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Versandverbot: Rolle rückwärts beim Apothekenwettbewerb

04.04.201209:32 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Buse: Politik sollte mit Blick auf die Patientenwünsche Augenmaß behalten

Berlin (04. April 2012) – Bei seiner Sitzung am vergangenen Freitag haben die Bundesländer mit knapper Mehrheit für ein Versandverbot rezeptpflichtiger Arzneimittel abgestimmt. „Die uneingeschränkte Zulassung des Versandhandels mit Arzneimitteln hat zu einer Verminderung der Patientensicherheit geführt“, heißt es in der Beschlussempfehlung des Gesundheitsausschusses. Der Vorsitzende des Bundesverbands Deutscher Versandapotheken (BVDVA), Christian Buse hierzu: „Seit seiner Zulassung des Versandhandels in Deutschland ist kein einziger Fall von verminderter Arzneimittelsicherheit, geschweige denn von Patientengefährdung, aufgetreten. Daher ist dieser Beschluss aus unserer Sicht lediglich der Apotheken-Lobby geschuldet, die nichts unversucht lässt, Wettbewerb im Apothekenbereich gegen die Interessen der Patienten mit aller Macht zu verhindern.“ Die Politik sollte bei dieser Angelegenheit gesundes Augenmaß behalten.



Deutschland führe überdies eine anachronistische Diskussion: Die EU-Kommission sei dabei, ein europaweit gültiges Gütesiegel für Versandapotheken zu erstellen. „Während die EU Kommission im Sinne der Patienten und des Wettbewerbs tätig wird, plant die deutsche Politik eine Rolle rückwärts“, kritisiert Buse. Das sei vollkommen überflüssig, denn die Bundesregierung habe bereits für Orientierung im Versandapothekenmarkt gesorgt. Das Deutsche Institut für Medizinische Information und Dokumentation (DIMDI) führe auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums eine aktuelle Liste der zugelassenen Versandapotheken („Versandapothekenregister“). Dort können sich die Verbraucher jederzeit über sichere Anbieter informieren.

Ein weiteres Ziel des Antrages sei es, sogenannte Pick-up-Stellen zu verbieten. „Der Versand von nicht verschreibungspflichtigen, apothekenpflichtigen Produkten wäre weiterhin möglich, auch über Pick-up-Stellen“, so Buse. Das Vorhaben träfe ausschließlich die Patienten, die sich seit knapp acht Jahren an diesen Bezugsweg gewöhnt hätten und ihn mit steigender Nachfrage in Anspruch nähmen.

„Rund 10 Prozent aller Kollegen haben eine Versanderlaubnis beantragt und erhalten. Wir haben auf Basis deutschen Rechts erhebliche Investitionen in den Aufbau von Versandapotheken getätigt und Personal eingestellt. Wir versorgen Menschen in strukturarmen Gebieten mit Arzneimitteln. In Landstrichen, wo stationäre Apotheken und Arztpraxen immer seltener anzutreffen sind. Es kann nicht im Sinne des Gesetzgebers sein, diese gewachsenen Strukturen wieder einzureißen.“

Buse kündigte entschlossenen Widerstand der Versandapotheken gegen eine Umsetzung dieses Beschlusses an.

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