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Innovative Forschungsmethoden retten Leben

28.03.201215:41 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Innovative Forschungsmethoden retten Leben
Vollautomatische Tests sind zuverlässiger, schneller und günstiger als Tierversuche
Vollautomatische Tests sind zuverlässiger, schneller und günstiger als Tierversuche

(openPR) Als sich 2010 nach dem Unfall mit der Ölbohrplattform Deepwater Horizon eine Naturkatastrophe abzuzeichnen begann musste eine schnelle Lösung her. Es war klar, dass man das Öl mit Chemikalien binden muss. Um jedoch zu verhindern, dass durch die Chemikalien ein noch grösserer Schaden für Mensch, Tier und Umwelt entsteht, war es notwendig Giftigkeitsprüfungen vorzunehmen.


Üblicherweise werden diese mittels Monate dauernden, teuren und für die Tiere sehr belastenden Tierversuchen vorgenommen. Im Fall der drohenden Ölkatastrophe hatte man diese Zeit aber nicht. Somit kam beim zuständigen Forscherteam eine hocheffiziente auf Zellkulturen basierende Methode namens «ToxCast» zum Einsatz, welche die Überprüfung vieler Chemikalien in nur zwei Wochen ermöglichte.
«Es gibt viele gute Gründe, weshalb man auf innovative, tierfreie Testmethoden umsteigen muss. Doch viele Wissenschaftler tun sich, oft infolge fehlender Kompetenz, schwer mit Erneuerungen.» so Andreas Item, Geschäftsführer der AG STG. «In diesem Fall jedoch hat der Zeitdruck der besseren Methode zum Durchbruch verholfen. Immer mehr Forscher haben zwischenzeitlich damit begonnen, statt auf unzuverlässige und veraltete Forschungsmodelle zu setzen (Tierversuche) auf innovative Forschungsmethoden umzustellen.»

Jeffrey M. Perkel hat im renommierten Wissenschaftsmagazin «Science» ausgeführt, dass dieser Wechsel keineswegs rein aus ethischen Überlegungen geschieht, sondern hauptsächlich aufgrund wissenschaftlicher und ökonomischer Überlegungen. Die Giftigkeitsprüfungen mit Tierversuchen für ein einziges Pestizid kosten eine Firma bis zu 10 Millionen und können bis zu 5 Jahre lang dauern.
Maurice Whelan, Chef der Abteilung für Toxikologiesysteme am European Commission Joint Research Centre, sagte, dass sein Team mit automatisierten Systemen für die Testung von 90 neuen Chemikalien lediglich 8 Wochen benötigt, während Tierversuche mindestens 18 Monate dauern würden und manuell durchgeführt werden müssen.
Thomas Hartung, Professor für evidenzbasierte Toxikologie an der Johns Hopkins University Bloomberg School of Public Health, geht davon aus, dass in wenigen Jahren so einfache tierfreie Labortests zur Verfügung stehen werden, dass die Tests in jedem kleinen Labor durchgeführt werden können.

Aber schon jetzt sind die möglichen Ersparnisse enorm. Um beispielsweise schädliche Einflüsse auf den Hormonhaushalt vorherzusagen, war bei der EPA bisher eine Testkombination aus 11 Tierversuchen und in-vitro-Tests im Einsatz (Tier 1 Endocrine Disruptor Screening Battery), was pro Substanz eine halbe bis ganze Million USD kostete. Mit dem zellkulturbasierten Ansatz «ToxCast» lässt sich das für 30 000 USD realisieren.
Einige Unternehmen haben den ökonomischen Nutzen für sich erkannt. So behauptet Len Sauers, der Vizepräsident für Nachhaltigkeit bei Proctor & Gamble, dass seine Firma bereits bis zu 99% tierfreie Methoden einsetzen würde.
Den Unternehmen wird es inzwischen auch einfacher gemacht toxikologische Prüfungen ohne Tierverbrauch durchzuführen. Zahlreiche innovative Forschungsmethoden können fertig bei Zulieferern gekauft werden. So beispielsweise das Produkt «MucilAir» der Firma Epithelix für Giftigkeitsprüfungen der Atemwege oder das «Toxinsight Endocrine Profiler Panel» der Firma Thermo Fisher Scientific zur Prüfung des Hormonhaushaltes.

Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner, kurz AG STG, fordert seit langem die konsequente Förderung und Anwendung von tierversuchsfreien Forschungsmethoden statt der Verschwendung von Geldern für gefährliche völlig veraltete Testmethoden. Innovative, tierversuchsfreie Forschungsmethoden sind ein klarer Fortschritt und nicht ein Ersatz für Tierversuche.
Die AG STG fordert endlich ein Umdenken in Politik und Forschung. Will die Schweiz auch in Zukunft zu den führenden Forschungsnationen gehören, müssen wir uns vom Tierversuch verabschieden und den Weg frei machen für schnellere, preiswertere und vor allem zuverlässigere Forschungsmethoden.

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