(openPR) Winsen/A. „Zeit, das Richtige zu tun“, lautet des Motto des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Mit Abschaffung der Zivildienstleistenden ist zum 1. Juli des letzten Jahres der Bundesfreiwilligendienst entstanden und soll damit die bisherigen Jugendfreiwilligendienste ergänzen. Auch in unserer Region entstehen Stellen für Bundesfreiwillige, Menschen, die ihrem Leben eine neue Richtung geben wollen oder auch Schulabgänger, die noch in der beruflichen Findungsphase sind oder Personen, die einfach für einen festgelegten Zeitraum etwas Gutes tun möchten.
Auf NABU Gut Sunder gibt es bereits seit dem letzten Jahr einen Bundesfreiwilligen: Simon Fischer. Zwischen Abitur und Studium möchte er ein Jahr seines Lebens vorwiegend dem Naturschutz widmen. Er hilft in allen Bereichen des ehemaligen Teichgutes mit und wohnt mittlerweile auch dort, weil er die Atmosphäre und das Zusammensein mit den anderen Freiwilligen im Berufsalltag und im kleinen Praktikantenwohnhaus auf dem Gelände genießt.
„Ökologische Themen sind für mich von elementarer Bedeutung. Ich engagiere mich bereits in der grünen Politik und interessiere mich vor allem für Möglichkeiten, Kindern und Jugendlichen die ökologische Bildung nahe zu bringen, daher habe ich mich in diesem Umweltbildungszentrum beworben“, so Fischer. „Ich arbeite hier im Infozentrum, in der interaktiven Ausstellung, helfe auch mal in der Hauswirtschaft und fühle mich als volles Mitglied des gesamten Teams. Meinen Schwerpunkt habe ich im Bereich Marketing und Öffentlichkeitsarbeit unter der Anleitung von Monika Heinen, die für diesen Bereich zuständig ist.“ In diesem Zusammenhang entwirft er Pressemitteilungen, Flyer, Ausstellungsführer und managt Messestände, auf der Infa Hannover im letzten Jahr den Stand des gesamten Landesverbandes des NABU Niedersachsen. Auch in den pädagogischen Programmen des Regionalen Umweltzentrums NABU Gut Sunder konnte er schon hospitieren und mithelfen. So kennt er natürlich die nächtliche Fledermauswanderung, den Ausflug ins Moor oder das besonders beliebte Keschern im Teich. Sein Aufenthalt ist am 30.06.2012 beendet, doch die Zeit hat ihn geprägt und er konnte sich einen umfassenden Überblick über die Arbeit in einem Naturschutzzentrum verschaffen.
Für das laufende Jahr sucht der Naturschutzbund Deutschland e. V. wieder Bundesfreiwillige, die sich u. a. in den Betrieb von NABU Gut Sunder einbringen. Insgesamt vier Stellen für Freiwillige stehen zur Verfügung und einige Bewerbungen liegen bereits vor. Bewerben kann sich jeder Erwachsene nach Erfüllung der Vollzeitschulpflicht. Der Einsatz erfolgt wochentags oder auch mal am Wochenende für einen Zeitraum von sechs bis 12 Monaten eine Verlängerung auf 18 (in Ausnahmefällen 24) Monate ist möglich. Kostenfrei dürfen Seminare besucht werden, für die unter 27jährigen gibt es eine Bildungsverpflichtung zur Teilnahme an verschiedenen Seminaren in dieser Zeit. Bewerber oberhalb dieser Altersgrenze haben keine Seminarverpflichtung und können ihren Bundesfreiwilligendienst auch in Teilzeit – ab 20 Std. wöchentlich – ausführen. Natürlich sind alle Bundesfreiwilligen sozialversichert, haben einen regulären Urlaubsanspruch und erhalten ebenfalls ein Taschengeld. Unterkunft und Verpflegung sind möglich. ALG II –Empfänger können sich auch bewerben, sie erhalten neben ihren sonstigen Bezügen einen von der Anrechnung ausgenommenen Mehrbetrag in Höhe von 175 Euro monatlich….und eine tolle Chance, wieder in die Berufswelt einzusteigen.
Bewerbungen werden gern per eMail entgegen genommen oder auch schriftlich, im ersten Step reichen ein Anschreiben und der Lebenslauf. (
Informationen zu allen Zentren des NABU, die Bundesfreiwillige aufnehmen, sind auch im Internet unter www.freiwillige-im-naturschutz.de zu finden.











