zu machen und ihre Integration anzustreben.
Dies sind u. a.:
• Die Entwicklung der Persönlichkeit,
• Die Respektierung der Person,
• Die Schaffung und Gestaltung verträglicher und akzeptabler Lebensräume,
• Die Entwicklung von eigenen Interessen,
• Die Herausbildung einer eigenen Meinung,
• Das Herausfinden von Kompetenzen und deren Stärkung,
• Die Förderung von Alltagskompetenzen hinsichtlich größtmöglicher Selbstständigkeit
• Ein besseres, verständnisvolleres und entspanntes Umgehen miteinander zu ermöglichen,
• Die Akzeptanz der eigenen Behinderung
Grundprinzip aller Handelnden ist es, dass sie sich den Erfordernissen der Bewohner anpassen. Erst auf der Basis des gegenseitigen Vertrauens können Fördermaßnahmen wirkungsvoll sein. Der jeweilige Betreuer, zu dem der Bewohner nur langsam sein Vertrauen aufbauen kann, wird ihm helfen, Sicherheit zu finden, in einer für ihn unsicheren Umwelt.













